Masterarbeit, 2020
119 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Coaching
2.1.1. Herkunft und Definition
2.1.2. Formen von Coaching
2.1.2.1. Unterscheidung zwischen organisationsinternem und organisationsexternem Coaching
2.1.2.2. Vorgesetztencoaching
2.1.2.3. Unterscheidung zwischen Einzel- und Gruppencoaching
2.1.2.4. Teamcoaching
2.1.2.5. Projektcoaching
2.1.2.6. Online-Coaching
2.1.3. Anlässe fürs Coaching
2.1.4. Ziele von Coaching
2.2. Erfolg
2.2.1. Definition
2.2.2. Wann ist ein Coaching erfolgreich?
2.3. Big Five – die fünf grundsätzlichen Dimensionen der Persönlichkeits-merkmale
2.3.1. Einführung
2.3.2. Neurotizismus vs. Emotionale Stabilität
2.3.3. Extraversion vs. Introversion
2.3.4. Offenheit für neue Erfahrungen vs. Konservativ
2.3.5. Verträglichkeit vs. Im Wettstreit mit anderen
2.3.6. Gewissenhaftigkeit vs. Mangelnde Zielvorstellung
2.3.7. Stärken und Schwächen des Modells
2.4. Einführung in die Fragestellung
3. Methodenteil
3.1. Rahmenbedingungen
3.2. Vorgehen / Plan
3.3. Präzisierung der Konstrukte
3.3.1. Einführung
3.3.2. Persönlichkeitsmerkmal Coachee
3.3.3. Subjektiver Coachingerfolg
3.3.4. Coachingformen
3.3.5. Coachinganlässe
3.3.6. Demografische Angaben
3.4. Statistische Analysemethoden
4. Gütekriterien quantitativer Forschung
5. Ergebnisse
5.1. Demografische Angaben
5.2. Der subjektive Coachingerfolg
5.3. Einflüsse der Persönlichkeitsmerkmale des Coaches auf den Erfolg
5.4. Einflüsse der Persönlichkeitsmerkmale des Coachees auf das präferierte Persönlichkeitsmerkmal des Coaches
5.5. Wechselwirkung zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen und dem Coachinganlass
5.6. Einfluss der Coachingform auf den Coachingerfolg
6. Diskussion
6.1. Interpretation der Ergebnisse
6.2. Bewertung der Vorgehensweise
6.3. Ausblick
Die Arbeit untersucht mittels einer quantitativen Datenanalyse den Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen von Coach und Coachee, der gewählten Coachingform und dem Anlass des Coachings sowie deren Einfluss auf den subjektiven Coachingerfolg. Ziel ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen, um Coachingmaßnahmen künftig effektiver zu planen und die Erfolgswahrscheinlichkeit zu steigern.
2.1.1. Herkunft und Definition
Der Begriff Coaching begann seine ursprüngliche Relevanz um 1885 im sportlichen Bereich hauptsächlich in England und in den USA und galt zu dieser Zeit als eine Hilfestellung bei Trainings- und Wettkampfbelastungen. Fast 100 Jahre später begann man in den 1970er Jahren in den USA das Coaching in die Organisationen zu projizieren. Man fing zu dieser Zeit an, dass Coaching als Erweiterung der Führungsrolle zu nutzen, weil es im Sport sichtbare Erfolge erzielte und eine hohe Aufmerksamkeit bekam. Ungefähr seit 1985 wird Coaching in Deutschland als Personalentwicklungsinstrument für die Betreuung von Top-Managern durch externe Berater eingesetzt. Anfang der 1990er Jahre begannen Personalentwickler, sich intensiver mit Coaching auseinander zu setzen und starteten damit, Maßnahmen auch in den unteren und mittleren Führungsebenen als Förderung einzusetzen. So entstanden neue Coachingformen, wie beispielsweise das Team- oder Gruppencoaching und in der Fachliteratur erschienen stetig weitere Coachingkonzepte, die nicht immer einheitlich verwendet wurden. Coaching wurde im Laufe der Jahre zu einem Begriff, den die Berater inflationär nutzten. In der Literatur lassen sich etliche Definitionen zum Coaching finden. Alle Definitionen haben allerdings die Gemeinsamkeit, dass die zwischenmenschliche Kommunikation im Mittelpunkt steht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Führungskräfte oder Angestellte handelt oder um den Prozess an sich. Im nachfolgenden Absatz werden einige Erklärungen und Definitionen von Coaching betrachtet.
Coaching wird als eine absichtlich herbeigeführte Arbeitsbeziehung definiert, die durch Freiwilligkeit, gegenseitige Akzeptanz, Vertrauen und Verschwiegenheit bestimmt wird. So können bei einem Coaching Themen bearbeitet werden, die sonst vernachlässigt oder verdrängt wurden, ohne dass beteiligte Personen eine Bloßstellung befürchten müssen. Darüber hinaus kann Coaching inhaltlich auch als eine Verbindung aus personenbezogenen Hilfestellungen zur Bewältigung unterschiedlicher Anliegen und die persönliche Begleitung hierbei auf Prozessebene betrachtet werden. Der Coach fungiert als Berater, macht keine konkreten Lösungsvorschläge, sondern unterstützt den Coachee dabei, eigene Lösungen zu entwickeln.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz von Coaching als Instrument zur Personalentwicklung in einer sich wandelnden Arbeitswelt und führt in die Zielsetzung und die Leitfragen der Masterthesis ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden Grundlagen zu Coaching, Erfolgsdefinitionen und dem Big-Five-Persönlichkeitsmodell dargelegt, welche die Basis für die weitere empirische Untersuchung bilden.
3. Methodenteil: Dieses Kapitel beschreibt das Vorgehen der quantitativen Datenerhebung, die Operationalisierung der Konstrukte und die Auswahl der statistischen Analysemethoden.
4. Gütekriterien quantitativer Forschung: Hier erfolgt die wissenschaftliche Prüfung der erhobenen Daten hinsichtlich ihrer Objektivität, Reliabilität und Validität.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Umfragedaten, beantwortet die aufgestellten Hypothesen und analysiert die Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, Coachingformen und Coachingerfolg.
6. Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse, reflektiert die Vorgehensweise, gibt Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis und wagt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Coaching, Coach, Coachee, Persönlichkeitstheorie, Persönlichkeitsmerkmale, Big Five, Wechselwirkungen, Coachingerfolg, Coachingform, Coachinganlass, Personalentwicklung, quantitative Datenanalyse, Führungskompetenz, Selbstwirksamkeit, Arbeitsbeziehung.
Die Arbeit analysiert, wie die Persönlichkeit von Coach und Coachee zusammenwirken und welchen Einfluss diese auf den subjektiven Coachingerfolg unter Berücksichtigung von Coachinganlass und -form haben.
Zentrale Felder sind die psychologischen Grundlagen des Coachings, das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit (Big Five) sowie die statistische Analyse von Erfolgsfaktoren in Coachingprozessen.
Das primäre Ziel ist es, durch eine quantitative Befragung herauszufinden, welche Persönlichkeitsmerkmale bei bestimmten Coachinganlässen besonders erfolgsversprechend sind, um künftige Coachingmaßnahmen besser zu planen.
Es wird eine quantitative Datenanalyse durchgeführt, wobei der Fragebogen auf dem NEO-PI-R Modell basiert und die Auswertung der Korrelationen sowie statistische Tests (wie der Kruskal-Wallis-Test) mittels SPSS erfolgen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methodik und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse, in denen die Einflüsse von Persönlichkeitsdimensionen auf den Coachingerfolg statistisch untersucht werden.
Wichtige Begriffe sind Coaching, Big Five, Persönlichkeitsmerkmale, Coachingerfolg, Coachingform und Personalentwicklung.
Die Big Five bilden das theoretische Gerüst, um die Persönlichkeit von Coach und Coachee in messbare Dimensionen (wie Extraversion oder Verträglichkeit) zu unterteilen und deren Passung zueinander zu analysieren.
Die Studie zeigt auf, dass je nach Unternehmenskultur und Hierarchieebene unterschiedliche Coachingformen bevorzugt werden, wobei externe Berater oft bei Führungskräften aufgrund ihrer Neutralität geschätzt werden, während interne Coaches bei spezifischen operativen Anliegen sinnvoll sein können.
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