Bachelorarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Ziel- und Fragestellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Aktueller Forschungsstand
2.1 Determinanten der Attraktivität einer nationalen Fußballliga
2.1.1 Stadionatmosphäre
2.1.2 Internationaler Erfolg
2.1.3 Einzigartigkeit dominierender Klubs
2.1.4 Competitive Balance
2.2 Einflussfaktoren auf die Wahl des Lieblingsteams
2.2.1 Einflussfaktor: Eltern und Familie
2.2.2 Einflussfaktor: Geographische Lage
2.2.3 Einflussfaktor: Spieler eines Teams
2.2.4 Einflussfaktor: Erfolg eines Teams
2.2.5 Einflussfaktor: Freunde
2.3 Messung der Identifikation mit einem Team
2.3.1 Psychological Continuum Model (PCM)
2.3.2 Sport Spectator Identification Scale (SSIS)
3. Vergleich Österreichische Fußball-Bundesliga vs. Deutsche Fußball-Bundesliga
4. Hypothesen
5. Methodik
5.1 Untersuchungsdesign
5.2 Untersuchungsmethode
5.3 Aufbau des Fragebogens
5.4 Untersuchungsgegenstand und Datenerhebung
5.5 Datenauswertung
6. Darstellung der Ergebnisse
6.1 Deskriptive Ergebnisse
6.2 Analytische Ergebnisse
7. Interpretation, Diskussion und Ausblick
8. Limitationen der Arbeit
9. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht empirisch jene österreichische Personen, die sowohl Fan eines österreichischen als auch eines deutschen Fußballklubs sind, um Beweggründe für dieses Fan-Phänomen sowie Unterschiede in der Wahrnehmung und Identifikation mit den jeweiligen Ligen zu identifizieren.
2.1.1 Stadionatmosphäre
Wochnowski (1996) definiert den Begriff Stadionatmosphäre als „[...] das Zusammenwirken von emotional ansprechenden Umweltreizen in einem begrenzten Raum [...]“. Wie Bauer, Sauer und Exler (2005) aufzeigen, ist die Stadionatmosphäre nicht nur eines der wichtigsten Kriterien für Zuschauer ein Sportevent zu besuchen, sondern auch ein relevantes Kriterium zur Beurteilung der Qualität des Besuches einer Sportveranstaltung (Riedmüller, 2003). Des Weiteren stellt eine attraktive Stadionatmosphäre einen Erfolgsfaktor für die mediale Verwertung von Ereignissen in Teamsportligen dar (Woratschek, Schafmeister & Hoeneß, 2006).
Drei verschiedene Typen von Reizen sind verantwortlich für die Gestaltung einer Stadionatmosphäre, welche von Klub zu Klub und Spiel zu Spiel unterschiedlich sein können: veranstalterbedingte, wie zum Beispiel das Abspielen der Vereinshymne, zuschauerbedingte, wie zum Beispiel das Pfeifen der Zuschauer im Stadion und zuletzt spielbedingte Reize, wie zum Beispiel das Erzielen eines Tores (Uhrich & Koenigstorfer, 2009). Es gibt jedoch auch Fanrituale, welche bei jedem Spiel gleich sind, egal, gegen welche Mannschaft das jeweilige Team antritt. Ein Beispiel dafür ist das Rufen der Spielernamen der Fans bei der Präsentation der Mannschaftsaufstellung (Charleston, 2008).
Die Ergebnisse der Studie von Koenigstorfer et al. (2010) zeigen deutlich, dass die Stadionatmosphäre in den Fußballstadien der Klubs einer nationalen Fußballliga Auswirkung auf die wahrgenommene Attraktivität jener Liga besitzt. Sie stellten heraus, dass sowohl die Fans der englischen Premier League als auch der deutschen Fußball-Bundesliga ihre jeweilige nationale Liga umso attraktiver empfanden, je positiver sie die Stadionatmosphäre bewerteten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen ein, dass Fans mehreren Fußballklubs aus unterschiedlichen Ligen folgen, und definiert die Zielsetzung der empirischen Untersuchung.
2. Aktueller Forschungsstand: Hier werden wissenschaftliche Determinanten der Attraktivität von Fußballligen und zentrale Einflussfaktoren auf die Wahl von Lieblingsteams sowie Methoden zur Messung der Identifikation dargelegt.
3. Vergleich Österreichische Fußball-Bundesliga vs. Deutsche Fußball-Bundesliga: Dieses Kapitel stellt die Ligen anhand von Kennzahlen wie Umsatz, Zuschauerzahlen und internationalem Erfolg gegenüber, um den Kontext der Studie zu etablieren.
4. Hypothesen: Basierend auf dem Forschungsstand werden vier zentrale Hypothesen formuliert, die das Ziel haben, Unterschiede in Attraktivität, Einflussgründen und Identifikationsgraden zu überprüfen.
5. Methodik: Es wird das quantitative Untersuchungsdesign erläutert, inklusive der Nutzung einer Online-Befragung, dem Aufbau des Fragebogens und der statistischen Datenauswertung mittels SPSS.
6. Darstellung der Ergebnisse: Die deskriptiven und analytischen Resultate der Umfrage unter 628 Personen werden präsentiert, wobei insbesondere Wilcoxon-Tests und Korrelationsanalysen zur Anwendung kommen.
7. Interpretation, Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden in den Kontext der Ausgangshypothesen gesetzt, interpretiert und kritisch diskutiert, wobei auch Ansätze für künftige Forschung aufgezeigt werden.
8. Limitationen der Arbeit: Mögliche methodische Einschränkungen der Arbeit werden reflektiert, wie beispielsweise die Grenzen der Skalierung oder die Auswahl der untersuchten Faktoren.
9. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen empirischen Erkenntnisse über die Identifikation und das Wahlverhalten österreichischer Fans bei deutschen und österreichischen Klubs zusammen.
Fußball-Bundesliga, Österreich, Deutschland, Fanforschung, Identifikation, Lieblingsteam, Attraktivität, Online-Befragung, Sportmarketing, Fan-Bindung, Competitive Balance, Stadionatmosphäre, empirische Untersuchung, Zuschauerverhalten, Sportökonomie.
Die Arbeit analysiert das Fan-Verhalten von in Österreich lebenden Personen, die gleichzeitig Fans eines österreichischen und eines deutschen Fußball-Bundesligaklubs sind.
Die Arbeit verbindet die Themen Sportmarketing und Fan-Identifikation durch die Untersuchung von Attraktivitätsfaktoren von Ligen und Gründen für die Vereinswahl.
Die zentrale Frage ist, warum sich österreichische Fans neben einem heimischen Verein auch für einen deutschen Bundesligaklub entscheiden und wie sich Identifikation und Wahrnehmung zwischen diesen Ligen unterscheiden.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der ein Online-Fragebogen zur Erhebung der Daten von 628 Teilnehmern genutzt und mittels statistischer Verfahren wie dem Wilcoxon-Test ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu Einflussfaktoren auf das Fan-Verhalten, einen direkten Kennzahlenvergleich beider Ligen sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der erhobenen empirischen Ergebnisse.
Wesentliche Begriffe sind Fan-Identifikation, Fußball-Bundesliga, empirische Forschung, Bindung zu Sportteams und sportökonomische Vergleichsparameter.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Faktoren wie die Einzigartigkeit dominierender Klubs und der internationale Erfolg die Attraktivitätswahrnehmung der Deutschen Bundesliga signifikant steigern.
Die geographische Nähe ist insbesondere bei der Identifikation mit österreichischen Vereinen ein prägender Faktor, während bei deutschen Vereinen eher spielerbezogene oder erfolgsbasierte Aspekte eine stärkere Rolle spielen.
Die Studie belegt, dass sich die befragten Fans signifikant stärker mit ihrem ortsansässigen Lieblingsteam aus der österreichischen Bundesliga identifizieren als mit ihrem bevorzugten deutschen Klub.
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