Doktorarbeit / Dissertation, 2008
394 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Gang der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Aktuelle Entwicklungen am europäischen Stromgroßhandelsmarkt
2.1.1 Preisentwicklung am europäischen Stromgroßhandelsmarkt
2.1.2 Liquiditätsentwicklung am europäischen Stromgroßhandelsmarkt
2.2 Eckpfeiler des europäischen Stromgroßhandelsmarktes
2.2.1 Richtlinien zum Strombinnenmarkt
2.2.2 Richtlinie zum Emissionshandel
2.2.3 Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente
2.3 Folgen der Liberalisierung für den europäischen Stromgroßhandel
2.3.1 Kommoditisierung
2.3.2 Marktkonvergenz
2.3.3 Neue Teilmärkte im Stromgroßhandelsmarkt
2.3.3.1 Ausgleichs-/Regelenergiemarkt
2.3.3.2 Intra-Day- und Yesterday-Markt
2.3.3.3 Spotmarkt
2.3.3.4 Terminmarkt
2.3.4 Handelsmöglichkeiten im Stromgroßhandel
2.3.4.1 Bilateraler Stromgroßhandel
2.3.4.2 Börslicher Stromgroßhandel
2.3.5 Liquide Stromhandelsmärkte
2.3.6 Neue Stromhandelsprodukte
2.3.7 Neue Marktakteure
2.3.7.1 Stromhändler
2.3.7.2 Independent Power Producer
2.3.7.3 Strombroker
2.3.7.4 Portfoliomanager
2.3.7.5 Banken
2.3.7.6 Private Equity Funds
3 Risikomanagement im Stromgroßhandel
3.1 Notwendigkeit des Risikomanagements
3.2 Rahmenbedingungen für das Risikomanagement
3.2.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
3.2.1.1 Deutschland
3.2.1.2 Österreich
3.2.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
3.3 Risikobegriff
3.4 Risiken im Stromgroßhandelsgeschäft
3.5 Begriff des Risikomanagements
3.6 Risikomanagementprozess
3.6.1 Risikopolitik und Risikostrategie
3.6.2 Risikoidentifikation
3.6.3 Risikoanalyse und –bewertung
3.6.4 Risikosteuerung
3.6.5 Risikomonitoring und -reporting
3.7 Risiko-Strategien im Stromhandel
3.7.1 Hedging
3.7.1.1 Hedging-Strategien
3.7.1.1.1 Long und Short Hedge
3.7.1.1.2 Cross Hedge
3.7.1.1.3 Delta Hedge
3.7.1.1.4 Selektiver Hedge
3.7.2 Arbitrage
3.7.3 Proprietärer Handel
3.7.4 Market Making
3.7.5 Spekulation
3.7.6 Spreading
4 Management von Marktpreisrisiken im Stromgroßhandel
4.1 Marktrisiken im Stromgroßhandel
4.1.1 Marktliquiditätsrisiko
4.1.2 Basisrisiko
4.1.3 Volumensrisiko
4.1.3.1 Bestimmung der Netto-Position
4.1.3.2 Marking-to-Market
4.1.4 Marktpreisrisiko
4.2 Strompreisbildungsfaktoren
4.2.1 Fundamentale Einflussfaktoren
4.2.1.1 Einflussfaktoren auf Spotpreise
4.2.1.1.1 Witterungsbedingte Effekte
4.2.1.1.2 Netzrestriktionen
4.2.1.1.3 Kraftwerksverfügbarkeiten
4.2.1.2 Einflussfaktoren auf Terminpreise
4.2.1.2.1 Einfluss der Primärenergieträger
4.2.1.2.2 Einfluss der CO2-Emissionszertifikate
4.2.1.2.3 Investitionen in neue Kraftwerkskapazitäten
4.2.2 Nicht fundamental begründete Einflussfaktoren
4.3 Dynamik von Strompreisen
4.3.1 Volatilität
4.3.1.1 Volatilitätsarten im Stromgroßhandel
4.3.2 Saisonalität und Zyklität
4.3.3 Mean Reversion
4.3.4 Preissprünge
4.4 Messung des Strompreisrisikos
4.4.1 Das Konzept des Value-at-Risk
4.4.1.1 Definition
4.4.1.2 Klassifizierungsgrößen des Value-at-Risk Konzepts
4.4.1.3 Berechnung des Value-at-Risk
4.4.1.3.1 Varianz-Kovarianz-Ansatz
4.4.1.3.2 Historische Simulation
4.4.1.3.3 Monte-Carlo-Simulation
4.4.1.4 Extremszenarien als Ergänzung zum Value-at-Risk
4.4.1.5 Grenzen des VaR im Stromhandel
4.4.2 Profit-at-Risk
4.4.3 Earnings-at-Risk
4.4.4 Integral-Earnings-at-Risk
4.4.5 Cash-Flow-at-Risk
4.4.6 Energy-RAROC
4.4.7 Limitsteuerung mittels VaR
4.4.8 Das Konzept der „Griechen“
4.5 Strompreissicherungsinstrumente
4.5.1 Derivatebegriff
4.5.2 Stromderivate
4.5.2.1 Bilateral gehandelte Stromderivate
4.5.2.1.1 Strom-Forwards
4.5.2.1.2 Strom-Swaps
4.5.2.1.3 Cap, Floor und Collar
4.5.2.1.4 Swing-Optionen
4.5.2.1.5 Real-Optionen
4.5.2.1.6 Contract for Difference
4.5.2.1.7 Electricity Forward Agreement
4.5.2.2 Börslich gehandelte Stromderivate
4.5.2.2.1 Strom-Futures
4.5.2.2.2 Strom-Optionen
4.5.2.3 Exkurs: Wetterderivate
5 Management von Kreditrisiken im Stromgroßhandel
5.1 Der Enron-Impact
5.1.1 Enron und dessen Folgen für amerikanische EVU
5.1.2 Enron und dessen Folgen für den Corporate Bond Markt
5.1.3 Enron und dessen Folgen für das Rating europäischer EVU
5.2 Kreditrisiko im Stromgroßhandel
5.2.1 Definition des Kreditrisikos
5.2.2 Stromhandelsspezifische Kreditrisiken
5.2.3 Bestandteile des Kreditrisikos
5.2.3.1 Kredit-Exposure
5.2.3.1.1 Exposure bestimmende Risiken
5.2.3.1.2 Current Exposure
5.2.3.1.3 Potential Future Exposure
5.2.3.2 Ausfallswahrscheinlichkeit
5.2.3.3 Wiedergewinnungs- und Verlustrate
5.3 Rating
5.3.1 Definition
5.3.2 Rating unter Basel II
5.3.2.1 Standardansatz
5.3.2.2 IRB-Ansatz
5.4 Messung des Kreditrisikos
5.4.1.1 Credit-Value-at-Risk
5.4.1.1.1 Definition
5.4.1.1.2 Erwarteter und unerwarteter Verlust
5.4.1.2 CreditMetrics
5.4.1.3 CreditRisk+
5.5 Instrumente des Risikotransfers und der Risikoreduktion
5.5.1 Instrumente der Risikoreduktion
5.5.1.1 Netting
5.5.1.1.1 Definition
5.5.1.1.2 Payment-Netting
5.5.1.1.3 Close-Out-Netting
5.5.1.1.4 Netting-by-Novation
5.5.1.2 Rahmenverträge
5.5.1.2.1 EFET-Rahmenvertrag
5.5.1.2.2 ISDA-Rahmenvertrag
5.5.1.3 Kreditsicherheiten
5.5.1.3.1 Garantie
5.5.1.3.2 Bürgschaft
5.5.1.3.3 Patronatserklärung
5.5.1.3.4 Akkreditiv
5.5.1.4 Management von Kreditlimiten
5.5.1.5 Exposure-Reducing-Trades
5.5.2 Instrumente des Risikotransfers
5.5.2.1 Clearing
5.5.2.1.1 Clearing von Stromhandelsgeschäften
5.5.2.2 Kreditderivate
5.5.2.2.1 Credit Default Swap
5.5.2.2.2 Total Return Swap
5.5.2.3 Kreditversicherung
5.5.2.4 Factoring
6 Evaluierung der Ergebnisse
6.1 Datenbasis
6.2 Einschätzungen zum Stromgroßhandelsmarkt
6.2.1 Charakteristika von Stromhandelsgeschäften
6.2.2 Motive und Ziele im Stromgroßhandel
6.2.3 Entwicklung der Risiken im Stromgroßhandel
6.3 Management von Preisrisiken im europäischen Stromgroßhandel
6.3.1 Entwicklung der Preisbildungsfaktoren
6.3.2 Messung des Preisrisikos im Stromhandel
6.3.3 Instrumente der Risikosteuerung im Stromhandel
6.4 Management von Kreditrisiken im europäischen Stromgroßhandel
6.4.1 Einfluss von Enron und Basel II auf das Kreditrisikomanagement
6.4.2 Einsatz von Ratings im europäischen Stromgroßhandel
6.4.3 Messung des Kreditrisikos im Stromhandel
6.4.4 Instrumente der Kreditrisikoreduktion im Stromhandel
6.4.5 Instrumente des Kreditrisikotransfers im Stromhandel
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Dissertation zielt darauf ab, die Entwicklung der Motive und Risikofaktoren im europäischen Stromgroßhandel zu analysieren und zu belegen, dass das Management von Kredit- und Marktpreisrisiken in diesem Sektor aktuell noch nicht ausreichend entwickelt ist. Die Arbeit erarbeitet den Zusammenhang zwischen dem Risikoverständnis, den eingesetzten Mess- und Absicherungsinstrumenten sowie der risikopolitischen Ausrichtung von Stromhandelsunternehmen und deren jeweiligem Handelsvolumen.
3.7.1.1.3 Delta Hedge
„On way of extracting the value from an option is to hedge its value through trading in the underlying using an arbitrage strategy called delta hedge!”409 Unter einem Delta Hedge versteht man das Eingehen von Positionen zur Absicherung eines Portfolios mit Optionalitäten, was dazu führt, dass das Gesamtportfolio in einem kleinen Zeitintervall bei kleiner Preisänderung des Underlyings keine Wertänderung erfährt.410 Die Strategie des Delta Hedge beruht auf gegenläufige Preisentwicklungen zwischen dem Basiswert und der Strom-Option. Dabei werden die Optionen nicht mehr bis zu ihrer Fälligkeit gehalten sondern bereits vorher glattgestellt.411 Im Falle einer Kauf-Option muss der Trader oder Risikomanager die Option in eine, dem Delta äquivalente Menge des Basisinstruments umwandeln und verkaufen.412 Voraussetzung eines erfolgreichen Delta Hedges ist das tägliche Berechnen des Delta-Risikos und sofortiges Anpassen, insofern sich das Basisinstrument verändert hat. Viele Stromhändler bedienen sich dieser Hedging-Strategie, da sie bei entsprechender Marktentwicklung hohe Gewinne bei gleichzeitiger Risikominimierung realisieren können.413
1 Einleitung: Dieses Kapitel definiert die Problemstellung der Arbeit, skizziert die historischen Veränderungen im Stromhandel durch die Liberalisierung und legt das Ziel der Untersuchung dar.
2 Grundlagen: Hier werden die aktuellen Entwicklungen des europäischen Stromgroßhandels, rechtliche Rahmenbedingungen wie Strombinnenmarktrichtlinien und die Folgen der Liberalisierung wie Kommoditisierung detailliert beleuchtet.
3 Risikomanagement im Stromgroßhandel: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von Risikomanagementsystemen, definiert den Risikobegriff und beschreibt den Risikomanagementprozess von der Identifikation bis zur Steuerung.
4 Management von Marktpreisrisiken im Stromgroßhandel: Der Fokus liegt auf der Analyse und Messung von Marktpreisrisiken, der Dynamik von Strompreisen und der Anwendung von Sicherungsinstrumenten wie Derivaten.
5 Management von Kreditrisiken im Stromgroßhandel: Dieses Kapitel untersucht Kreditrisiken unter Berücksichtigung des Enron-Skandals und Basel II sowie Instrumente zur Reduktion und zum Transfer dieser Risiken.
6 Evaluierung der Ergebnisse: Hier werden die Resultate der empirischen Befragung ausgewertet, geclustert und in konkrete Handlungsempfehlungen für Stromhandelsunternehmen übersetzt.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Risikomanagements in der europäischen Stromwirtschaft.
Stromgroßhandel, Risikomanagement, Marktpreisrisiko, Kreditrisiko, Stromderivate, Hedging, Value-at-Risk, Liberalisierung, Strommarkt, Risikosteuerung, Clearing, Basel II, Bonität, Marktliquidität, Energieversorgungsunternehmen
Die Dissertation befasst sich mit der Identifikation, Messung und Steuerung von Marktpreis- und Kreditrisiken in europäischen Stromhandelsunternehmen nach der Marktliberalisierung.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des europäischen Stromgroßhandels, das Risikomanagement als unternehmensweite Aufgabe sowie spezifische Strategien zur Absicherung gegen Marktpreis- und Kreditrisiken.
Das Ziel ist der Nachweis, dass das Management von Kredit- und Marktpreisrisiken im europäischen Stromgroßhandel noch nicht ausreichend ausgereift ist und in engem Zusammenhang mit dem jeweiligen Handelsvolumen steht.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturanalyse sowie einer eigenen schriftlichen Befragung unter europäischen Stromhandelsunternehmen, deren Ergebnisse im letzten Teil der Arbeit evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Risikomanagementprozesse sowie die detaillierte Analyse und Steuerung von Marktpreis- und Kreditrisiken mittels diverser Finanzinstrumente.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stromgroßhandel, Risikomanagement, Marktpreisrisiko, Kreditrisiko, Derivate und Basel II charakterisieren.
Der Enron-Skandal fungiert als entscheidender Katalysator, der die Branche erstmals mit dem massiven Kreditrisiko im Stromgroßhandel konfrontierte und zu einer professionalisierten Risikokultur zwang.
Es bildet die Grundlage für die tägliche Bewertung von Handelspositionen, ermöglicht den Ausgleich von Gewinnen und Verlusten (Margining) und ist essenziell für die Arbeit der Clearing-Häuser zur Reduzierung von Kontrahentenrisiken.
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