Masterarbeit, 2019
107 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlagen der Digitalen Fabrik
2.1.1 Definitionsansätze
2.1.2 Anwendungsgebiete
2.1.3 Ziele und Nutzenpotentiale
2.1.4 Methoden und Werkzeuge
2.2 Grundlagen des Digitalen Fabrikbetriebs
2.2.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
2.2.2 Anwendungsgebiete und Werkzeuge
2.2.3 Ziele
2.2.4 Datenmanagement
2.3 Grundlagen der Produktions(system)planung
2.3.1 Abgrenzung des Begriffs Produktionssystem
2.3.2 Produktions(system)planung
2.3.3 Digitale Produktionsplanung
2.4 Grundlagen des Anlaufmanagements
2.4.1 Begriffsbestimmung Produktionsanlauf und Anlaufmanagement
2.4.2 Aufgaben und Ziele der jeweiligen Phasen und des Anlaufmanagements
2.4.3 Die Einflussgrößen im Produktionsanlauf
2.4.4 Der Produktionsanlauf als soziotechnisches System
2.4.5 Herausforderungen des Anlaufmanagements
3 Möglichkeiten zur Verbesserung des Anlaufs soziotechnischer Produktionssysteme
3.1 Simulation und Visualisierung als Methode für das Anlaufmanagement
3.1.1 Ablaufsimulation
3.1.2 Betriebsbegleitende Simulation
3.1.3 Virtuelle Inbetriebnahme
3.1.4 Trend zu Virtual- und Augmented Reality als soziotechnische Assistenzsysteme
3.2 Informations- und Kommunikationstechnologien
3.2.1 Datenerfassungssysteme für das Anlaufmanagement
3.2.2 Manufacturing Execution System
3.3 Veränderte Anlauforganisation durch die Digitale Fabrik und den Digitalen Fabrikbetrieb
3.3.1 Frontloading
3.3.2 Funktions- und unternehmensübergreifenden Integration
3.4 Digitale Fabrik 4.0
3.4.1 Cyber Physische Systeme
3.4.2 Motion-Capturing-Verfahren
3.4.3 Digitaler Schatten und -Zwilling
3.4.4 Condition Monditoring
3.4.5 Business Intelligence
3.4.6 Cloud-Computing
3.5 Zusammenfassung
4 Vorgehensmodell zur Absicherung des Anlaufmanagements der Zukunft
5 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, Möglichkeiten der Digitalen Fabrik und des Digitalen Fabrikbetriebs für den Anlauf soziotechnischer Produktionssysteme zu identifizieren und damit einen schnellen, störungsfreien Übergang von der Produktionsplanung zur Serienproduktion sicherzustellen sowie Wege aufzuzeigen, wie dieser Prozess im Industrie 4.0-Zeitalter zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Virtuelle Inbetriebnahme
Der Kostendruck auf alle Akteure in der Produktion steigt. Daher wird versucht, Zeit und Kosten einzusparen. Dies führt dazu, dass die Zeit für die Inbetriebnahme der Produktionsanlagen immer kürzer wird. Abhilfe leistet hier die Verlagerung der Arbeit in die virtuelle Welt.
Eine VIBN ist der realen Inbetriebnahme vorgelagert und sichert beispielsweise die Planungsergebnisse zu Taktzeiten oder Verfügbarkeit einer Anlage ab. Im Gegensatz zu einer Simulation, wird bei der VIBN ein Modell verwendet, das sowohl virtuelle als auch reale Anteile enthält. [VDI 4499-2] S.11
Die virtuelle Inbetriebnahme ist einer der ersten Schritte von der digitalen Planungsunterstützung in die Inbetriebnahmephase. (siehe Kapitel 2.2.2) Der virtuelle Fertigungsanlauf stellt ein technologieorientiertes Konzept zur Beschleunigung des Anlagenanlaufs dar. Eine Kombination aus verschiedenen Methoden und Softwarewerkzeugen erlaubt es, zielgerichtet bestimmte Anlaufszenarien zu unterstützen. [Denk 08] S. 143.
Nicht nur der Produktionsbetrieb der Anlage kann simuliert werden, sondern auch das Zusammenspiel von Anlagenmechanik, Schaltplänen und realer SPS. Das Verhalten der Steuerung bei Wartungstätigkeiten und definierten Störungen kann überprüft werden, sofern dieselben Steuerungen für die VIBN eingesetzt werden, die anschließend in der realen Anlage Verwendung finden. So kann gewährleistet werden, dass die Anlage schon während der Planungsphase weitestgehend vorkonfiguriert wird. [Brac 18] S. 51
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen an moderne Produktionsstätten durch kürzer werdende Produktlebenszyklen und definiert das Ziel der Arbeit, Möglichkeiten zur Verbesserung des Produktionsanlaufs durch Digitale Fabrik-Methoden zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Basis durch die Definition und Erläuterung der Digitalen Fabrik, des Digitalen Fabrikbetriebs, der Produktionssystemplanung sowie des Anlaufmanagements als soziotechnisches System.
3 Möglichkeiten zur Verbesserung des Anlaufs soziotechnischer Produktionssysteme: Hier werden praxisrelevante Ansätze wie Simulation, Visualisierung, MES und Industrie 4.0-Werkzeuge (Digitaler Zwilling, Cloud Computing) detailliert analysiert, um ihre Wirkung auf einen effizienten Produktionsanlauf zu belegen.
4 Vorgehensmodell zur Absicherung des Anlaufmanagements der Zukunft: In diesem Kapitel wird ein strukturiertes Vorgehensmodell entwickelt, das die erarbeiteten Methoden in eine zeitliche Abfolge bringt, um den Produktionsanlauf künftig präventiv und aktiv abzusichern.
5 Fazit: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht, dass die konsequente Implementierung der untersuchten digitalen Methoden signifikante Zeit- und Kostenvorteile im Anlaufmanagement ermöglicht.
Digitale Fabrik, Digitaler Fabrikbetrieb, Anlaufmanagement, Produktionsanlauf, Industrie 4.0, Simulation, Virtuelle Inbetriebnahme, Echtzeitdaten, Cyber-Physische Systeme, Digitaler Zwilling, Prozessoptimierung, soziotechnisches System, Produktionsplanung, Datenmanagement, Vernetzung
Die Arbeit untersucht, wie Methoden und Werkzeuge der Digitalen Fabrik und des Digitalen Fabrikbetriebs genutzt werden können, um den Anlauf soziotechnischer Produktionssysteme effizienter und störungsfrei zu gestalten.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Anlaufmanagement, die digitale Produktionsplanung, den Einsatz von Simulations- und Visualisierungsmethoden sowie die Transformation hin zur Digitalen Fabrik 4.0.
Ziel ist es, Möglichkeiten zu identifizieren, um einen schnellen und störungsfreien Übergang von der Produktionsplanung zur Serienproduktion zu gewährleisten und diesen Prozess zukunftsfähig für Industrie 4.0 zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse bestehender Literatur und wissenschaftlicher Richtlinien (wie VDI 4499) sowie der Ableitung eines praktischen Vorgehensmodells für das Anlaufmanagement.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse von Möglichkeiten zur Prozessverbesserung durch IT-Systeme (MES, Simulation, Cloud) und die Erarbeitung eines anwendungsorientierten Vorgehensmodells.
Wesentliche Begriffe sind Anlaufmanagement, Digitale Fabrik, Industrie 4.0, Simulation, Virtuelle Inbetriebnahme und Digitaler Zwilling.
Die Virtuelle Inbetriebnahme dient als technologisches Bindeglied, das Anlagenverhalten vorab prüft und so den realen Inbetriebnahmeaufwand sowie Fehlerrisiken minimiert.
Die Digitale Fabrik fokussiert sich primär auf die Planungsphase, während der Digitale Fabrikbetrieb die Anwendung von Modellen und Methoden der Digitalen Fabrik in die Betriebs- und Inbetriebnahmephasen hinein verlängert.
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