Diplomarbeit, 2008
61 Seiten, Note: 2,0
1 Die Innovation der Innovation
2 Offene Innovationsprozesse – Innovation im 21. Jahrhundert
2.1 Innovationsprozesse – Gestern, heute, morgen
2.2 Der offene Innovationsprozess
2.2.1 Organisation
2.2.2 Koordination
2.3 Kritische Würdigung der Innovationsprozessentwicklung
3 Offene Innovationsprozesse in der Praxis
3.1 Instrumente
3.1.1 Toolkits for User Innovation
3.1.2 Ideenwettbewerbe
3.1.3 Communities
3.1.4 Intermediäre Märkte
3.2 Analyse vorhandener Fallstudien
3.2.1 The Procter & Gamble Company
3.2.2 Intel Corporation
3.2.3 International Business Machines Corporation
4 Ergebnisse der Fallstudienanalyse
5 Kritische Würdigung
Diese Arbeit liefert eine Bestandsaufnahme der Entwicklungen im Bereich Open Innovation. Ziel ist es, den historischen Wandel des Innovationsverständnisses darzustellen, die Bedeutung der externen Wissensintegration zu analysieren und aktuelle Instrumente sowie Koordinationsmechanismen in der Praxis zu untersuchen.
2.2 Der offene Innovationsprozess
„Open Innovation is the use of purposive inflows and outflows of knowledge to accelerate internal innovation, and expand the markets for external use of innovation, respectively. Open Innovation assumes that firms can and should use external ideas as well as internal ideas, and internal and external paths to market, as they look to advance their technology. [...] The business model utilizes both external and internal ideas to create value, while defining internal mechanisms to claim some portion of that value. Open Innovation assumes that internal ideas can also be taken to market through external channels, outside the current businesses of the firm, to generate additional value.“
Drei Aspekte machen das Konzept der Open Innovation nach CHESBROUGH aus. Zum einen ist die Nutzung von internen, wie auch externen Quellen für ihn ein Treiber der Innovationsprozessgeschwindigkeit, zum anderen legt er besonderen Wert darauf, dass Innovationen intern aber auch extern vermarktet werden können. Für die Verwertung bedeutet dies, dass Unternehmen die Open Innovation praktizieren, interne Forschung mit externen Ideen verbinden müssen, um dann diese Ideen in ihrem eigenen Geschäft und/oder durch die Geschäfte anderer Unternehmen auf den Markt zu bringen. Die externe Verwertung kann dabei zu jedem Zeitpunkt im Innovationsprozess geschehen, z. B. durch Lizenzierung oder Spin-Off.
1 Die Innovation der Innovation: Führt in die Problematik sinkender Innovationsproduktivität ein und begründet die Notwendigkeit von Modellen offener Innovationsprozesse anhand von Joy’s Law.
2 Offene Innovationsprozesse – Innovation im 21. Jahrhundert: Analysiert den historischen Wandel von Innovationsprozessmodellen und definiert die Kernkonzepte der Open Innovation sowie deren organisatorische und koordinative Herausforderungen.
3 Offene Innovationsprozesse in der Praxis: Stellt praktische Instrumente zur Wissensgewinnung vor und analysiert Fallstudien von P&G, Intel und IBM hinsichtlich ihrer Anwendung von Open Innovation.
4 Ergebnisse der Fallstudienanalyse: Arbeitet kritische Erfolgsfaktoren für die Implementierung offener Innovationsstrategien in Unternehmen heraus.
5 Kritische Würdigung: Reflektiert den aktuellen Stand der Forschung und skizziert künftige Entwicklungen sowie den Forschungsbedarf bezüglich der Koordination in offenen Innovationsnetzwerken.
Open Innovation, Innovationsmanagement, Wissensmanagement, F&E, Koordination, Transaktionskosten, Externalisierung, Internalisierung, Fallstudien, Nutzerintegration, Netzwerkökonomie, Technologie-Transfer, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungskette, Modularisierung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Open Innovation als Antwort auf steigende Innovationskosten und kürzere Produktlebenszyklen durch die Integration externen Wissens.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Evolution der Innovationsprozesse, die Organisation und Koordination offener Netzwerke sowie spezifische Instrumente wie Toolkits und Ideenwettbewerbe.
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen seit Henry Chesbroughs Buch „Open Innovation“ und ein Überblick über deren praktische Anwendung.
Es werden theoretische Konzepte der Innovationsprozessmodelle sowie der Transaktionskostentheorie erörtert und anhand von Best-Practice-Fallstudien validiert.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, Instrumente der Wissensakquise und analysiert die Praxisbeispiele von Procter & Gamble, Intel und IBM.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Open Innovation, Innovationsprozesse, Wissensintegration, Netzwerkführung und technologische Transformation charakterisiert.
Communities dienen als wichtige Instrumente zur Wissensgewinnung, da sie explizites und implizites Wissen durch sozialen Austausch und einen gemeinsamen Erfahrungskontext bündeln.
Intel nutzt eine enge Verzahnung mit Universitäten durch Stipendien, Mentoring und Lablets, um frühzeitigen Zugriff auf Forschungsergebnisse und Talente zu erhalten.
Es handelt sich um eine Strategie, bei der P&G einen signifikanten Anteil seiner Innovationen durch die gezielte Kooperation mit externen Akteuren generiert, anstatt ausschließlich auf interne Forschung zu setzen.
Durch das First-of-a-Kind (FOAK) Programm arbeitet IBM direkt beim Kunden an Lösungen für reale Probleme, was sowohl für den Kunden maßgeschneiderte Ergebnisse als auch für IBM wichtige Innovationsimpulse liefert.
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