Examensarbeit, 2020
101 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Vom Beginn der Sesshaftigkeit bis hin zur Antike
2.1. Von der Altsteinzeit bis zum Nomadentum
2.2. Familiäre Strukturen im Nomadentum und in der Antike
2.2.1. Das „Haus“
2.2.2. Sklaverei
2.3. Familiäres Leben in der Antike
2.3.1. Hochzeit und Ehe
2.3.2. Rollenbilder
2.3.3. Sexualität
3. Familienstrukturen in der biblischen Tradition
3.1. Vom Kind zum Erwachsenen
3.1.1. Der Begriff „Kind“
3.1.2. Kindheit und Jugend
3.1.3. Erwachsenenalter
3.2. Familiäres Leben
3.2.1. Hochzeit, Ehe und Scheidung
3.2.2. Eheliche Pflicht
3.2.2.1. Gesetzlichkeiten im Alten Testament
3.2.2.2. Zeugung, Schwangerschaft und Geburt
3.2.3. Geschlechtlichkeit
3.2.3.1. Sexualität
3.2.3.2. Erotik
3.2.3.3. Prostitution
3.3. Eheformen
3.3.1. Eheformen bei Nomaden
3.3.2. Eheformen bei Sesshaften
3.3.3. Eheformen am königlichen Hof
4. Familie im weiteren Verlauf der (westlichen) Geschichte
4.1. Der Verlauf vom Mittelalter bis zur Neuzeit
4.1.1. Mittelalter: 6.-15. Jahrhundert
4.1.2. Frühe Neuzeit: 16. und 17. Jahrhundert
4.1.3. Späte Neuzeit: 18. und 19. Jahrhundert
4.2. Der Verlauf von der Moderne bis zur Gegenwart
4.2.1. Die Moderne: Ende 19. Jahrhundert und Anfang 20. Jahrhundert
4.2.2. Nachkriegszeit und Postmoderne: Mitte und Ende des 20. Jahrhundert
4.3. Verfassungsrechtliche Entwicklungen zu Ehe und Familie
5. Westliche Moderne
5.1. Familienreport 2017
5.1.1. Familienleben in Deutschland
5.1.2. Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter
5.2. Familienpolitik im Wandel
5.2.1. Familie: Stabilität und Wandel
5.2.2. Familienmodelle und Rollenbilder im Wandel
5.2.3. Familie und Zeit im Wandel
6. Die kirchliche Sicht in der Moderne
6.1. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu Ehe und Familie
6.1.1. Ehe und Familie – Internationales Jahr der Familie 1994
6.1.1.1. Die Lage und die Grundgedanken der Ehe
6.1.1.2. Die Lage und die Grundgedanken der Familie
6.1.2. Die EKD-Orientierungshilfe zu Ehe und Familie
6.1.2.1. Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familienleben heute
6.1.2.2. Familie und Ehe im Wandel
6.1.2.3. Leitbilder, theologische Orientierung und Empfehlungen für Ehe und Familie
6.1.3. Das evangelische Verständnis von Ehe, Familie und Scheidung
6.1.3.1. Ehe- und Familienverständnis
6.1.3.2. Scheidung
6.1.4. Homosexualität
6.2. Papst Franziskus zu Ehe und Familie – Amoris laetitia
6.2.1. Das traditionelle Ehebild
6.2.1.1. Vielfältige Zusammensetzungen und unterschiedliche Zeithorizonte
6.2.1.2. Fortpflanzung
6.2.2. Vom Vertrag zum Vertragen
6.2.2.1. Der Ehevertrag – Ein Perspektivenwechsel
6.2.2.2. Romantisierung, Personalisierung und Institutionalisierung der Ehe
6.2.3. Die Entwicklung der modernen Gesellschaft
6.2.3.1. Gender
6.2.3.2. Homosexualität
6.2.3.3. Familialismus
7. Religionspädagogische Überlegungen
7.1. Bezüge zum Bildungsplan
7.1.1. Leitperspektiven und Leitgedanken
7.1.2. Kompetenzerwerb
7.1.2.1. Prozessbezogene Kompetenzen
7.1.2.2. Inhaltsbezogene Kompetenzen
7.2. Relevanz für den Unterricht
8. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den dynamischen Wandel des Familienbildes und der Familienstrukturen von der Antike bis zur modernen Gesellschaft zu untersuchen und dabei sowohl historische, rechtliche als auch kirchliche Perspektiven in den Diskurs einzubeziehen.
3.2.3.1. Sexualität
Im Alten Israel gehörte die Sexualität zum alltäglichen Leben dazu, da durch die Bauweise der Häuser keine Intimsphäre möglich war. Die gesamte Familie lebte in einem gemeinsamen Zimmer, wodurch es keinen Rückzugsort für die Eltern gab. Da auch die Nachbarn durch die enge Bebauung Geschehnisse im eigene Haus mit anhören konnten, war Sexualität etwas völlig Alltägliches. Schriften aus der damaligen Zeit zeigen auch, dass von Geschlechtsverkehr und erotischen Verhältnissen offen erzählt wurde. Im Buch Hohelied beschreibt der Autor nämlich nicht, dass der sexuelle Verkehr ausschließlich Fortpflanzung und die Sicherung der Familie als Ziel hat, sondern dass Sexualität etwas Erotisches ist.
„[...] Die Rundungen deiner Schenkel sind wie Geschmeide, ein Werk von Künstlerhänden. Dein Schoss ist eine runde Schale [...]. Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge einer Gazelle. [...] Wie schön du bist und wie anziehend! Liebe, voller Wollust! Dein Wuchs gleicht einer Palme und deine Brüste Trauben. Ich sprach: Ich will die Palme besteigen, will greifen nach ihren Rispen, und deine Brüste sollen sein wie die Trauben des Weinstocks und der Duft deines Atems wie Äpfel, und dein Gaumen wie der köstlichste Wein, sanft rinnt er bei meinen Liebkosungen, benetzt die Lippen der Schlummernden. Ich gehöre meinem Geliebten, und sein Verlangen steht nach mir. Komm, mein Geliebter [...]“ – Hohelied 7, 2-4+7-12
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Wandel des Familienbildes über die Jahrhunderte und umreißt den inhaltlichen Aufbau der Untersuchung.
2. Vom Beginn der Sesshaftigkeit bis hin zur Antike: Dieses Kapitel liefert einen kulturgeschichtlichen Überblick über die Entwicklung familiärer Strukturen von der Altsteinzeit über das Nomadentum bis in die Antike, mit Fokus auf die antiken Nachbarkulturen.
3. Familienstrukturen in der biblischen Tradition: Hier werden die Familienstrukturen in biblischer Zeit beleuchtet, wobei Themen wie Kindheit, eheliche Pflichten, Sexualität und verschiedene Eheformen detailliert untersucht werden.
4. Familie im weiteren Verlauf der (westlichen) Geschichte: Dieses Kapitel analysiert die Transformation der Familie durch die Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, inklusive der Privatisierung der Familie und rechtlicher Entwicklungen.
5. Westliche Moderne: Hier werden aktuelle Trends und Statistiken zum Familienleben in Deutschland, insbesondere unter Berücksichtigung des Familienreports 2017, dargestellt und analysiert.
6. Die kirchliche Sicht in der Moderne: Dieses Kapitel untersucht die Positionen der evangelischen Kirche (EKD) und der katholischen Kirche (Papst Franziskus) zu aktuellen Herausforderungen wie Ehe, Scheidung und Homosexualität.
7. Religionspädagogische Überlegungen: Diese Überlegungen adaptieren die wissenschaftlichen Inhalte der Arbeit auf den Bildungsplan der Sekundarstufe 1 und reflektieren die Eignung für den evangelischen Religionsunterricht.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt, dass trotz stetigen Wandels die Familie als zentrale Institution fortbesteht, sich jedoch ihr Verständnis und ihre Strukturen kontinuierlich erweitern.
Familie, Wandel, Antike, biblische Tradition, Ehe, Sexualität, Kirchengeschichte, Moderne, Familienpolitik, Gleichberechtigung, Religionspädagogik, Bildungsplan, Rollenbilder, Kindheit, Scheidung.
Die Arbeit untersucht den historischen und gesellschaftlichen Wandel des Konzepts „Familie“ von der Antike bis in die moderne Zeit, unter Berücksichtigung christlicher, rechtlicher und sozialwissenschaftlicher Aspekte.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung von Familienstrukturen, der Wandel von Geschlechterrollen, die Sicht der Kirchen auf Ehe und Sexualität, die rechtliche Entwicklung von Ehe und Familie sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die Arbeit untersucht die Leitfrage: Inwieweit hat sich das Familienbild und die Familie an sich mit all ihren Mitgliedern im Laufe der Zeit verändert?
Es handelt sich um eine exegetische, historische und ethische Untersuchung, die durch eine Literaturanalyse von Fachliteratur, kirchlichen Verlautbarungen (z.B. EKD, Amoris laetitia) und staatlichen Berichten gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung antiker und biblischer Familienstrukturen, den Wandel der westlichen Familiengeschichte, eine Analyse aktueller Familienmodelle in der Moderne und die Positionierung der Kirchen zu gegenwärtigen Herausforderungen.
Familie, Wandel, Ehe, Rollenbilder, biblische Tradition, Moderne, Familienpolitik, Gleichberechtigung, Religionspädagogik.
Diese Unterscheidung verdeutlicht den Wandel von der Großfamilie als wirtschaftliche Produktionsgemeinschaft hin zur modernen, emotional orientierten Kleinfamilie oder alternativen Lebensformen.
Während Prostitution im Alten Testament teils als existenzielle Notwendigkeit oder als normales Phänomen (ohne abwertende moralische Einstufung) wahrgenommen wurde, wandelte sich dies im Verlauf der Geschichte zu einer gesellschaftlichen Ächtung.
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