Diplomarbeit, 2007
113 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Einführung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Herangehensweise
1.3 Begrifflichkeiten
2. Entwicklungstendenzen in der Weltwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Welthandelsflotte
2.1 Stellung der Handelsschifffahrt im internationalen Transportsystem
2.2 Einfluss der Welthandelsentwicklung auf das Seeverkehrsvolumen
2.3 Derzeitige Struktur und Entwicklung der Welthandelsflotte
2.4 Zyklische Entwicklung in der weltweiten Handelsschifffahrt
3. Die Marktsituation in der internationalen Containerschifffahrt
3.1 Entwicklungstendenzen auf dem Gebiet der Containerschifffahrt
3.1.1 Nachfrageentwicklung und deren Determinanten
3.1.2 Flottenentwicklung
3.1.3 Charter- und Frachtenmärkte
3.2 Entwicklungen auf dem Gebiet der Neubau- und Secondhand-Märkte
3.2.1 Preisentwicklung im Bereich der Containerschiffsneubauten
3.2.2 Wechselwirkungen mit Secondhand-Märkten
4. Einflussfaktoren auf die Schiffsfinanzierung in Deutschland
4.1 Rechtliche und politische Rahmenbedingungen der Schiffsfinanzierung
4.1.1 Internationale Organisationen und deren Regelwerke
4.1.2 Grundlagen der deutschen Schifffahrtspolitik
4.2 Bedeutung und Entwicklung von Schiffsfonds
4.2.1 Schiffsmarkt und Markt für Beteiligungskapital
4.2.2 Formen der Beteiligung an einem geschlossenen Schiffsfonds
4.2.2.1 Einschiffsgesellschaften
4.2.2.2 Mehrschiffsfonds
4.3 Grundzüge des Schiffsfinanzierungsdarlehens
4.3.1 Schiffshypothekendarlehen
4.3.1.1 Erwerbsfinanzierung als Kernbereich der Schiffsfinanzierung
4.3.1.2 Eigenkapitalvor- und Zwischenfinanzierung
4.3.1.3 Kontokorrentkreditlinie sowie Zins- und Währungsderivate
4.3.1.4 Besicherung von Schiffshypothekendarlehen
4.3.2 Bankseitige Kalkulation einer Schiffserwerbstransaktion
4.3.2.1 Bestandteile der Kalkulation
4.3.2.2 Bankinterne Plausibilitätskontrolle
4.3.2.3 Term Sheet
4.3.3 Kalkulation der Banken
4.3.3.1 Margen bei Schiffshypothekendarlehen
4.3.3.2 Sonstige interne Preiskomponenten sowie externe Kosten
4.4 Schiffsversicherungen
4.5 Risikoparameter in der Schiffsfinanzierung
4.6 Zweitmarkt für geschlossene Schiffsfonds
5. Planung, Finanzierung und Betrieb einer Schiffsbeteiligungsgesellschaft am Beispiel der MS „Pasado“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG
5.1 Containerschiff MS „Pasado“ – Darstellung der Schiffsbeteiligung sowie wesentliche Vertragspartner
5.1.1 Konzeption des Schiffsfonds und rechtliche Rahmenbedingungen
5.1.1.1 Das Schiff und die Bauwerft
5.1.1.2 Die Gesellschafterstruktur der Fondsgesellschaft
5.1.2 Beteiligte Partner und ihre Funktionen
5.1.2.1 Vertragsreeder
5.1.2.2 Charterer
5.1.2.3 Kreditinstitute
5.1.2.4 Emissionshaus und Vertriebspartner
5.1.2.5 Treuhänderin
5.1.2.6 Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte
5.2 Rechtliche Struktur der Fondsgesellschaft
5.2.1 Gesellschaftsvertrag
5.2.2 Treuhandvertrag
5.3 Steuerliche Aspekte der Beteiligung
5.3.1 Steuerliche Grundlagen der Fondsgesellschaft
5.3.1.1 Pauschale Gewinnermittlung nach § 5a EStG (Tonnagesteuer)
5.3.1.2 Steuerbilanz
5.3.1.3 Umsatzsteuer und Gewerbesteuer
5.3.2 Steuerliche Grundlagen für die Gesellschafter
5.3.2.1 Mitunternehmerschaft und Ergebnisverteilung
5.3.2.2 Einkommensteuer
5.3.2.3 Gewerbesteuer und Umsatzsteuer
5.3.2.4 Erbschaft- und Schenkungsteuer
5.4 Planung, Finanzierung und Betrieb des MS „Pasado“ unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
5.4.1 Projektkalkulation als Ausgangspunkt für die Investitionsentscheidung
5.4.1.1 Faktoren für den Erfolg der Investition
5.4.1.2 Tonnagesteuer und Zweitregister
5.4.2 Investitions- und Finanzierungsplan
5.4.2.1 Mittelverwendungsprognose
5.4.2.2 Mittelherkunftsprognose
5.4.3 Langfristige Ergebnisprognose
5.4.3.1 Erläuterungen zur Entwicklung der liquiden Ergebnisse
5.4.3.2 Ermittlung des handelsrechtlichen Ergebnisses
5.4.3.3 Steuerliche Ergebnisrechnung der Fondsgesellschaft
5.4.4 Sensitivitätsanalysen
5.4.4.1 Charterratenentwicklung
5.4.4.2 Veräußerungserlös
5.4.4.3 Fremdkapitalzinsen
5.4.4.4 Schiffsbetriebs- und Werftkosten
5.4.5 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Fondsgesellschaft
5.4.6 Prognose der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2007 / 2008
5.4.7 Berichtswesen
5.4.7.1 Rechnungswesen und Finanzbuchhaltung
5.4.7.2 Controlling und Liquiditätsplanung
5.4.8 Risikomanagement (Zinsen und Währungen)
5.4.8.1 Zinsabsicherung mittels Zinsswap
5.4.8.2 Währungsabsicherung durch Devisentermingeschäfte
5.5 Anlegerseitige Betrachtung der Beteiligung an der Gesellschaft
5.5.1 Grundlagen der Beteiligung aus Anlegersicht
5.5.2 Risiken der Beteiligung für den Anleger
5.5.3 Renditeermittlung aus Anlegersicht
5.5.3.1 Liquiditätsüberschussprognose für den Anleger
5.5.3.2 Renditeberechnung nach der Methode des internen Zinsfußes
6. Ausblick: Alternativen zum deutschen KG-Modell in der internationalen Schiffsfinanzierung
6.1 Singapore Maritime Finance Incentive (Pacific Shipping Trust)
6.2 Schifffahrts-Aktiengesellschaft (Marenave Schiffahrts AG)
6.3 Schiffsfinanzierung über offene Fonds (LF Open Waters OP)
7. Schlussbetrachtung / Fazit
Die Arbeit analysiert die Schiffsfinanzierung in Deutschland, insbesondere die Planung, Finanzierung und den Betrieb von Schiffsbeteiligungsgesellschaften nach dem KG-Modell am praktischen Beispiel der MS „Pasado“. Das primäre Ziel ist es, dem Leser die komplexen Rahmenbedingungen und Prozesse der maritimen Kapitalbeschaffung sowie die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekte einer solchen Investition fundiert näherzubringen.
3.1 Entwicklungstendenzen auf dem Gebiet der Containerschifffahrt
Die Containerschifffahrt bildet seit Jahren jenes Segment der Weltschifffahrt, welches die größte Wachstumsdynamik aufweist. „Der Container beschleunigte sowohl den Warenumschlag aufgrund des reduzierten Arbeitsaufwands als auch die Liegezeiten der Schiffe. Darüber hinaus reduzierte der Container die Transportkosten in Kombination mit Schiene, Straße oder Binnenschifffahrt signifikant.“
In den vergangenen 20 Jahren ist der Welthandel mit rund 6,3% pro Jahr knapp doppelt so schnell gewachsen wie das weltweite Sozialprodukt (3,4% pro Jahr). Im gleichen Zeitraum verzeichnete der weltweite Containerumschlag jährliche Wachstumsraten von rund 10,1%, zuletzt lag das Wachstum im Jahr 2006 bei etwa 11%. Das überproportionale Wachstum des Containerverkehrs und die damit verbundene Effizienzsteigerung im weltweiten Seeverkehr lassen sich wie folgt begründen:
Verkürzung der Hafenliegezeiten durch schnellere Be- und Entladung
Steigerung des Containerisierungsgrades durch Substitution konventioneller Stückgut- und Massengutverkehre (teilweise)
Steigender Anteil Container-affiner Güter im Welthandel
Starkes Wirtschaftswachstum in exportorientierten Ländern
Gute Eignung des Containers zum Einsatz im Rahmen intermodaler Transportketten
Anhaltende Senkung der Kosten den Containertransportes
Es ist davon auszugehen, dass die genannten Vorteile des Containerverkehrs auch in der Zukunft bestehen bleiben, und dieses System seine Anteile in bereits eroberten Märkten halten sowie in regionalen Märkten und in anderen Warenbereichen ausbauen kann. Prognosen sprechen von einer annähernden Verdopplung des Containerumschlags bis zum Jahr 2015, langfristig jedoch ist mit einer Annäherung der Zuwachsraten im Containerverkehr an jene des Welthandels zu rechnen.
1. Einleitung: Erläuterung der Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit mit Fokus auf das deutsche KG-Modell in der maritimen Wirtschaft.
2. Entwicklungstendenzen in der Weltwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Welthandelsflotte: Analyse der Zusammenhänge zwischen Welthandel und globaler Flottenentwicklung unter Berücksichtigung zyklischer Schwankungen.
3. Die Marktsituation in der internationalen Containerschifffahrt: Detaillierte Betrachtung des dynamischen Container-Segments sowie der Entwicklungen auf Neubau- und Secondhand-Märkten.
4. Einflussfaktoren auf die Schiffsfinanzierung in Deutschland: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, der Bedeutung von Schiffsfonds und der technischen Grundlagen der Schiffshypothekendarlehen.
5. Planung, Finanzierung und Betrieb einer Schiffsbeteiligungsgesellschaft am Beispiel der MS „Pasado“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG: Ausführliche Fallstudie zur Strukturierung, Finanzierung, Besteuerung und laufenden Verwaltung einer konkreten Schiffsbeteiligung.
6. Ausblick: Alternativen zum deutschen KG-Modell in der internationalen Schiffsfinanzierung: Vorstellung internationaler Finanzierungsinstrumente wie Trusts, börsennotierte AGs und offene Fondsmodelle.
7. Schlussbetrachtung / Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Attraktivität des deutschen KG-Modells unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Entwicklung und steuerlicher Rahmenbedingungen.
Schiffsfinanzierung, KG-Modell, Containerschifffahrt, Tonnagesteuer, Schiffshypothekendarlehen, Schiffsfonds, MS Pasado, Investitionsentscheidung, Risikomanagement, Zeitcharter, Eigenkapital, Fremdkapital, Seeverkehrswirtschaft, Schifffahrtspolitik, Renditeermittlung
Die Arbeit untersucht die Mechanismen der Schiffsfinanzierung in Deutschland, insbesondere wie Planung, Finanzierung und Betrieb einer Schiffsbeteiligungsgesellschaft nach dem klassischen KG-Modell funktionieren.
Neben der allgemeinen weltwirtschaftlichen Lage und der Marktsituation in der Containerschifffahrt behandelt die Arbeit rechtliche Rahmenbedingungen, steuerliche Aspekte sowie Kalkulationsverfahren für Schiffsfinanzierungen.
Ziel ist es, die Komplexität der Schiffsfinanzierung durch das deutsche KG-Modell am Beispiel des MS „Pasado“ praxisnah zu erläutern und Transparenz über die Abläufe der Kapitalbeschaffung zu schaffen.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturanalyse zu wirtschaftlichen Aspekten der Schifffahrt mit einer detaillierten Fallstudie (MS „Pasado“), die auf realen Daten des Emissionshauses und der beteiligten Reederei basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Vertragspartner, der rechtlichen Struktur, der steuerlichen Grundlagen sowie der Kalkulation von Investitions- und Finanzierungsplänen für das spezifische Beispielobjekt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schiffsfinanzierung, KG-Modell, Tonnagesteuer, Risikomanagement und Renditeermittlung beschreiben.
Das Schiff dient als konkretes Studienobjekt, an dem sämtliche Phasen – von der Konzeption und Finanzierung über die steuerliche Strukturierung bis hin zur laufenden Prognose und dem Risikomanagement – anschaulich demonstriert werden können.
Die Tonnagesteuer führt zu einer Vereinfachung der Besteuerung und sorgt für Planungssicherheit, da sie die Gewinne pauschal nach Schiffsgröße und Betriebstagen besteuert, was die Investition in Schiffe im Vergleich zu anderen Anlageformen ertragsorientierter macht.
Derivate wie Zinsswaps und Devisentermingeschäfte sind essenziell, um die volatilen Zins- und Währungsrisiken (insbesondere US-Dollar-Lastigkeit) abzusichern und so die Liquidität der Fondsgesellschaft langfristig zu sichern.
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