Bachelorarbeit, 2020
32 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
2 Ernährungssystem in Städten
3 Urbane und städtische Landwirtschaft
3.1 Begriffseinführung
3.2 Typologie
3.3 Vorteile und Motive
3.4 Barrieren und Herausforderungen
3.5. Erscheinungsformen
3.5.1 Traditionelle Ausprägungsformen
3.5.2 Moderne Ausprägungsform
3.5.3 Gebäudegebundene Ausprägungsformen
4 Beispielstadt Wien
4.1 Städtische Landwirtschaft in Wien
4.2 Selbstversorgungspotential von Gemüse
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Barrieren der urbanen Landwirtschaft zur Ernährungssicherung in Großstädten, wobei der Fokus auf den Industriestaaten liegt und die Stadt Wien als praxisnahes Beispiel dient. Ziel ist es zu analysieren, wie sich das Ernährungssystem verändert hat, welchen Mehrwert verschiedene urbane Anbaukonzepte bieten und welche Herausforderungen einer erfolgreichen Implementierung im städtischen Raum entgegenstehen.
3.5.3 Gebäudegebundene Ausprägungsformen
Schlechte Bodenqualität, geringe Wasserverfügbarkeit, begrenzte Landressourcen und negative Umweltauswirkungen motivieren Involvierte, auch alternative Methoden der Landwirtschaft zu entwickeln. Um diese Herausforderungen zu umgehen, beziehungsweise zu lindern und nachhaltig(er) zu bewirtschaften, wurden verschiedene Ansätze ausgearbeitet. Als eine dieser visionären Sonderformen gilt die gebäudegebundene, urbane Landwirtschaft, oder auch Zero-acreage farming (ZFarming). Denn nicht nur innerstädtische Frei-, und Grünflächen bieten eine Möglichkeit zur Produktion von Lebensmitteln, sondern auch der vorhandene Gebäudebestand. Dieser weist großes, ungenutztes Potential auf. SPECHT et al. (2014: 35) beschreibt den Begriff ZFarming wie folgt „all types of urban agriculture characterized by the non-use of farmland or open space, thereby differentiating building-related forms”. Die Definition bezieht sich damit auf Dachgärten, Dachgewässer, begrünte Fassaden, als auch auf innovativere Formen, wie beispielsweise die vertikale Landwirtschaft. Obwohl diese Sonderform der urbanen und städtischen Landwirtschaft kontinuierlich mehr Aufmerksamkeit bekommt, handelt sich um ein neues Phänomen und ein sehr junges Forschungsfeld. Das Konzept weist sehr unterschiedliche Ausprägungsformen auf. Ein mögliches Differenzierungsmerkmal ist, die Ansätze zwischen offen (outdoor) und geschlossen (indoor) zu unterscheiden (vgl. SPECHT & SIEBERT 2017: 99).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Abhängigkeit der modernen Gesellschaft von globalen Ernährungssystemen und führt die urbane Landwirtschaft als einen Lösungsansatz zur nachhaltigen und ressourceneffizienten Versorgung von wachsenden Städten ein.
2 Ernährungssystem in Städten: Dieses Kapitel erläutert die komplexe Struktur von Versorgungssystemen und untergliedert diese in fünf Subsysteme, von der Produktion bis hin zum Recycling von Lebensmittelabfällen.
3 Urbane und städtische Landwirtschaft: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Definitionen, Akteuren, Motiven und Barrieren, ergänzt um eine Typologie verschiedener Anbauformen wie Gemeinschaftsgärten, Solidarische Landwirtschaft und vertikale Farmen.
4 Beispielstadt Wien: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Rahmenbedingungen und Projekte zur städtischen Landwirtschaft in Wien und bewertet das lokale Potenzial zur Selbstversorgung mit Gemüse.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die urbane Landwirtschaft zwar eine wichtige Ergänzung darstellt, jedoch eine integrative Planung und ein Umdenken des persönlichen Konsumverhaltens notwendig sind.
Urbane Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Ernährungssystem, Ernährungssicherheit, Wien, Gemeinschaftsgärten, Vertikale Farmen, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Stadtplanung, ZFarming, Lokale Lebensmittel, Agrarstruktureller Entwicklungsplan, Soziale Inklusion, Ernährungspolitik.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den Chancen und Hindernissen der urbanen Landwirtschaft zur Versorgung von Großstädten, wobei die Stadt Wien als konkretes Fallbeispiel dient.
Die Arbeit behandelt den Wandel von Ernährungssystemen, die Typologie verschiedener Anbauformen, ökologische und soziale Vorteile sowie planungsrechtliche Barrieren.
Ziel ist es, den Beitrag urbaner Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit zu bewerten und Strategien aufzuzeigen, wie Städte der Zukunft nachhaltiger gestaltet werden können.
Die Arbeit basiert auf einer ausführlichen Literaturrecherche, der Analyse aktueller stadtplanerischer Instrumente und der Auswertung statistischer Daten zum Selbstversorgungspotenzial.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, klassifiziert urbane Landwirtschaftsformen und untersucht anhand des Beispiels Wien praktische Umsetzungen und Herausforderungen.
Zu den zentralen Begriffen zählen Urbane Landwirtschaft, Ernährungssystem, Nachhaltigkeit, Stadtplanung, Gemeinschaftsgärten und vertikale Landwirtschaft.
Wien wird als Vorzeigestadt hervorgehoben, die durch Instrumente wie den Agstep und eine aktive Förderung eine hohe Dichte an landwirtschaftlicher Fläche innerhalb der Stadtgrenzen aufweist.
Sie werden als visionäre, gebäudegebundene Sonderform („ZFarming“) vorgestellt, die zwar technisches Potenzial bietet, jedoch durch hohe Investitionskosten und Energiebedarf limitiert ist.
Die Studie zeigt, dass der Gemüseverbrauch in Wien gedeckt werden kann, jedoch bei orientierung an ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen eine Unterversorgung bei bestimmten Sorten besteht.
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