Bachelorarbeit, 2019
47 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. ‚Gender Performance‘ nach Judith Butler
3. Das Märchen Sneewittchen der Brüder Grimm als literarische Vorlage
4. Die filmischen Umsetzungen des Märchentextes Sneewittchen
4.1 Disney´s Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge
4.2 Die Komödie Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen
4.3 Der Actionfilm Snow White and the Huntsman
5. Die serielle Umsetzung des Märchens in der ABC-Fernsehserie Once Upon a Time
6. Fazit: Schneewittchen als dynamisch codiertes Frauenbild
Die Arbeit analysiert den Wandel der Geschlechterideale und die Darstellung des biologischen sowie sozialen Geschlechts der Schneewittchenfigur in verschiedenen Märchenadaptionen von der literarischen Vorlage der Brüder Grimm bis hin zu zeitgenössischen Film- und Serienproduktionen, wobei insbesondere die feministische Gender-Theorie von Judith Butler als theoretischer Bezugsrahmen dient.
Die filmischen Umsetzungen des Märchentextes Sneewittchen
Die Brüder Grimm und deren umfangreiche Märchensammlungen werden in den Massenmedien ständig zitiert (Zipes 2015, 165). Ob als Zeichentrickfilm oder Realfilm, Melodrama oder Actionfilm, Spielfilm oder Fernsehserie: Die filmischen Adaptionsmöglichkeiten scheinen nahezu grenzenlos zu sein (Maiwald 2018, 375). Jede dieser Adaptionen ist dabei ein einzigartiges, kulturspezifisches Produkt ihrer Entstehungszeit, welches zeitgenössische Werte und Normen in sich trägt: „Fairy tales are shaped by the time and place they are told […]“ (Lindsay 2016, 121)
Zunächst möchte ich mich mit dem Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge von Disney befassen.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich des Wandels der Geschlechterideale in Schneewittchen-Adaptionen unter Einbezug von Butlers Gender-Theorie.
2. ‚Gender Performance‘ nach Judith Butler: Theoretische Grundlegung über die Konstruktion von sozialem Geschlecht durch wiederholte Handlungen und die Kritik am binären Geschlechtersystem.
3. Das Märchen Sneewittchen der Brüder Grimm als literarische Vorlage: Analyse der Passivität und Objektifizierung der Hauptfigur im 19. Jahrhundert als Abbild patriarchaler Strukturen.
4. Die filmischen Umsetzungen des Märchentextes Sneewittchen: Vergleichende Untersuchung der Disney-Adaption sowie neuerer Filme wie Spieglein Spieglein und Snow White and the Huntsman hinsichtlich ihres Frauenbildes.
5. Die serielle Umsetzung des Märchens in der ABC-Fernsehserie Once Upon a Time: Analyse der komplexen, seriellen Charakterentwicklung der Schneewittchenfigur in der TV-Serie.
6. Fazit: Schneewittchen als dynamisch codiertes Frauenbild: Synthese der Ergebnisse, die den stetigen Wandel sowie das Fortbestehen binärer Geschlechternormen in aktuellen Produktionen aufzeigt.
Schneewittchen, Gender Performance, Judith Butler, Märchenadaption, Geschlechterrollen, Patriarchat, Disney, Emanzipation, Filmwissenschaft, Soziales Geschlecht, Frauenbild, Medienkultur, Snow White, Binarität, Geschlechteridentität.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Darstellung der Schneewittchenfigur und deren Geschlechterrolle von den ursprünglichen Grimm-Märchen bis hin zu modernen filmischen und seriellen Neuinterpretationen gewandelt hat.
Der Fokus liegt auf der Analyse von Geschlechterzuschreibungen, der Emanzipation der Protagonistin und der Frage, inwiefern die Figur heute noch binären Geschlechternormen unterliegt.
Ziel ist es zu ergründen, ob und wie moderne Adaptionen das traditionelle, patriarchale Frauenbild des Märchens durchbrechen oder ob sie trotz Emanzipationsansätzen in stereotypischen Mustern verhaftet bleiben.
Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die primär auf der theoretischen Grundlage der ‚Gender Performance‘ von Judith Butler basiert, um filmische und literarische Darstellungen dekonstruktivistisch zu untersuchen.
Im Hauptteil werden nacheinander die literarische Vorlage, der Disney-Klassiker von 1937, die Realfilme Spieglein Spieglein und Snow White and the Huntsman sowie die Serie Once Upon a Time unter geschlechtertheoretischen Aspekten analysiert.
Zentrale Begriffe sind Gender Performance, Schneewittchen, Emanzipation, Patriarchat, binäre Geschlechterrollen und Medienkultur.
Der Film codiert Geschlechtskonventionen parodistisch um und stellt eine Schneewittchenfigur dar, die sich aktiv zur Heldin entwickelt, was einen stärkeren Bruch mit der ursprünglichen Passivität bedeutet.
Die Serie verleiht der Figur eine wesentlich komplexere und längere Vorgeschichte, wobei die Emanzipationsprozesse durch die serielle Erzählweise immer wieder mit neuen Rückschlägen und Abhängigkeiten konfrontiert werden.
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