Examensarbeit, 2007
56 Seiten, Note: 2,0
1. Anliegen der Arbeit
2. Zukunftsaufgabe Umweltbildung
2.1. Zur Geschichte der Umweltbildung
2.2. Umwelt oder Mitwelt – eine begriffliche Abgrenzung
2.3. Umweltbildung und Umwelterziehung - eine begriffliche Abgrenzung
2.4. Zur Notwendigkeit schulischer Umweltbildung
2.5. Ziele und Prinzipien von Umweltbildung
2.6. Themenbereiche der Umweltbildung nach Ebert
3. Zum Verhältnis zwischen Mensch und Spinne
3.1. Theoretische Grundlagen zur Spinne
3.2. Warum wir Angst vor Spinnen haben?
3.3. Behandlung von Spinnenangst
4. Darstellung der Lernausgangslage der Lerngruppe
4.1. Schulische Rahmenbedingungen
4.2. Allgemeine Lernvoraussetzungen
4.3. Fach- und inhaltsspezifische Lernvoraussetzungen
5. Planung und Durchführung der Unterrichtseinheit
5.1. Aufbau der Unterrichtseinheit
5.2. Didaktisch - methodische Überlegungen zur geplanten Unterrichtseinheit
5.2.1. Analyse der Vorgaben
5.2.2. Didaktisch- methodische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
5.3. Vorstellung der Unterrichtsstunde „Das Radnetz“
5.3.1. Darstellung der Lernausgangslage
5.3.2. Didaktisch-Methodische Konzeption
5.3.3. Gestaltung der Verlaufsstruktur des Lernprozesses
5.3.4. Übersicht über die Verlaufsstruktur
5.3.5. Reflexion der Unterrichtsstunde
5.4. Vorstellung der Unterrichtsstunde „Spinnen wachsen durch Häutung“
5.4.1. Darstellung der Lernausgangslage
5.4.2. Didaktisch-Methodische Konzeption
5.4.3. Gestaltung der Verlaufsstruktur des Lernprozesses
5.4.4. Übersicht über die Verlaufsstruktur
5.4.5. Reflexion der Unterrichtsstunde
6. Gesamtreflexion
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch eine handlungsorientierte Unterrichtseinheit im Sachunterricht negative Einstellungen und Ängste gegenüber Spinnen bei Grundschülern abzubauen und ein grundlegendes Umweltbewusstsein zu fördern.
3.1. Theoretische Grundlagen zur Spinne
Spricht man von Spinnen, meint man im Allgemeinen die so genannten Webspinnen, die oft auch als „echte Spinnen“ bezeichnet werden. Man nimmt an, dass sie bereits vor 400 Millionen Jahren die Erde bevölkerten. Spinnen gehören zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida), welche noch 9 weitere Ordnungen vereinigt. Hierzu gehören unter anderem die Weberknechte, die Milben, die Skorpione, oder die Geißelspinnen.
Mit den Tausendfüßern, Krebsen und Insekten gehören Spinnentiere zum Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda), dem artenreichsten Stamm der Erde.
Echte Spinnen besiedeln nahezu alle Bereiche unseres Planeten. Soweit bisher bekannt, ist der bisher einzige nicht besetzte Lebensraum das Meer. Allgemein lässt sich sagen, dass überall dort, wo sich Beutetiere, in aller Regel Insekten, befinden, Spinnen überleben können. Einige Arten, die eigentlich in wärmeren Gebieten heimisch sind, folgten dem Mensch als Kulturfolger in Wohnhäuser und andere Gebäude. Spinnen ernähren sich von lebenden Tieren und sind somit Jäger. Nur etwa die Hälfte aller Arten benutzt dazu Netze. Alle übrigen sind Jagdspinnen, die ihre Beute mit sehr unterschiedlichen Strategien fangen. Heute kennt man ungefähr 35000 Spinnenarten.
Man geht jedoch davon aus, dass bisher gerade einmal ein Drittel entdeckt wurde. In Deutschland wurden bisher 1000 verschiedene Arten identifiziert. Diese können je nach Typus 0,5 mm bis 12 cm groß werden.
1. Anliegen der Arbeit: Einführung in die Relevanz der Umweltbildung und die pädagogische Bedeutung, Ängste gegenüber unbeliebten Tieren wie Spinnen im Grundschulunterricht abzubauen.
2. Zukunftsaufgabe Umweltbildung: Darstellung der historischen Entwicklung der Umweltbildung und theoretische Begründung für die Notwendigkeit, Kinder für ökologische Zusammenhänge zu sensibilisieren.
3. Zum Verhältnis zwischen Mensch und Spinne: Wissenschaftliche Grundlagen zu Spinnen sowie eine Analyse der Ursachen für die häufig auftretende Arachnophobie und Methoden der verhaltenstherapeutischen Behandlung.
4. Darstellung der Lernausgangslage der Lerngruppe: Beschreibung der Rahmenbedingungen der Klasse 3c und Analyse der anfänglichen Einstellungen und Vorkenntnisse der Schüler in Bezug auf das Thema Spinnen.
5. Planung und Durchführung der Unterrichtseinheit: Konzeptionelle Darstellung der Unterrichtseinheit, einschließlich methodischer Prinzipien wie handlungsorientiertes Lernen und detaillierter Reflexionen zu spezifischen Unterrichtsstunden.
6. Gesamtreflexion: Zusammenfassende Auswertung der Einstellungsänderungen bei den Schülern und Beurteilung des Erfolgs der gewählten pädagogischen Maßnahmen.
Umweltbildung, Sachunterricht, Spinnen, Arachnophobie, Einstellungsänderung, handlungsorientiertes Lernen, Grundschule, Artenkenntnis, Spinnennetze, Häutung, Konfrontationstherapie, Umweltbewusstsein, ökologische Bedeutung, Naturerfahrung, Verhaltensänderung.
Die Arbeit untersucht, wie im Sachunterricht durch gezielte Wissensvermittlung und praktische Erfahrungen mit Spinnen Ängste und negative Einstellungen bei Grundschülern abgebaut und ein verantwortungsvolles Umweltbewusstsein aufgebaut werden kann.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Umweltbildung, die Biologie der Spinnen, die Ursachen und Bewältigung von Spinnenphobien sowie die didaktische Planung und Durchführung einer konkreten Unterrichtsreihe.
Die Untersuchung soll belegen, ob sich die anfänglich negativen Einstellungen und das Vermeidungsverhalten der Kinder durch den Unterricht messbar in eine positive Haltung und ein Interesse an der Natur wandeln lassen.
Der Autor nutzt einen handlungsorientierten Ansatz, kombiniert mit theoretischer Erarbeitung und stufenweiser Konfrontation (z.B. durch Modelle, Abbildungen und echte Spinnenhäute).
Der Hauptteil umfasst neben den theoretischen Grundlagen die Analyse der Lernausgangslage, die konkrete Stundenplanung für das Thema Radnetzbau und Häutung sowie die Reflexion der pädagogischen Praxis.
Wichtige Begriffe sind Umweltbildung, handlungsorientiertes Lernen, Artenkenntnis, Arachnophobie und Verhaltensänderung.
Da die Unterrichtseinheit im Frühling stattfindet, ist die Hauswinkelspinne besonders gut geeignet, da sie das ganze Jahr über in menschlichen Behausungen anzutreffen und somit gut beobachtbar ist.
Viele der ehemals ängstlichen Kinder zeigten am Ende ein deutlich gesteigertes Interesse, konnten Spinnen als nützliche Lebewesen einordnen und waren bereit, diese respektvoll zu behandeln, anstatt sie zu töten.
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