Magisterarbeit, 2006
175 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Erster Teil: Objektbereich der Untersuchung - Problemdefinition jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen
1 Sucht - Formen, Entwicklung und Folgen
1.1 Suchtverursachende Substanzen - Definition, Wirkung und Verbreitung des Konsums der bekanntesten
1.1.1 Gesellschaftlicher Umgang mit suchtverursachenden Stoffen
2 Lebensphase Jugend – Definition und Bedeutung aus Sicht verschiedener Sozialwissenschaften
2.1 Jugendliche als Konsumenten suchtverursachender Substanzen
2.1.1 Ätiologie - Ursachen jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen aus der Sicht unterschiedlicher Sozialwissenschaften
2.1.2 Folgen jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen
3. Fazit Teil I: Problemdefinition jugendlichen Drogenkonsums aus pädagogischer Sicht
Zweiter Teil: Sucht- und Drogenpräventionsarbeit mit Jugendlichen in Deutschland als Antwort auf das Problem des jugendlichen Konsums suchtverursachenden Stoffe
4. Formen der Sucht- und Drogenprävention - Primär-, Sekundär und Tertiärprävention
4.1 Stand der Jugendforschung zum Thema „Suchtprävention“
5 Fazit Teil II: Phänomenologie der Sucht- und Drogenprävention und Stand der qualitativ-verstehenden Jugendforschung als Grundlage des Forschungsinteresses und der Methodik der empirischen Untersuchung
Dritter Teil: Empirische Untersuchung zu Faktoren, die den jugendlichen Drogenkonsum beeinflussen
6 Entwicklung der Untersuchungsinstrumente „leitfadengestütztes Interview“ & „standardisierter Fragebogen“
6.1 Verfahren und Erkenntnisgewinn „standardisierter Fragebogen“
6.1.1 Auswahl der Informanten „standardisierter Fragebogen“
6.1.2 Durchführung der Befragung
6.1.3 Überblick über die Erhebungsstichprobe
6.1.4 Auswertung des Datenmaterials - Deskriptive Daten aus dem Fragebogen
6.2 Verfahren und Erkenntnisgewinn „leitfadengestütztes Interview“
6.2.1 Auswahl der Informanten „leitfadengestütztes Interview“
6.2.2 Durchführung der Interviews
6.2.3 Überblick über die Untersuchungspersonen
6.2.4 Auswertung des Datenmaterials – Die Portraits
6.3 Vor- und Nachteile des Untersuchungsdesigns
7 Ergebnisse der empirischen Untersuchung – Eine Zusammenfassung
8 Ausblick – Im Hinblick auf Soziale Arbeit und im Bezug auf zukünftige Untersuchungen
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die den Drogenkonsum bei Jugendlichen beeinflussen, um auf Basis verstehender Forschung Empfehlungen für eine zielgruppenspezifische Sucht- und Drogenprävention zu entwickeln.
1 Sucht – Formen, Entwicklung und Folgen
Wenn man sich eine/n Süchtige/n vorstellt, denken die meisten Menschen an Schicksale wie Christiane F. aus „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ oder den Obdachlosen, der stadtbekannt ist und jeden Tag in schmutzigen Sachen und einem Beutel voller Bierflaschen seine Runden dreht. Die wenigsten sehen vor ihrem inneren Auge den Familienvater, der am Anfang des Monats sein komplettes Gehalt in den Spielautomaten steckt oder die 12-Jährige, die seit einem Jahr täglich beim Spaziergang mit dem Hund heimlich immer zwei und manchmal auch schon drei Zigaretten, die sie von ihrem Taschengeld am Kiosk nebenan kauft, raucht.
An diesen Beispielen ist bereits zu erkennen, dass Sucht nicht vor Status, nicht vor Alter oder Geschlecht halt macht. „Sucht ist gekennzeichnet durch ein chronisches Ausweichen vor scheinbar unlösbaren Konflikten. Sucht wird heute definiert als ein unabweisbares, starkes Verlangen nach einer Droge (z.B. Heroin, Alkohol, Tabletten) oder einem bestimmten Verhalten (z.B. Spielen, Essen, Arbeiten, Sex) mit dem Ziel, vor dem gegenwärtigen unerwünschten Erlebnis- und Bewusstseinszustand in einen anderen, einen gewünschten zu fliehen. Dieses Ziel kann dauerhaft oder periodisch angestrebt werden. Dem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes ebenso untergeordnet wie die Emotionen. Der willentliche Einfluss auf das Suchtverhalten geht mehr und mehr verloren (Kontrollverlust). Es kommt zur Dosissteigerung („more – effect“). Das Suchtverhalten will immer wieder befriedigt werden (Wiederholungszwang). Der Süchtige kann nicht von seiner Sucht lassen (Abstinenzunfähigkeit) (vgl.: Gross, 1990. In: Lindner und Reiners-Kröncke, 1993). Sucht hat viele Gesichter, verschiedene Ursachen sowie unterschiedliche Folgen. Kellermann (2005) stellt fest, dass der Suchtbegriff immer unschärfer wird und somit Ziele der Therapie und Prävention auf diesem Gebiet wenig erfolgsversprechend seien.
Einleitung: Einführung in die Thematik des jugendlichen Substanzkonsums und Vorstellung der Forschungsabsicht.
Erster Teil: Objektbereich der Untersuchung - Problemdefinition jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen: Theoretische Auseinandersetzung mit Suchtformen, den Ursachen jugendlichen Konsums und den spezifischen Herausforderungen der Lebensphase Jugend.
Zweiter Teil: Sucht- und Drogenpräventionsarbeit mit Jugendlichen in Deutschland als Antwort auf das Problem des jugendlichen Konsums suchtverursachenden Stoffe: Analyse der bestehenden Präventionsansätze und deren Defizite in der aktuellen Praxis.
Dritter Teil: Empirische Untersuchung zu Faktoren, die den jugendlichen Drogenkonsum beeinflussen: Präsentation der methodischen Herangehensweise (Triangulation), Datenauswertung und Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse.
Suchtprävention, Jugendforschung, Drogenkonsum, Lebenswelt, Soziale Arbeit, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention, Triangulation, Jugendalter, Substanzmissbrauch, Sozialisation, Erziehungswissenschaft, Suchtformen, Präventionsangebote
Die Magisterarbeit befasst sich mit dem Konsum suchtverursachender Substanzen bei Jugendlichen und untersucht, wie Präventionsangebote zielgruppengerechter gestaltet werden können.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Sucht, die Bedeutung der Lebensphase Jugend, Formen der Suchtprävention in Deutschland sowie eine empirische Untersuchung des jugendlichen Alltags.
Das Ziel ist es, auf Basis verstehender qualitativer und quantitativer Forschung Faktoren zu identifizieren, die den Drogenkonsum bei Jugendlichen begünstigen oder verhindern, um daraus effektive Vorschläge für die Präventionsarbeit abzuleiten.
Es wird eine Triangulation angewandt, die eine quantitative Datenerhebung mittels standardisiertem Fragebogen mit einer qualitativen Erhebung durch leitfadengestützte Interviews kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Problemdefinition, die Analyse von Präventionsformen (Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention) sowie die Darstellung und Interpretation der empirischen Ergebnisse aus der Befragung.
Suchtprävention, Jugendforschung, Drogenkonsum, Sozialisation, Lebensweltorientierung und Triangulation sind zentrale Begriffe der Studie.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass der Drogenkonsum tief in der alltäglichen Lebenswelt (Familie, Schule, Freizeit, Freunde) verankert ist und als funktional für die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben oder als soziale Praxis (z.B. in der Gruppe) verstanden werden kann.
Die Autorin stellt fest, dass viele bestehende Angebote nicht zielgruppengerecht sind. Sie fordert eine stärkere Einbeziehung von Jugendlichen, eine bessere Kommunikation durch Betroffene oder Experten statt rein abschreckender Maßnahmen und eine engere Einbindung der Eltern.
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