Examensarbeit, 2007
41 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. EINLEITUNG
2. PLANUNG DES PROJEKTS
2.1 Motivationsanstöße
2.1.1 Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
2.1.2 Geschichte im Projekt erlernen
2.2 Bedingungsanalyse
2.2.1 Zu den allgemeinen Bedingungen
2.2.2 Zu den besonderen Bedingungen
2.3 Analyse der Lerngruppe
2.3.1 Die Lerngruppe als Ganzes
2.3.2 Die Lerngruppe im Einzelnen
2.4 Sachanalyse
2.4.1 Sachanalyse zur Geschichte des Nationalsozialismus
2.4.2 Sachanalyse zum Projekt „Nationalsozialismus in HB - Blumenthal“
2.5 Methodisch-didaktischer Kommentar
2.5.1 Methode: Internetrecherche, Fotoquellen und darstellende Texte
2.5.2 Methode: Zeitzeugenbefragung
2.5.3 Methode: Expertenbefragung
2.6 Lernziele
2.6.1 Allgemeine Lernziele (Grobziele):
2.6.2 Gruppenspezifische Lernziele (Feinziele):
2.7 Verlaufsplanung
3. DURCHFÜHRUNG DES PROJEKTS
3.1 Projektskizze
3.2 Projekttagebuch
3.3 Umfrage zum Projekt
4. AUSWERTUNG DES PROJEKTS
4.1 Grundsätzliches
4.2 Reflexion der grundlegenden Merkmale
4.2.1 Motivation, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Relevanz
4.2.2 Produktherstellung
4.2.3 Besonderheiten des Projektunterrichts
4.3 Reflexion der Lernziele und Benotung
5. FAZIT UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Arbeit untersucht, wie Schüler einer 10. Realschulklasse durch einen außerschulischen Projektunterricht motiviert werden können, sich nachhaltig mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust in ihrem eigenen Stadtteil auseinanderzusetzen. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob projektorientiertes Lernen zu einem tieferen und bleibenden Geschichtsbewusstsein führen kann als herkömmlicher Frontalunterricht.
2.4.1 Sachanalyse zur Geschichte des Nationalsozialismus
Bei der Behandlung des Themas „Regionalgeschichtliche Facetten des Nationalsozialismus“ ist man als Geschichtslehrer im 21. Jh. dazu aufgefordert, sich sowohl mit der „ersten“ als auch mit der „zweiten“ Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Die Auseinandersetzung mit der unterschiedlichen Rezeption eines geschichtlichen Themas im Laufe der Jahrhunderte oder Jahrzehnte mag auch für andere Themenbereiche des Geschichtsunterrichts fruchtbar sein, aber sicherlich nicht so unabdingbar wie für den Nationalsozialismus und Holocaust. Denn bei der Beschäftigung mit den seit 1945 auf verschiedene Weisen praktizierten Deutungs-, Darstellungs- und Aufarbeitungsversuchen des NS-Regimes und seiner Opfer wird der Blick des Lehrers auf das bei den SuS bereits vorhandene Vorwissen und die vorgeprägten Interessen an dieser Zeitepoche gelenkt.
Vorgeprägt ist das Interesse der SuS durch den bereits zu diesem Thema erteilten Unterricht, durch mündliche und schriftliche Überlieferungen im weitesten Sinne und vor allen Dingen durch die auditiven und visuellen Medien. Bei meiner Schwerpunktsetzung war es für mich hilfreich, mir zu vergegenwärtigen, wieso der Nationalsozialismus und Holocaust zu einem so facettenreichen, komplexen und politisch besetzten Thema im Verlauf der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geworden ist.. Es ist z.B. sachlich zu analysieren, warum der Film „Holocaust“ gerade 1978 entstand, der Film „Schindlers Liste“ dagegen erst 1993 und welche Umstände 2007 dann den Film „Mein Führer – Die wirklich wahre Wahrheit über Adolf Hitler“ ermöglichten. Ebenso muss der Frage nachgegangen werden, wie der Nationalsozialismus und Holocaust in den weltgeschichtlichen Kontext einzuordnen ist oder wie man dieses Thema mit Migrantenkindern im Schulunterricht bearbeitet.
Dabei ist darauf zu achten, dass die „erste“ und die „zweite“ Geschichte des Nationalsozialismus sowohl aus der Perspektive der Täter und Mitläufer als auch aus der Perspektive der Opfer betrachtet wird. Dazu sollte der Geschichtslehrer sich vor allem in der wissenschaftlichen Aufarbeitung der „zweiten“ Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust auskennen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Geschichtsbewusstseins deutscher Schüler und stellt die Forschungsfrage zur Wirksamkeit eines außerschulischen Projektunterrichts zum Thema Nationalsozialismus.
2. PLANUNG DES PROJEKTS: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe, die Rahmenbedingungen der Schule sowie die didaktischen Überlegungen und Lernziele, die dem Projekt zugrunde liegen.
3. DURCHFÜHRUNG DES PROJEKTS: Hier wird der konkrete zeitliche Ablauf der Projektwoche, inklusive der verschiedenen Arbeitsphasen und Lernorte, detailliert dokumentiert.
4. AUSWERTUNG DES PROJEKTS: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Projektwoche, bewertet die Motivation der Schüler, die Qualität der entstandenen Produkte und zieht Rückschlüsse auf das methodische Vorgehen.
5. FAZIT UND SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das Fazit fasst die Lernerfolge zusammen und bestätigt die Eignung des Projektunterrichts zur Förderung sozialer, methodischer und personaler Kompetenzen im Geschichtskontext.
Nationalsozialismus, Holocaust, Projektunterricht, Geschichtsbewusstsein, Blumenthal, Bunker Valentin, Zeitzeugenbefragung, Migrationshintergrund, historische Identität, Erinnerungskultur, Regionalgeschichte, Schülerwettbewerb, interdisziplinäres Lernen, didaktische Methoden, Stolpersteine.
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert eine einwöchige Projektarbeit zum Thema Nationalsozialismus in einer 10. Realschulklasse.
Im Fokus stehen unter anderem die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Bremen-Blumenthal, Zwangsarbeit, Judenverfolgung sowie Formen der Erinnerung im Stadtteil.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Schüler durch außerschulische Lernorte und aktive Recherche motiviert werden und ob dies ein nachhaltigeres Wissen fördert als der klassische Geschichtsunterricht.
Die Arbeit nutzt Methoden der "Oral History" durch Zeitzeugenbefragungen, Experteninterviews, Archivarbeit sowie die Analyse von Sachüberresten und Medienquellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Planung des Projekts, die methodisch-didaktische Herleitung, die konkrete Durchführung (inkl. Projekttagebuch) sowie eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschichtsbewusstsein, Projektunterricht, Regionale Erinnerungskultur und interkulturelle Identität geprägt.
Die Autorin zeigt, dass Migrantenkinder ein durchaus starkes Interesse am Thema entwickeln können und sich – unabhängig von ihrer eigenen ethnischen Identität – kognitiv und emotional mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen.
Orte wie der Bunker Valentin oder das lokale Dokumentationszentrum ermöglichen eine unmittelbare, haptische und emotionale Auseinandersetzung mit der Geschichte, was die Hemmschwelle zum abstrakten "Schulbuchwissen" senkt.
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