Masterarbeit, 2008
82 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1. Erläuterung der Problemstellung
1.2. Erläuterung des Begriffs Beteiligung
1.3. Erläuterung des Begriffs Beteiligungsmanagement
1.4. Ziel und Gang der Untersuchung
2. Schwachstellenanalyse der bisherigen Beteiligungssteuerung
2.1. Aufbau und Arbeitsfelder des Bezirks Oberbayern
2.2. Beteiligungen des Bezirks Oberbayern
2.3. Anforderungen an ein Beteiligungsmanagement in einer öffentlichen Verwaltung
2.4. Schwachstellen des Bezirks Oberbayern
3. Ausgestaltung des Beteiligungsmanagements beim Bezirk Oberbayern
3.1. Controllinginstrumente
3.1.1. Strategisches Controlling
3.1.2. Operatives Controlling
3.1.3. Berichtswesen
3.2. Organisatorischer Aufbau
3.2.1. Aufbauorganisation
3.2.2. Rechtsform
3.2.3. Mandatsbetreuung
4. Resümee
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Beteiligungsmanagementkonzepts für den Bezirk Oberbayern, um die derzeitigen Kontroll- und Steuerungsdefizite bei kommunalen Beteiligungen abzubauen und eine effiziente Aufgabenerfüllung zu gewährleisten.
1.1. Erläuterung der Problemstellung
Die Bedeutung kommunaler Beteiligungen rückte in den Jahren 2006 und 2007 zweimal in den Mittelpunkt der bundesweiten medialen Berichterstattung. Im Jahr 2006 veräußerte die Landeshauptstadt Dresden die Dresdner Wohnungsbaugesellschaft. Im Jahr darauf verkaufte die Landeshauptstadt Düsseldorf sowohl ihre Mehrheitsanteile an den Stadtwerken, als auch ein umfangreiches Aktienpaket am Energieversorger RWE. Beide Städte konnten durch die Verkäufe ihre Haushalte sanieren und waren danach schuldenfrei. Dadurch wird deutlich, welch umfangreiche Vermögenswerte kommunale Beteiligungen mittlerweile ausmachen.
Ungeachtet der Verkäufe in einzelnen Kommunen nehmen gegenwärtig die kommunalen Privatisierungen in Deutschland zu, weshalb sogar noch von einem Zuwachs der organisatorisch ausgegliederten Vermögenswerte ausgegangen werden kann. Ferner ist eine Reduktion der scharfen Trennung zwischen privatrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Beteiligungen festzustellen. Um diese umfangreichen Vermögenswerte, in Form von Beteiligungen an außerhalb der Verwaltungsorganisation stehenden Institutionen, zielführend einsetzen zu können, benötigen öffentliche Verwaltungen ein integriertes Gesamtkonzept. Je größer und differenzierter die Beteiligungen sind, desto wichtiger ist ein entsprechendes Konzept. Daher stellt sich die Frage wie der Aufbau eines Beteiligungsmanagements in einer öffentlichen Verwaltung ausgestaltet sein kann.
In der vorliegenden Arbeit wird ein Beteiligungsmanagementkonzept für den Bezirk Oberbayern ausgearbeitet. Die bayerischen Bezirke stehen in einem besonderen Spannungsfeld. Einerseits finanzieren sie sich überwiegend über die so genannte Bezirksumlage, die von den Landkreisen und kreisfreien Städten abgeführt wird. Die Bezirke stehen daher immer unter kritischer kommunalpolitischer Beobachtung bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit und Aufgabenerfüllung.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik kommunaler Beteiligungen ein und erläutert das Ziel sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Schwachstellenanalyse der bisherigen Beteiligungssteuerung: Hier werden der Aufbau des Bezirks, die bestehenden Beteiligungen sowie die aktuellen Defizite in der Steuerung kritisch analysiert.
3. Ausgestaltung des Beteiligungsmanagements beim Bezirk Oberbayern: Dieses Kapitel entwickelt ein konkretes Konzept bestehend aus Controllinginstrumenten und einem organisatorischen Aufbau zur Behebung der identifizierten Mängel.
4. Resümee: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst und die Anforderungen an ein zukünftiges Beteiligungsmanagement bewertet.
Beteiligungsmanagement, Bezirk Oberbayern, Kommunalverwaltung, Controlling, Beteiligungssteuerung, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Berichtswesen, Aufbauorganisation, Portfolioanalyse, Szenariotechnik, Wirtschaftlichkeit, Öffentliche Verwaltung, Haushalt, Mandatsbetreuung
Die Arbeit entwickelt ein Beteiligungsmanagementkonzept für den Bezirk Oberbayern, um die Steuerung von kommunalen Beteiligungen zu optimieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Beteiligungsverwaltung, der Beteiligungspolitik und dem Beteiligungscontrolling.
Das Ziel ist die fundierte Konzeption eines ganzheitlichen Beteiligungsmanagements, das Kontroll- und Steuerungsdefizite abbaut.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, Inhaltsanalysen sowie teilstrukturierte Interviews mit Fachpersonal.
Der Hauptteil analysiert bestehende Schwachstellen und erarbeitet Controllinginstrumente sowie eine neue Aufbauorganisation für den Bezirk.
Wichtige Begriffe sind Beteiligungscontrolling, öffentliche Aufgaben, Wirtschaftlichkeit, Portfolioanalyse und Mandatsbetreuung.
Sie dient als Instrument, um Entscheidungen über die Gründung, Ausgestaltung oder Liquidierung von Beteiligungen auf einer objektiven Datengrundlage zu treffen.
Die Aufbauorganisation regelt die Zuständigkeiten und die hierarchische Anbindung des Beteiligungsmanagements, um eine effiziente Aufgabenwahrnehmung zu gewährleisten.
Der Autor empfiehlt die Einrichtung einer Stabsstelle direkt beim Bezirkstagspräsidenten, um den Zugriff der politischen Führung sicherzustellen.
Es dient dazu, Mandatsträgern entscheidungsreife Informationen über die Beteiligungen zeitnah und einheitlich bereitzustellen.
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