Fachbuch, 2008
99 Seiten
1 Einleitung
2 Erscheinungsformen des Mobbing
2.1 Zur Definition des Begriffes Mobbing
2.2 Das Ausmaß des Mobbing
2.3 Mögliche Anlässe des Mobbing
2.3.1 Private Anlässe
2.3.2 Betriebliche Anlässe
2.4 Konflikt als Mobbing- Anlass
2.4.1 Marginalisierung und Stigmatisierung
2.5 Typische Mobbing- Opfer
2.6 Das Phasen-Modell
2.7 Stressbelastung durch Mobbing
2.7.1 Vergewaltigung - Folter – Psychoterror
2.7.2 Verlaufsmodell
2.8 Typische Stress-, Schock, -Belastungs- Krankheit
2.9 Früherkennung
3 Ursachen des Mobbing
3.1 Persönlichkeitstheorien
3.2 Persönliche Belastungen des Mobbing-Opfers
3.3 Arbeitsstrukturelle Gründe für Mobbing
3.4 Betriebliche Ursachen von Mobbing
3.5 Zur Bedeutung der Wirtschaftskrise
3.6 Angestellte spezifisch belastet
3.7 Betriebsklima und Unternehmenskultur
3.8 Mobbing als moderne Erscheinung?
3.8.1 Der autoritätshörige Charakter
3.8.2 Die moderne Gesellschaft
3.8.3 Individualismus und Egoismus
3.8.4 Die pluralistische Gesellschaft
3.8.5 Sehnsucht nach Gemeinschaft
3.8.6 Suche nach Sündenbock
3.8.7 Ablenkung von eigenem Versagen
3.9 Mobbing als bewusste Strategie
3.9.1 Mobbing nach Plan
3.9.2 Wem nützt Mobbing?
3.9.3 Zynismus statt Verantwortung
3.9.4 Anleitung zum Mobbing
3.9.5 Mobbing-Schikane von oben: Bossing
3.9.6 Antigewerkschaftliche Tendenz
4 Interventionsmöglichkeiten bei Mobbing
4.1 Untaugliche Mittel
4.2 Tabletten und Alkohol
4.3 Sinnvolle Maßnahmen gegen Mobbing
4.4 Rückendeckung suchen
4.5 Offene Aussprache fordern
4.6 Personalrat, Betriebsrat, Mobbing-Beauftragter
4.7 Stressabbau durch Sport, Autogenes Training
4.8 Verbesserung des Betriebsklimas und der Unternehmenskultur
4.9 Mobbing-Test
4.10 Kernpunkte einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung zum Thema Mobbing
5 Mobbing in der Schule
6 Mediation als professionelle Beratungsmethode
6.1 Beratungsgespräch
6.2 Das Mediationsverfahren
7 Rechtliche Aspekte
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tiefgreifendes Verständnis für das Phänomen Mobbing im Arbeitsleben und im schulischen Kontext zu entwickeln, Erscheinungsformen sowie Ursachen aufzuzeigen und praxistaugliche Interventionsmöglichkeiten vorzustellen. Dabei wird insbesondere der Rolle von Betriebs- und Personalräten sowie der Methode der Mediation als wirksames Streitschlichterverfahren besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
2.3 Mögliche Anlässe des Mobbing
Dem Beginn des Mobbing liegen Konflikte zugrunde, wie sie sich überall im zwischenmenschlichen Bereich finden. Außerordentlich häufig gibt es organisatorische, betriebliche und wirtschaftliche Hintergründe. Die Anlässe selbst sind allerdings sehr häufig menschlich, allzu menschlich.
Bei der Analyse von Mobbinganlässen kristallisieren sich häufig Neid und Missgunst als Motive und Antriebsmechanismen heraus (KRAUS/KRAUS 1994, Seite 8 f.).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund der Arbeit, der aus einer mehrjährigen Bildungsarbeit mit Betriebs- und Personalräten resultiert, und führt in das methodische Vorgehen sowie die Struktur der Untersuchung ein.
2 Erscheinungsformen des Mobbing: Der Abschnitt definiert den Mobbingbegriff, beschreibt den Prozessverlauf, die psychischen Folgen wie posttraumatische Stressbelastungen und geht auf die Typologie der Opfer ein.
3 Ursachen des Mobbing: Hier werden die Ursachen interdisziplinär beleuchtet, wobei zwischen psychologischen Persönlichkeitstheorien, arbeitsstrukturellen Bedingungen und bewussten betrieblichen Strategien (Bossing) unterschieden wird.
4 Interventionsmöglichkeiten bei Mobbing: Dieses Kapitel stellt Handlungsoptionen vor, von individuellen Schutzmaßnahmen und Stressabbau bis hin zur betrieblichen Vereinbarung und der Rolle von Interessenvertretungen.
5 Mobbing in der Schule: Ein Exkurs, der aufzeigt, dass Mobbing kein reines Arbeitsplatzphänomen ist, sondern in ähnlicher Weise auch das Schulleben belastet, und entsprechende Präventionsansätze skizziert.
6 Mediation als professionelle Beratungsmethode: Dieses Kapitel führt in das Verfahren der Mediation als konstruktive Konfliktlösungsstrategie ein und beschreibt den methodischen Ablauf in fünf Phasen.
7 Rechtliche Aspekte: Der letzte Teil dokumentiert wichtige rechtliche Grundlagen wie Auszüge aus dem BGB, dem Kündigungsschutzgesetz und dem Betriebsverfassungsgesetz, die für die rechtliche Einschätzung von Mobbing relevant sind.
Mobbing, Psychoterror, Arbeitsplatz, Schule, Mediation, Konfliktlösung, Betriebsrat, Stigmatisierung, Bossing, Posttraumatische Stressbelastung, Unternehmenskultur, Arbeitsstruktur, Persönlichkeitstheorien, Interventionsmöglichkeiten, Prävention
Die Arbeit befasst sich umfassend mit der Dynamik von Mobbingprozessen, sowohl am Arbeitsplatz als auch in schulischen Kontexten, und beleuchtet dabei Erscheinungsformen, Ursachen sowie Bewältigungsstrategien.
Zu den Kernbereichen gehören die Definition und Phasen von Mobbing, die Analyse von Ursachen auf verschiedenen Ebenen, die psychischen Auswirkungen auf die Opfer sowie rechtliche und praktische Handlungswege zur Intervention.
Ziel ist es, Betroffene, Betriebsräte und Verantwortliche für das Phänomen zu sensibilisieren und durch eine fundierte Darstellung der Hintergründe sowie die Vorstellung konkreter Interventionsmethoden, wie der Mediation, Wege aus der Mobbing-Falle aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Mobbing-Forschung, der Psychologie, der Pädagogik und der Rechtswissenschaft integriert und durch Fallbeispiele sowie gewerkschaftliche Erfahrungen ergänzt.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Mobbing (Konflikte, systemische Ursachen), die psychische Belastung, das Phasenmodell des Mobbing, betriebliche Strategien wie Bossing und praktische Lösungswege inklusive Mediation und rechtlicher Absicherung.
Mobbing, Psychoterror, Mediation, Konfliktlösung, Interessenvertretung, Unternehmenskultur, Prävention und psychosomatische Folgen sind die zentralen Begriffe der Publikation.
Bossing beschreibt eine spezielle Form des Mobbings, bei der die Schikanen gezielt von oben, also durch Vorgesetzte oder das Management, ausgehen, oft mit der strategischen Absicht, Personalabbau zu betreiben.
Mediation ermöglicht es, Konflikte strukturiert und durch einen neutralen Dritten zu bearbeiten, Interessen beider Seiten zu berücksichtigen und konstruktive, dauerhafte Lösungen zu finden, ohne die Situation durch einseitige Schuldzuweisungen weiter zu eskalieren.
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