Diplomarbeit, 2007
130 Seiten, Note: 1,0
1. Einordnung des Themas in den aktuellen internationalen Rahmen
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Die Prinzipal-Agent-Theorie
2.1.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.2 Agenturprobleme
2.1.3 Die positive Prinzipal-Agent-Theorie
2.2 Corporate Governance
2.2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2.2 Die deutsche Perspektive
2.2.3 Die britische Perspektive
2.3 Die Societas Europaea als neue europäische Rechtsform
2.3.1 Historische Entwicklung
2.3.2 Rechtsgrundlagen
2.3.3 Unternehmensverfassung
2.3.4 Arbeitnehmerbeteiligung
2.3.5 Die niederländische Societas Europaea
3. Analytischer Teil
3.1 Konstruktion des Fallbeispiels
3.1.1 Untersuchte Aspekte der Corporate Governance
3.1.2 Charakterisierung der beteiligten Unternehmen
3.1.3 Konstruktion der Entscheidungssituation
3.1.4 Vorgehen und Analyseraster
3.2 Die Corporate Governance im Fall der Übernahme der Vauxi PLC durch die Zefira AG
3.2.1 Aktionäre und Hauptversammlung
3.2.2 Leitung der Gruppe und Schutz von Minderheiten
3.2.3 Leitungs- und Kontrollorgane
3.2.4 Arbeitnehmerbeteiligung
3.3 Die Corporate Governance im Fall der Übernahme der Zefira AG durch die Vauxi PLC
3.3.1 Aktionäre und Hauptversammlung
3.3.2 Leitung der Gruppe und Schutz von Minderheiten
3.3.3 Leitungs- und Kontrollorgane
3.3.4 Arbeitnehmerbeteiligung
3.4 Die Corporate Governance im Fall der Verschmelzung zur Rapsen SE
3.4.1 Aktionäre und Hauptversammlung
3.4.2 Minderheitenschutz
3.4.3 Dualistische Unternehmensverfassung
3.4.4 Monistische Unternehmensverfassung
3.4.5 Arbeitnehmerbeteiligung
3.5 Beurteilung der Veränderungen der Corporate Governance durch die Societas Europaea
3.5.1 Vorteile
3.5.2 Nachteile
3.5.3 Erkenntnisse und Grenzen der Analyse
4. Konkurrenz durch die Europäische Fusionsrichtlinie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vor- und Nachteile der Corporate Governance einer Societas Europaea (SE) im Vergleich zu nationalen Rechtsformen. Ziel ist es, anhand eines fiktiven Fallbeispiels (der Zusammenschluss der Zefira AG und der Vauxi PLC) aufzuzeigen, wie sich durch die Gründung einer SE die mit der Prinzipal-Agent-Theorie analysierbaren Agenturkosten verändern.
2.1.2 Agenturprobleme
Die Informationsasymmetrie bewirkt, wie erwähnt, im Zusammenhang mit dem opportunistischen Verhalten des Agenten, dass die Erreichung einer first-best-solution nicht möglich ist. Das Handeln des Agenten wird durch das Anreizschema induziert, woraus lediglich second-best-solutions resultieren. Wie bereits erläutert, sieht sich der Prinzipal im Rahmen einer Prinzipal-Agent-Beziehung mit der Tatsache konfrontiert, dass der Agent zuerst seine eigenen Bedürfnisse erfüllt, auch wenn dies den Interessen des Prinzipals entgegenwirken kann.
Veranschaulichen lässt sich dies am Beispiel von Kapitalgesellschaften. Folgt man der Auffassung von WENTGES, so entstehen dem Aktionär einer Kapitalgesellschaft Vertretungskosten, da er die ihm im Rahmen seiner Aktionärsrolle zustehenden Informations- und Kontrollrechte nicht oder nur ungenügend einsetzen kann und die Manager der Kapitalgesellschaft nicht ausschließlich im Interesse der Aktionäre handeln.
1. Einordnung des Themas in den aktuellen internationalen Rahmen: Die Einleitung beleuchtet den globalen Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit für Unternehmen, durch Mergers & Acquisitions auf externe Kooperationsformen zu setzen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament mittels der Prinzipal-Agent-Theorie, Corporate Governance-Konzepten und der Entstehungsgeschichte der Societas Europaea.
3. Analytischer Teil: Der Hauptteil wendet die Theorie auf drei spezifische Szenarien der Unternehmensverbindung an, um die Vor- und Nachteile hinsichtlich der Agenturkosten zu bewerten.
4. Konkurrenz durch die Europäische Fusionsrichtlinie: Das abschließende Kapitel diskutiert die SE im Kontext alternativer Ansätze der europäischen Harmonisierung und bewertet die zukünftige Entwicklung.
Corporate Governance, Societas Europaea, SE, Prinzipal-Agent-Theorie, Agenturkosten, Unternehmensverfassung, Mitbestimmung, Verschmelzung, Minderheitenschutz, Kapitalgesellschaft, Informationsasymmetrie, Rechtsform, AG, PLC, Zusammenführung.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Societas Europaea (SE) auf die Corporate Governance von Unternehmen im Vergleich zu nationalen Rechtsformen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Prinzipal-Agent-Theorie, die Corporate Governance in Deutschland und Großbritannien sowie die rechtlichen Besonderheiten der SE-Gründung.
Es soll untersucht werden, ob die Gründung einer SE fusionswilligen Unternehmen Vor- oder Nachteile in Bezug auf eine agenturkostenminimale Corporate Governance bietet.
Der Autor nutzt die Prinzipal-Agent-Theorie sowie einen rechtsvergleichenden und fallbasierten Ansatz (Fallbeispiel Zefira AG / Vauxi PLC).
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur PA-Theorie und Corporate Governance sowie einen analytischen Teil, der drei Verschmelzungsszenarien detailliert prüft.
Wichtige Begriffe sind Agenturkosten, Informationsasymmetrie, Mitbestimmung, Unternehmensverfassung, Aktionärsrechte und Europäische Aktiengesellschaft.
Die Mitbestimmung wird als agenturkostenverursachender Tatbestand interpretiert, da sie die organisatorische Trennung zwischen Kapital- und Arbeitnehmerseite erschwert.
Das Fallbeispiel illustriert die Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Verschmelzung zwischen einer deutschen AG und einer britischen PLC unter verschiedenen rechtlichen Szenarien.
Der Autor zeichnet ein ambivalentes Bild; die SE bietet zwar Vorteile bei der Vereinfachung der Struktur, wird aber durch nationale Rechtsverweise und die Komplexität der Mitbestimmung in ihrer Effizienz teilweise nivelliert.
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