Bachelorarbeit, 2008
60 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
2 Die Theorie optimaler Währungsräume
2.1 Feste vs. flexible Wechselkurssysteme
2.2 Symmetrische und Asymmetrische Schocks
2.3 Die traditionellen Ansätze
2.3.1 Faktormobilität
2.3.2 Offenheit
2.3.2 Diversifikation
2.4 Der integrative Ansatz: Kosten-Nutzen-Analyse
2.4.1 Kosten einer Währungsunion
2.4.2 Nutzen einer Währungsunion
3 Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
3.1 Die Mitgliedsstaaten der EWWU im Jahr 2008
3.2 Nominale Konvergenz: Die Maastricht-Kriterien und der Stabilitäts- und Wachstumspakt
3.3 Reale Konvergenz: Realwirtschaftliche Strukturen und Lebensstandards
4 Die EU Osterweiterung
4.1 Die MOEL im Fokus der Maastricht-Kriterien
4.2 Die MOEL im Fokus der Theorie optimaler Währungsräume
4.2.1 Asymmetrische Schocks
4.2.2 Faktormobilität
4.2.3 Außenhandel: Offenheit und Diversifikation
4.2.4 Wechselkursregime
4.3 Änderungen des makroökonomischen Entscheidungsrahmens für die Eurozone und die MOEL durch die EU-Osterweiterung
5 Fazit
Diese Arbeit analysiert unter Rückgriff auf die OCA-Theorie, ob die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) einen optimalen Währungsraum mit der bestehenden Eurozone bilden können. Dabei wird untersucht, inwieweit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Euro-Einführung erfüllt sind und welche Auswirkungen dies auf die Eurozone sowie die MOEL selbst hat.
2.1 Feste vs. flexible Wechselkurssysteme
Die OCA-Theorie ist eng verbunden mit der Wahl zwischen den beiden extremsten Formen von Wechselkurssystemen, da je nach Wechselkurssystem die Abschaffung von Zahlungsbilanzungleichgewichten auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfolgt.
In einem System flexibler Wechselkurse erfolgt der Ausgleich durch eine Auf- bzw. Abwertung der Währung und somit kommt es zu einer Verschlechterung bzw. Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit nationaler Waren. Dies führt über die Handelsbilanz zu einem Zahlungsbilanzausgleich. Ein wesentlicher Vorteil flexibler Wechselkurssysteme ist die Aufrechterhaltung einer eigenständigen Geldpolitik und dadurch die Steuerung wirtschaftspolitischer Ziele. Nachteilig wirkt sich dagegen die Unsicherheit von Wechselkursvolatilitäten auf Handelskontrakte aus.
In einem System fester Wechselkurse ist die Zentralbank nur bei auftretenden Zahlungsbilanzungleichgewichten zu Interventionen verpflichtet. Des Weiteren verliert die Zentralbank die Autonomie, durch geeignete geldpolitische Maßnahmen die Erreichung nationaler wirtschaftspolitischer Ziele zu beeinflussen. Der Vorteil eines Festkurssystems besteht in der Disziplinierung der Zentralbank, durch die eine inflationsfördernde Geldpolitik eingeschränkt wird.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Währungsräume, die Bedeutung der OCA-Theorie und die Forschungsfragen im Kontext der EU-Osterweiterung.
2 Die Theorie optimaler Währungsräume: Erörterung der theoretischen Grundlagen zu Wechselkurssystemen, exogenen Schocks und den traditionellen sowie integrativen Ansätzen zur Beurteilung optimaler Währungsräume.
3 Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion: Überblick über die EWU-Mitgliedstaaten sowie detaillierte Erläuterung der nominalen und realen Konvergenzkriterien für eine Euro-Einführung.
4 Die EU Osterweiterung: Analyse der Eignung der MOEL zur Teilnahme an der EWU unter Berücksichtigung der Maastricht-Kriterien und der OCA-Theorie sowie Untersuchung der makroökonomischen Auswirkungen.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung der MOEL als Teil der EWU und Diskussion der Chancen und Risiken einer zukünftigen Erweiterung.
Währungsunion, Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, OCA-Theorie, EU-Osterweiterung, Maastricht-Kriterien, Reale Konvergenz, Nominale Konvergenz, Asymmetrische Schocks, Faktormobilität, Wechselkursregime, Offenheitsgrad, EZB, Balassa-Samuelson-Effekt, Transformationsökonomien.
Die Arbeit untersucht, ob die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) einen optimalen Währungsraum mit der bestehenden Eurozone bilden können.
Die Analyse umfasst die Theorie optimaler Währungsräume (OCA), die Erfüllung nominaler und realer Konvergenzkriterien durch die MOEL sowie die makroökonomischen Konsequenzen einer Integration in die EWU.
Ziel ist es zu klären, unter welchen Bedingungen die MOEL für eine EWU-Teilnahme geeignet sind und ob die zukünftige EWU durch die Erweiterung einen optimalen Währungsraum darstellt.
Es wird eine theoretische Analyse auf Basis der OCA-Theorie durchgeführt, ergänzt durch eine empirische Untersuchung von Konvergenzindikatoren (z.B. Maastricht-Kriterien, Schockkorrelationen) und eine Auswertung relevanter Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Währungsraumbildung, die Darstellung der EWU, die detaillierte Prüfung der Eignung der MOEL nach ökonomischen Kriterien sowie eine Diskussion der Auswirkungen auf den Entscheidungsrahmen der EZB.
Wesentliche Begriffe sind EWU, Konvergenz, OCA-Theorie, EU-Osterweiterung, Asymmetrische Schocks und Geldpolitik.
Der Effekt bewirkt eine erhöhte Inflation in aufholenden Volkswirtschaften durch Produktivitätszuwächse im Sektor handelbarer Güter, was die Erfüllung des Inflationskriteriums erschwert.
Das Rotationsmodell soll die Entscheidungsfähigkeit der EZB in einem erweiterten Euroraum mit vielen Mitgliedstaaten durch ein gestuftes Stimmrechtssystem sicherstellen, da ein "one person, one vote"-Prinzip bei sehr hoher Teilnehmerzahl ineffizient wäre.
Insbesondere die Inflationsrate und die Haushaltsdisziplin stellen aufgrund der laufenden Transformationsprozesse und der notwendigen strukturellen Anpassungen große Hürden für die Einhaltung der fixierten Referenzwerte dar.
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