Bachelorarbeit, 2008
52 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. LOHAS: Lifestyle of Health and Sustainability
2.1 Definition und Werte der LOHAS
2.2 LOHAS-Märkte
2.3 Ausblick: Die Wirtschaft der Zukunft
3. Kritik
3.1 Selbst schuld!
3.2 Nachhaltigkeit aus Egoismus
3.3 Die Gefahr: Der Glaubwürdigkeitsverlust der Bio-Branche
4. Political Consumersim
4.1 Definition „Political Consumerism“
4.2 Analytische Kategorien
4.3 Instrumente des Political Consumerism
4.3.1 Kampagnen
4.3.2 Boykott und Buykott
5. Political Consumerism als effektive Form politischer Partizipation?
5.1 Definition „politische Partizipation“
5.2 Politisierung des Konsums
5.3 Die Verbraucheröffentlichkeit aus Sicht von Beetz
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den „Lifestyle of Health and Sustainability“ (LOHAS) als eine neue Form des politischen Konsums und analysiert dessen Potenzial als Form politischer Partizipation in Deutschland. Die zentrale Forschungsfrage lautet, was der LOHAS-Lebensstil in seiner Eigenschaft als politische Konsumform zur politischen Teilhabe beitragen kann.
2.1 Definition und Werte der LOHAS
Die Abkürzung LOHAS steht für Lifestyle of Health and Sustainability, was einen sich auf Gesundheit und Nachhaltigkeit gründenden Lebensstil meint. Anhänger dieses Trends beschäftigen sich in einem überdurchschnittlichen Maße mit ökologischen und sozialen Themen. Ihre politische Meinung zu diesen Themen, welche von Umweltverschmutzung über den Klimawandel bis hin zu einer Vielzahl von Menschenrechten reichen, drückt sich in ihrem Konsumverhalten aus, mit welchem sie politischen Druck aufbauen, um so die nationale und internationale Wirtschaft zu beeinflussen. Eine enorme Bedeutung spielen dabei die Werte der LOHAS, auf welche sich ihr Handeln gründet. Auf diese werde ich deshalb unten stehend genauer eingehen.
Erstmals dokumentiert findet sich der Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS) unter dem Namen „Cultural Creatives“ in dem gleichnamigen Buch von Paul Ray und Sherry Ruth Anderson aus dem Jahr 2000. Schon im Untertitel des Buches, welches sich ausschließlich auf die Vereinigten Staaten von Amerika bezieht, schwingt die Tragweite des Trends mit: „How 50 million people are changing the world“. Dies bedeutet, dass der LOHAS-Trend knapp ein Viertel der gesamten US-Bevölkerung über 15 Jahre betrifft. Die ebenfalls amerikanische Autorin Patricia Aburdene fasst LOHAS unter dem Begriff der „Values-Driven Consumers“ oder der „Conscious Consumers“ zusammen.
1. Einleitung: Einführung in den LOHAS-Trend und Formulierung der Forschungsfrage zur politischen Partizipation durch Konsum.
2. LOHAS: Lifestyle of Health and Sustainability: Definition des Lebensstils, Vorstellung der Märkte und Analyse zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklungen.
3. Kritik: Erörterung von Vorwürfen wie Egoismus, der Forderung nach Verzicht statt Konsum und der Gefahr von Glaubwürdigkeitsverlusten in der Bio-Branche.
4. Political Consumersim: Theoretische Fundierung des politischen Konsums sowie Erläuterung von Kampagnen, Boykott und Buykott als Instrumente.
5. Political Consumerism als effektive Form politischer Partizipation?: Definition politischer Partizipation und kritische Analyse der Wirksamkeit von Konsum als politischem Ausdrucksmittel.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf das Potenzial von LOHAS für gesellschaftliche Veränderungen.
LOHAS, Lifestyle of Health and Sustainability, Political Consumerism, Politischer Konsum, Politische Partizipation, Nachhaltigkeit, Bio-Branche, Werte-Renaissance, Verbraucheröffentlichkeit, Kampagnen, Boykott, Buykott, Wohlfühl-Ökonomie, Zivilgesellschaft, Ethik.
Die Arbeit untersucht den „Lifestyle of Health and Sustainability“ (LOHAS) und wie dieser moderne Lebensstil als Mittel für politische Partizipation genutzt werden kann.
Die Themen umfassen die Definition von LOHAS, die Auswirkungen auf verschiedene Märkte, die Kritik an diesem Konsummodell sowie die theoretische Verankerung im Bereich des „Political Consumerism“.
Die Arbeit geht der Frage nach, welchen Beitrag der LOHAS-Lebensstil als Form des politischen Konsums zur politischen Partizipation in Deutschland leisten kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalysen sowie der Auswertung bestehender Studien (insbesondere des Zukunftsinstituts und weiterer Fachliteratur) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Trends, eine kritische Auseinandersetzung mit der Motivation der Konsumenten sowie eine fundierte Einordnung des politischen Konsums durch Kampagnen und Partizipationsmodelle nach Beetz und Micheletti.
Wesentliche Begriffe sind LOHAS, politischer Konsum, Partizipation, Nachhaltigkeit, Bio-Branche und Verbraucheröffentlichkeit.
Die Kritik fokussiert sich primär darauf, dass LOHAS oft als reiner Egoismus gewertet wird, der durch Konsum lediglich ein „gutes Gewissen“ erkauft, anstatt grundlegende ökologische Probleme durch Verzicht oder systemische Änderungen zu lösen.
Konventionelle Formen (wie klassische Kampagnen) sind strategisch auf ein Ziel ausgerichtet und zeitlich begrenzt, während die unkonventionelle Form (LOHAS) ein lebensumfassendes, ganzheitliches und langfristiges Konzept der Lebensrealität darstellt.
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