Examensarbeit, 2007
76 Seiten, Note: 1-
1 Graphentheoretische Grundlagen
1.1 Vollständige Graphen
1.2 Bipartite Graphen
1.3 Kantenzug
1.4 Weg
1.5 Pfad
1.6 Kreis
1.7 Grad einer Ecke
1.8 Hamiltongraphen
1.9 Bäume
2 Gerichtete Graphen
2.1 Einführung
2.2 Turniere
3 Netzwerke
3.1 Einführung
3.2 Flüsse und Schnitte
3.3 Der Algorithmus von Ford und Fulkerson
4 Trennende Mengen
4.1 Zerlegungsecken & Eckenzusammenhangszahl
4.2 Brücke & Kantenzusammenhangszahl
4.3 Trennende Ecken- und Kantenmenge
4.4 Der Satz von Menger
5 Anwendungsbeispiele
5.1 Major League Baseball
5.2 Flugplanerstellung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten Einblick in die Graphentheorie mit besonderem Fokus auf die Modellierung von Netzwerken und deren Anwendungen zu vermitteln. Die zentrale Fragestellung konzentriert sich darauf, wie mithilfe des Maximum-Fluss-Minimum-Schnitt-Satzes optimale Lösungen für Transport- und Logistikprobleme gefunden werden können.
2.2 Turniere
Der Begriff Turnier wird für gerichteten Graphen verwendet, da mit ihrer Hilfe Ergebnisse von Wettkämpfen dargestellt werden können. Ein Turnier mit n Ecken ist ein Turnier, in dem jeder der n Spieler gegen jeden der anderen n – 1 Spieler antritt und das Ergebnis stets aus einem Sieg für den einen Spieler und einer Niederlage für den anderen besteht, das heißt es gibt kein Unentschieden. Bei der Modellierung des Graphen symbolisieren die Ecken die Spieler und die Kanten die Ergebnisse. Eine gerichtete Kante von A nach B bedeutet, dass Spieler A gegen Spieler B gewonnen hat. Da jeder Spieler gegen jeden antritt, liegt dem Graphen G ein vollständiger Graph G zugrunde. Abb. 2.2.1 zeigt alle nicht isomorphen Turniere mit höchstens vier Ecken. Die Anzahl der nicht isomorphen Turniere steigt mit der Anzahl der Ecken stark an. Bei genau einer Ecke gibt es nur ein Turnier. Gleiches gilt für zwei Ecken. Bei drei Ecken gibt es zwei Turniere, bei vier Ecken sind es vier und bei fünf Ecken sind es schon zwölf Turniere. CLARK und HOLTON [1994, S. 271] zufolge existieren bei zehn Ecken über neun Millionen solcher nicht isomorphen Turniere.
Graphentheoretische Grundlagen: Dieses Kapitel führt zentrale Begriffe der Graphentheorie ein, darunter verschiedene Graphentypen, Pfade und Kreise, die als Fundament für die weiteren Analysen dienen.
Gerichtete Graphen: Hier wird die Graphentheorie auf gerichtete Kanten erweitert, wobei das Konzept der Turniere als Modell für Wettbewerbsergebnisse im Detail untersucht wird.
Netzwerke: Das Kapitel behandelt den Fluss durch Netzwerke und führt den Maximum-Fluss-Minimum-Schnitt-Satz sowie den Algorithmus von Ford und Fulkerson ein.
Trennende Mengen: Es werden Methoden zur Analyse der Zusammenhangszahlen von Graphen vorgestellt, wobei der Satz von Menger die Verbindung zwischen Pfaden und trennenden Mengen herstellt.
Anwendungsbeispiele: Die theoretischen Erkenntnisse werden abschließend auf die Planung von Baseball-Spielplänen und die Erstellung von Flugplänen in der Logistik angewendet.
Graphentheorie, Netzwerke, Maximum-Fluss-Minimum-Schnitt-Satz, Ford-Fulkerson-Algorithmus, Gerichtete Graphen, Turniere, Satz von Menger, Zerlegungsecken, Kantenzusammenhang, Logistik, Modellierung, Hamiltonpfad, Fluss, Kapazität, Disjunkte Wege.
Die Arbeit bietet eine systematische Einführung in die Graphentheorie und konzentriert sich besonders auf die Anwendung von Netzwerkmodellen zur Lösung praktischer Probleme.
Die zentralen Themen sind Graphenstrukturen, der Fluss in Netzwerken, die mathematische Analyse von trennenden Mengen sowie die Anwendung dieser Theorien in der Logistik.
Das Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Graphentheorie zu erläutern und aufzuzeigen, wie sie genutzt werden können, um Flussprobleme in Netzwerken effizient zu lösen.
Es werden klassische graphentheoretische Beweismethoden verwendet, ergänzt durch die Modellierung mittels Algorithmen wie dem von Ford und Fulkerson.
Der Hauptteil behandelt die mathematische Theorie hinter gerichteten Graphen, die Eigenschaften von Flüssen und Schnitten sowie die Bedeutung von trennenden Mengen für den Zusammenhang von Graphen.
Schlüsselbegriffe sind Netzwerke, Fluss-Schnitt-Sätze, Ford-Fulkerson, Graphentheorie, Menger-Satz und angewandte diskrete Mathematik.
Ein Turnier ist ein gerichteter Graph, bei dem zwischen jedem Paar verschiedener Ecken genau eine gerichtete Kante verläuft, was Ergebnisse von "Jeder gegen Jeden"-Wettkämpfen ohne Unentschieden abbildet.
Der Satz von Menger zeigt die mathematische Äquivalenz zwischen der maximalen Anzahl disjunkter Wege zwischen zwei Knoten und der minimalen Anzahl an Knoten oder Kanten, deren Entfernung die Verbindung zwischen diesen Knoten unterbrechen würde.
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