Forschungsarbeit, 2008
26 Seiten
1. Einleitung
2. Die frühen Biographien der Entdecker
2.1. Rauwolfs frühes Leben
2.2. Kaempfers frühes Leben
2.3. Rückschlüsse
3. Reisen und Auftraggeber
3.1. Rauwolfs Reisen und Auftraggeber
3.1.1. Rauwolfs Reisen
3.1.2. Rauwolfs Auftraggeber
3.2. Kaempfers Reisen und Auftraggeber
3.2.1. Kaempfers Reisen
3.2.2. Kaempfers Auftraggeber
3.3. Rückschlüsse
4. Reiseberichte und „Rückwirkungen“ auf die Heimat
4.1. Berichte und Rückwirkungen von Rauwolfs Reisen
4.2. Berichte und Rückwirkungen von Kaempfer Reisen
4.3. Rückschlüsse
5. Schluss
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Biographien, Reisen, Hintergründe und das jeweilige schriftliche Erbe der Entdeckungsreisenden Leonhard Rauwolf und Engelbert Kaempfer, um die Auswirkungen ihrer Unternehmungen auf das europäische Wissen ihrer jeweiligen Zeit zu beleuchten.
3.1.1. Rauwolfs Reisen
Rauwolf verließ Augsburg zu einer großen Reise in die Levante am 18. Mai 1573. Vorgeschlagen und finanziert wurde die Unternehmung von seinem Schwager Melchior Manlich (der Ältere). Die ersten Stationen der Reise führten Rauwolf über Mailand, Nizza und Cannes nach Marseille, wo sich der Hauptstützpunkt von Manlichs Firma für den Levantehandel befand. Rauwolf wollte von dort aus Handelsmöglichkeiten für seinen Auftraggeber und fremde Heilpflanzen erforschen, zudem sollte er den örtlichen Handelsvertretern der Firma als Arzt zur Verfügung stehen.
Am 30. September 1573 erreichten Rauwolf und seine Begleiter per Schiff Tripolis in Syrien. Hier sammelte Rauwolf erste Exemplare beheimateter Pflanzen und verfasste die ersten Beobachtungen, Pflanzenbeschreibungen und Anmerkungen zu den hiesigen Sitten und Gebräuchen. Weitere längere Aufenthalte folgten in Aleppo, wo Rauwolf sich ein knappes dreiviertel Jahr aufhielt und sich mit der örtlichen Sprache und den Gebräuchen näher vertraut machte, und 1574 nach einer ereignisreichen Fahrt über den Euphrat in Bagdad, wo Rauwolf knapp drei Wochen verweilte, sich der Erforschung der Umgebung widmete und nach möglichen Routen nach Indien Ausschau hielt.
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert das Ziel der Arbeit, die beiden Forschungsreisenden Leonhard Rauwolf und Engelbert Kaempfer gegenüberzustellen und ihre Hinterlassenschaften wissenschaftlich einzuordnen.
2. Die frühen Biographien der Entdecker: Das Kapitel beleuchtet den Werdegang, das Studium und die Motivationen von Rauwolf und Kaempfer vor ihren großen Reisen.
3. Reisen und Auftraggeber: Hier werden die konkreten Reiseverläufe, die jeweiligen Sponsoren und die unterschiedlichen strukturellen Bedingungen der Expeditionen detailliert analysiert.
4. Reiseberichte und „Rückwirkungen“ auf die Heimat: Dieses Kapitel betrachtet die entstandenen Publikationen, deren inhaltliche Schwerpunkte und den Einfluss der Forschungsreisen auf das europäische Wissen.
5. Schluss: Der Schlussteil fasst die Lebenswege zusammen und reflektiert die Bedeutung der Forschungsleistungen beider Reisender aus heutiger Perspektive.
Leonhard Rauwolf, Engelbert Kaempfer, Forschungsreise, Levante, Japan, Botanik, Medizin, Auftraggeber, Reisebericht, Handelsrouten, 16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, Wissenschaftsgeschichte, Orient, Europa.
Die Arbeit analysiert die Leben und die Forschungsreisen von Leonhard Rauwolf und Engelbert Kaempfer, um deren Bedeutung für den Wissenstransfer zwischen den bereisten Regionen und Europa zu untersuchen.
Im Zentrum stehen die biographischen Grundlagen, die Finanzierung und Organisation der Reisen durch Handelsunternehmen oder Höfe sowie der wissenschaftliche Wert der erstellten Reiseberichte.
Das primäre Ziel ist es, Parallelen und Unterschiede zwischen zwei Forschern aus verschiedenen Jahrhunderten aufzuzeigen und die Rückwirkungen ihrer Arbeit auf das heimatliche Europa herauszuarbeiten.
Die Arbeit nutzt den Rückgriff auf die Primärschriften der beiden Reisenden sowie eine umfassende Auswertung der relevanten Forschungsliteratur, um eine komparative historische Analyse durchzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der frühen Biographien, die detaillierte Darstellung der Reisen und deren Auftraggeber sowie eine Analyse der Reiseberichte und deren Wirkung auf die Heimat.
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Entdeckungsgeschichte, Botanik, Medizin, Kulturtransfer, Levantehandel und Asienforschung charakterisieren.
Der Bankrott bedeutete das Ende seines Sponsors und verhinderte, dass Rauwolf seine geplante Reise bis nach Indien vollenden konnte, was seine Forschungsreise vorzeitig beendete.
Während Rauwolf eher „auf eigene Faust“ mit einem begrenzten Handelsauftrag reiste, war Kaempfer in offizielle diplomatische Missionen und in die Strukturen der niederländischen VOC eingebunden.
Kaempfers Aufzeichnungen, insbesondere zu Japan, gelten aufgrund ihrer Systematik und ihres Umfangs als Meilenstein, der das europäische Bild von Asien nachhaltig prägte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

