Diplomarbeit, 2004
96 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Kinderperspektive in der Literatur: Geschichtlicher und erzähltechnischer Hintergrund
2.1. Das europäische Kinderbild: Ein historischer Überblick
2.1.1. Die Begriffe „Kind“ und „Kindheit“ vom Mittelalter bis zur Romantik
2.1.2. Das Kind im zwanzigsten Jahrhundert
2.2. Das amerikanische Kinderbild
2.2.1. Der europäische und der transzendentalistische Einfluss auf das amerikanische Kinderbild
2.2.2. Der amerikanische Kult um den jugendlichen Helden
2.3. Erzähltheoretische Grundlagen
2.3.1. Was versteht man unter „Erzählen“?
2.3.2. Erzählmodus
2.3.3. Erzählform
2.3.4. Erzählperspektive
2.3.5. Erzählverhalten
3. Interpretation des Romans vor dem literaturhistorischen und erzähltheoretischen Hintergrund
3.1. Die Autorin
3.2. Einordnung des Romans in den literaturhistorischen Kontext: Die Besonderheiten der Südstaatenliteratur
3.3. Untersuchung der einzelnen Erzählkategorien im Roman
3.3.1. Erzählmodus
3.3.2. Erzählform
3.3.3. Erzählperspektive
3.3.4. Erzählverhalten
4. Funktionen der Kinderperspektive
4.1. Die Funktionen der Kinderperspektive im Roman
4.2. Allgemeine Funktionen der Kinderperspektive
5. Schlusswort
6. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht erzähltheoretisch die Darstellung der kindlichen Perspektive in Harper Lees Roman "To Kill a Mockingbird" (1960). Ziel ist es, die spezifischen erzählerischen Mittel der kindlichen Sichtweise sowie deren Funktionen und intendierte Wirkungen auf den Leser zu analysieren, wobei der Fokus primär auf der literaturwissenschaftlichen Perspektive liegt.
3.3.1. Erzählmodus
When enough years had gone by to enable us to look back on them, we sometimes discussed the events leading to his [ Jem’s ] accident. I maintain that the Ewells started it all, but Jem, […], said it started long before that. He said it began the summer Dill came to us, when Dill first gave us the idea of making Boo Radley come out. (3)
Durch diesen Abschnitt am Anfang des ersten Kapitels von To Kill a Mockingbird wird deutlich gemacht, dass die Handlung aus einer zeitlichen Distanz heraus erzählt wird. Die Ereignisse, die zu besagtem Unfall geführt haben, liegen für die Erzählerin Jahre zurück, ein Umstand, an den im Laufe des gesamten Romans durch Hinweise wie “then“ oder “that year“ immer wieder erinnert wird. Darüber hinaus hat es den Anschein, als habe der zeitliche Abstand ihr die Möglichkeit gegeben, über die Geschehnisse, von denen sie im folgenden erzählen wird, nachzudenken und sich mit den einzelnen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Obwohl sie selbst Teil der Handlung ist, ist die Erzählerin dadurch nicht mehr direkt in die Ereignisse involviert.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der erzähltheoretischen Untersuchung von Harper Lees Roman und begründet die Wahl des Werkes aufgrund seiner spezifischen Erzählperspektive.
2. Die Kinderperspektive in der Literatur: Geschichtlicher und erzähltechnischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert einen historischen Überblick über das Kindheitsbild in Europa und den USA sowie die theoretischen Grundlagen der Erzählanalyse.
3. Interpretation des Romans vor dem literaturhistorischen und erzähltheoretischen Hintergrund: Hier wird der Roman in den Kontext der Südstaatenliteratur eingeordnet und die Anwendung der zuvor erarbeiteten Erzählkategorien auf das Werk vollzogen.
4. Funktionen der Kinderperspektive: Dieses Kapitel synthetisiert die Analyseergebnisse und erörtert die übergeordneten Funktionen der Kinderperspektive in der erzählenden Literatur.
5. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Erkenntnisse über die literarische Konstruktion von Kindheit und deren Bedeutung für die moderne Literatur zusammen.
6. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Kinderperspektive, Harper Lee, To Kill a Mockingbird, Erzähltheorie, Südstaatenliteratur, Narratologie, Erzählmodus, Erzählform, Erzählperspektive, Erzählverhalten, Kindheitsbild, Literaturwissenschaft, Southern Literary Renascence, Adoleszenzroman, Innensicht
Die Arbeit analysiert die Anwendung und Funktion der kindlichen Erzählperspektive in Harper Lees Klassiker "To Kill a Mockingbird" unter erzähltheoretischen Gesichtspunkten.
Die Untersuchung umfasst die historische Entwicklung des Kindheitsbegriffs, theoretische Konzepte des Erzählens nach Stanzel und Petersen sowie Besonderheiten der amerikanischen Südstaatenliteratur.
Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche erzählerischen Mittel die kindliche Sichtweise konstituieren und welche spezifische Wirkung oder Absicht der Autor mit dieser Wahl verfolgt.
Die Arbeit basiert auf einer erzähltheoretischen Analyse, die Kategorien wie Erzählmodus, Erzählform, Erzählperspektive und Erzählverhalten auf den Roman anwendet.
Im Hauptteil erfolgt die detaillierte Interpretation des Romans, beginnend mit einer biographischen Einordnung der Autorin und einer Analyse der Südstaaten-Kontexte, gefolgt von einer systematischen Untersuchung der Erzählkategorien im Werk.
Wichtige Begriffe sind unter anderem die "Bipolarität" des Ich-Erzählens, die Abgrenzung von Erzähler- und Reflektorfigur sowie der "Perspektivismus der Darstellung".
Die Differenz zwischen dem Ich der erwachsenen Erzählerin und dem kindlichen Ich der Romanfigur ermöglicht den Einsatz von Ironie und einer distanzierten Reflexion, die für die Gesellschaftskritik im Roman zentral ist.
Die Arbeit argumentiert, dass die kindliche Perspektive eine spezifische Form der Auseinandersetzung mit der historisch belasteten Vergangenheit der Südstaaten ermöglicht, ohne zynisch oder rein sarkastisch zu wirken.
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