Diplomarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Derzeitige Metallisierungstechnologie
1.2 CVD-Prozesse zur Metallabscheidung
2 Bewertung neuer Kupferprecursoren
2.1 Anforderungen an die Substanzen
2.2 Neustoffe
2.3 Tris(triethylphosphit)kupfer(I)trifluoracetat (ETTFA)
2.3.1 Charakteristika des Precursors
2.3.2 CVD-Experimente im Versuchsreaktor
2.3.3 Abscheidung in der CVD-Anlage Varian Gartek
2.4 Tris(trimethylphosphit)kupfer(I)trifluoracetat (METFA)
2.4.1 Charakteristika des Precursors
2.4.2 CVD-Experimente im Versuchsreaktor
2.4.3 Abscheidung in der CVD-Anlage Varian Gartek
2.5 Tri(tris(trifluorethyl)phosphit)kupfer(I)trifluoracetat (CFTFA)
2.5.1 Charakteristika des Precursors
2.5.2 CVD-Experimente im Versuchsreaktor
2.5.3 Abscheidung in der CVD-Anlage Varian Gartek
2.6 Zusammenfassende Bewertung; Ausblick
3 CupraSelectTM
3.1 Precursoreigenschaften und Reaktionsmechanismus
3.2 Abscheidung auf einer Kupferkeimschicht
3.3 Abscheidung auf gesputtertem TiN
4 Atomlagenabscheidung (ALD)
4.1 Charakteristika des Verfahrens
4.1.1 Prozessführung
4.1.2 Reaktanden und Schichtbildung
4.1.3 Reaktoren
4.2 Entwicklungstendenzen
4.2.1 Elektrolumineszenzdisplays
4.2.2 Verbindungshalbleiter
4.3 ALD-Prozesse für die Mikroelektronik
4.3.1 Front End of Line
4.3.2 Back End of Line
4.4 Hersteller
5 Zusammenfassung
A Anlagenbeschreibung
A.1 CVD-Versuchsreaktor
A.2 CVD-Anlage Varian Gartek
Die Arbeit bewertet die Eignung neu entwickelter metallorganischer Kupfer-Precursoren (ETTFA, METFA, CFTFA) für die chemische Gasphasenabscheidung (MOCVD) in der mikroelektronischen Metallisierung und vergleicht diese mit dem Industriestandard CupraSelect™.
2.1 Anforderungen an die Substanzen
Um für den Einsatz zur CVD-Metallisierung mikroelektronischer Schaltkreise geeignet zu sein, müssen die Precursoren eine Reihe von Anforderungen erfüllen, die im Folgenden dargestellt werden sollen [16].
Dosierung
Für eine kontrollierte Schichtabscheidung muss die verwendete Quellsubstanz der Reaktionskammer kontrolliert und mit einer definierten Rate zugeführt werden können. Sofern es sich nicht um ein Reaktionsgas handelt, dessen Fluss mit Hilfe eines Massenflussreglers (MFC) gesteuert werden kann, stehen prinzipiell zwei Methoden der Dosierung zur Verfügung.
Eine Anordnung, in der ein Gas, welches man durch eine Flüssigkeit leitet, mit dieser beladen wird, wird als Dampfdrucksättiger oder Bubbler bezeichnet. Mit solch einem System können flüssige Precursoren dosiert werden. Ihren Fluss steuert man über den Gasfluss sowie den Druck des Trägergases. Im Allgemeinen wird das Bubblergefäß hierbei temperiert, um einen genügend hohen Dampfdruck der zu dosierenden Substanz zu gewährleisten.
Eine andere Möglichkeit, die sowohl die Dosierung von Flüssigkeiten als auch gelösten Feststoffen erlaubt, ist ein so genanntes Liquid Delivery System (Flüssigdosiersystem, LDS). Dabei wird der zu dosierende Precursor im flüssigen Zustand bis an eine Düse herantransportiert, in der er fein zerstäubt und mit einem Trägergas vermischt wird. Anschließend wird das Aerosol erhitzt, wodurch sich der Precursordampf im Trägergas löst. Das erhaltene Gasgemisch wird anschließend über beheizte Leitungen der Prozesskammer zugeführt.
1 Einführung: Erläutert die Notwendigkeit des Übergangs zu Kupfer als Leitermaterial in der Halbleitertechnologie sowie die grundlegenden Herausforderungen der Metallisierung und CVD-Prozesse.
2 Bewertung neuer Kupferprecursoren: Detaillierte Untersuchung von ETTFA, METFA und CFTFA hinsichtlich ihrer physikalischen Eigenschaften, thermischen Stabilität und Abscheideresultate in MOCVD-Reaktoren.
3 CupraSelectTM: Analyse des etablierten Precursors als Referenzsubstanz, wobei insbesondere der Reaktionsmechanismus und die Schichtqualität unter optimierten Bedingungen betrachtet werden.
4 Atomlagenabscheidung (ALD): Einführung in die Grundlagen, Reaktoren und Entwicklungstendenzen der ALD mit Fokus auf deren Potenzial für zukünftige mikroelektronische Anwendungen.
5 Zusammenfassung: Abschließende Bewertung der untersuchten Precursoren und Vergleich mit dem Industriestandard; Ausblick auf den Forschungsbedarf zur Optimierung der Abscheideprozesse.
A Anlagenbeschreibung: Detaillierte technische Erläuterung der verwendeten Apparaturen, einschließlich des Versuchsreaktors und der CVD-Anlage Varian Gartek.
CVD, MOCVD, Metallisierung, Kupferprecursoren, Mikroelektronik, Halbleiter, ETTFA, METFA, CFTFA, CupraSelect, Atomlagenabscheidung, ALD, Titannitrid, Schichtwiderstand, Prozessparameter.
Es geht um die Evaluierung neuartiger metallorganischer Kupfer-Verbindungen als potenzielle Precursoren für die chemische Gasphasenabscheidung (CVD) zur Metallisierung in der Mikroelektronik.
Die zentralen Felder umfassen die chemische Charakterisierung der neuen Substanzen, die Untersuchung ihrer Eignung in MOCVD-Anlagen sowie die Analyse der resultierenden Kupferschichten auf Wafern.
Das Ziel ist die Prüfung, ob die neuen Precursoren (ETTFA, METFA, CFTFA) im Vergleich zum etablierten CupraSelect™ konkurrenzfähig sind, um künftige Anforderungen der Mikroelektronik zu erfüllen.
Die Arbeit nutzt unter anderem Thermogravimetrie (TG), Differenzthermoanalyse (DSC), Rasterelektronenmikroskopie (REM), Energiedispersive Röntgenspektrometrie (EDX) sowie spezifische elektrische Widerstandsmessungen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Synthese bzw. den Eigenschaften der drei Kupfer(I)-Trifluoracetate, führt Experimente zur Abscheidung auf unterschiedlichen Substraten durch und diskutiert Probleme wie Agglomeration und Ätzprozesse.
Die wichtigsten Begriffe sind CVD, MOCVD, Metallisierung, Kupferprecursoren, Mikroelektronik, ALD, Schichtwiderstand und Oberflächencharakterisierung.
CupraSelect™ erfüllt die Anforderungen an Reinheit, Abscheiderate und Schichtqualität besser; die Neustoffe zeigen bei den Versuchen oft unerwünschte Agglomerationserscheinungen oder eine zu geringe Wachstumsrate.
Die Zugabe von Wasserstoff kann die Keimdichte erhöhen und bei einigen Substanzen die Abscheidung geschlossener Filme begünstigen, wirkt jedoch bei der Lochbildung auf Barrierematerialien nur begrenzt entgegen.
Neben der geringen Abscheiderate zeigt CFTFA einen aggressiven Angriff auf die Unterlage (TiN/SiO2), was zu unerwünschten Ätzprozessen führt, die den Schichtaufbau behindern.
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