Fachbuch, 2008
102 Seiten
1. Was hinter den Entscheidungen steckt
Die alten Griechen und die „geistigen Übungen“
Entscheidungen: Vernünftig, mutig, unbewusst, demokratisch, hierarchisch
Das Menschenbild hat sich verändert
Taylorismus
Emotionale Intelligenz
Die glücklichen Mitarbeiter
Selbstverwirklichung
Flow im Beruf
Spaß bei der Arbeit
Authentisch kommunizieren
Beispiel: Ich-Botschaften
Einfühlsam kommunizieren - Beispiel
2. Intuition und Entscheidung
Was ist Intuition?
Intuition beruht auf Erfahrungswissen
Das Bauchgefühl: Wie funktioniert es?
Wann können wir unserem Bauch vertrauen?
Faustregeln
Das evolvierte Gehirn
Evolvierte Fähigkeiten
Intuitive Urteile: Ein einziger Grund reicht
Entscheidungen treffen
3. Intuitiv und rational entscheiden
Gefühle nicht ausblenden
Fair und gerecht entscheiden
Faire Bezahlung
Mut
Regeln missachten?
Führen heißt: Mitarbeiter beteiligen
Peter Drucker: Effizient führen
Rationale Entscheidungsmodelle
Rationale Analyse
Balanced Scorecard
SWOT-Analyse
Spieltheorie
Kollektive Entscheidungsfindung
Der Glaube an die Weisheit der Gruppe
Gruppendenken
Entscheidungsprozess
Ablauf Entscheidungsfindung
Die japanische Art zu entscheiden
Verantwortung für Entscheidungen
Überprüfung der Entscheidung
Entscheidungsfehler: Zeichen von Schwäche?
Angst vor Fehlern
Vertrauen schaffen, offen über Fehler reden
Scheitern als sinnvoll betrachten
4. Entscheidungen vermitteln: Die Sprache
Verständlich und präzise formulieren
Wie sollte ein Text formuliert sein?
Sprache ist nicht logisch
Sprachgefühl
Testen Sie ihr Sprachgefühl
Bullshit
Informationen für Entscheidungen
Moden
5. Personalentscheidung: Einstellung
Entscheidungen:
Grundsätze und Regeln
Das Menschenbild des Interviewers
Beispiel: Führungskraft gesucht
Wer wird gesucht?
Übersicht Entscheidungsablauf:
Anforderungen
Aufgaben
Vorauswahl
Interviewvorbereitung
Organisation
Interviewbogen erstellen (Fragenkatalog siehe Anhang)
Gute Gesprächsatmosphäre schaffen
Eignungsbeurteilung
Zusammenfassende Beurteilung
Einstellungsentscheidung
Zusammenfassung: Faustregeln Bewerberauswahl
Anhang: Fragen, Aufgaben und Rollenspiele
6. Personalentscheidung Beförderung
Entscheidungen:
Regeln für Beförderung und finanzielle Belohnung
Zufriedene Mitarbeiter = leistungsstarke Mitarbeiter?
Beispiel Beförderung
Entscheidungsablauf
Kompetenz- und Leistungsprofil
Eignungsbeurteilung
Entscheidung
„Kotzbrocken“ werden nicht befördert
Verbindliche Grundsätze
Entscheidung über Gehaltserhöhungen, Bonus und Prämien
Leistungsschwache Mitarbeiter
ABC-Rating – ein brauchbares Beurteilungsverfahren?
Innere Kündigung
7. Personalentscheidung: Kündigung
Entscheidungen:
Gründe
Beispiel: Verhaltensbedingte Kündigung
Kündigung in der Probezeit
Betriebsbedingte Kündigungsgründe
Soziale Auswahl
Interessenausgleich und Sozialplan
Nachteilsausgleich
Sozialplan
Kündigung oder Aufhebungsvertrag?
Entscheidung übermitteln: Das Kündigungsgespräch
Die Angst der Führungskraft vor dem Kündigungsgespräch
Das Selbstbild
Verantwortung
Wenn es den Chef selbst trifft
Das Kündigungsgespräch mit dem Mitarbeiter
Checkliste zur Gesprächsvorbereitung
Gesprächskonzept
Visualisierung
Beispiel: Gesprächseinstieg
Umgang mit emotionalen Reaktionen
Fehler vermeiden
Es gibt kein Patentrezept
Was man sonst noch falsch machen kann
Positiver Gesprächsabschluss?
Nach der Kündigung: Unterstützung bei der Neuorientierung
Von der Angst der Verbleibenden
Zu guter Letzt: Die wichtigen Entscheidungen im Leben
Das Buch analysiert die psychologischen und methodischen Grundlagen von Personalentscheidungen in modernen Unternehmen. Das zentrale Ziel ist es, Führungskräften aufzuzeigen, wie sie rational fundierte Entscheidungen treffen und gleichzeitig ihre intuitive Kompetenz sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse und Emotionen ihrer Mitarbeiter einsetzen können, um eine gesunde Arbeitskultur zu fördern.
Beispiel: Ich-Botschaften
Ein wichtiges Instrument in der Kommunikationswissenschaft ist die Verbalisierung von Gefühlen mit Ich-Botschaften.
Ein Fall aus dem wirklichen Leben:
Jens Diepholz macht Karriere. Er wurde vor zwei Monaten zum Abteilungsleiter ernannt und hat gerade ein Kommunikations-Seminar besucht. In diesen Seminaren lernen Fach- und Führungskräfte etwas über die Kommunikation in Projektgruppen, Qualitätszirkeln und Mitarbeitergesprächen (Einstellungs-, Beurteilungs- und Kündigungsgespräche).
Beim Mittagessen mit Kollegen in der Kantine erzählt er, dass er jetzt die „Gefühlssprache“ besser beherrsche und sich bei diesem Seminar „voll eingebracht“ habe. „Das sag´ ich jetzt mal so“ ist jetzt einer seiner Lieblingssätze. Sein Kollege Jan Kunze, der die Verkaufsabteilung leitet, hält das alles für ein alten Hut: „Beim Verkaufen kam es immer schon darauf an, die Gefühle der potenziellen Käufer anzusprechen. Und der Kollege vom Einkauf, der mit Diepholz in der Volleyball Mannschaft der Betriebssportgruppe spielt, sagt unverblümt, was er davon hält: Humbug.
D. ist froh, dass er das Gelernte auch gleich in der Praxis anwenden kann. Er hat für morgen früh seine Mitarbeiterin, Frau Krause, zu einem Gespräch eingeladen.
1. Was hinter den Entscheidungen steckt: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Wandel des Menschenbildes und die Bedeutung von emotionaler Intelligenz und Selbstverwirklichung für heutige Führungsprozesse.
2. Intuition und Entscheidung: Hier wird die wissenschaftliche Basis des Bauchgefühls erforscht und aufgezeigt, wie Heuristiken als evolvierte Fähigkeiten in komplexen Situationen zu schnellen und effektiven Entscheidungen führen können.
3. Intuitiv und rational entscheiden: Das Kapitel diskutiert die notwendige Verbindung von Herz und Verstand bei der Personalführung, der Bezahlung und dem Umgang mit Fehlern sowie rationalen Entscheidungsmodellen.
4. Entscheidungen vermitteln: Die Sprache: Es wird analysiert, wie präzise und verständliche Kommunikation die Durchsetzungsfähigkeit von Entscheidungen erhöht und warum "Bullshit" in der Unternehmenssprache schädlich ist.
5. Personalentscheidung: Einstellung: Ein Praxisleitfaden, der den gesamten Auswahlprozess – von den Grundsätzen über das Interview bis zur Eignungsbeurteilung – strukturiert darstellt.
6. Personalentscheidung Beförderung: Dieses Kapitel behandelt die Kriterien für Beförderungen, die Motivation durch finanzielle Belohnung und den Umgang mit leistungsschwachen Mitarbeitern.
7. Personalentscheidung: Kündigung: Ein detaillierter Leitfaden für den sensiblen Prozess der Trennung, der rechtliche Rahmenbedingungen mit psychologischer Kompetenz im Kündigungsgespräch verknüpft.
Personalentscheidung, Intuition, Bauchentscheidung, Führung, Personalauswahl, Emotionale Intelligenz, Kommunikation, Kündigungsgespräch, Mitarbeitermotivation, Rationalität, Fehlerkultur, Führungskultur, Leistungsbeurteilung, Beförderung, Heuristik.
Das Buch befasst sich mit der Kunst, Personalentscheidungen in modernen Unternehmen sowohl rational als auch intuitiv fundiert zu treffen, wobei der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.
Die Themen umfassen die Bedeutung der Intuition, die Kommunikation von Entscheidungen, die Auswahl von neuem Personal sowie den sensiblen Umgang mit Beförderungen und Kündigungen.
Es soll Führungskräften helfen, ihren Führungsstil durch ein besseres Verständnis für das "Bauchgefühl" und soziale Kompetenz zu optimieren, um Personalprozesse menschlicher und effizienter zu gestalten.
Der Autor stützt sich auf Erkenntnisse aus der Hirnforschung und Psychologie, um zu belegen, dass Intuition ein wertvolles, biologisch verankertes Werkzeug darstellt, das nicht im Widerspruch zur Vernunft steht.
Neben theoretischen Grundlagen finden sich konkrete Anleitungen für Bewerberinterviews, der Umgang mit "Kotzbrocken" in Führungspositionen sowie detaillierte Konzepte für Kündigungsgespräche.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie "Bauchentscheidung", "Führungskompetenz", "authentische Kommunikation" und "Fehlerkultur".
Laut Autor liefert die Intuition wertvolle, unbewusste Informationen, die in komplexen Situationen, in denen rationale Daten oft lückenhaft sind, den Ausschlag für den Erfolg geben können.
Der Autor rät dazu, die Fakten klar zu benennen, die Verantwortung zu tragen und dem Mitarbeiter respektvoll zu begegnen, anstatt die Situation durch falsche Hoffnungen zu verharmlosen oder das Gespräch durch Zynismus zu belasten.
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