Diplomarbeit, 2008
109 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 einheitliche Begriffsdefinitionen für die Arbeit
1.1.1 Deutsche Wirtschaft
1.1.2 Strukturwandel und dessen Messung
1.1.3 De-Industrialisierung und Tertiarisierung
1.1.4 Dienstleistung
1.2 Die Relevanz des Themas
1.3 Ziele und Aufbau der Arbeit
2 Strukturwandel der deutschen Wirtschaft
2.1 Gründe für den Strukturwandel
2.1.1 Der Strukturwandel nach Fourastié
2.1.2 Eine kritische Betrachtung der Theorie
2.2 Konjunkturelle Einwirkungen auf den Strukturwandel
2.3 Der Einfluss von Wechselkursen und produktivtätswachstum auf den Strukturwandel
2.4 Problem der statistischen Erfassung
2.5 Steht Deutschland an der Schwelle einer Industrialisierung?
2.6 Der Strukturwandel anderer Staaten
2.6.1 Das vermeintliche britische Erfolgsmodell
2.6.1.1 Die Entwicklung der De-Industrialisierung
2.6.1.2 Fazit
2.6.2 Eine Betrachtung Amerikas Politik der De-Industrialisierung
2.6.2.1 Ursachen und Folgen der Sektorenentwicklung
2.6.2.2 Fazit
3 Untersuchung des Strukturwandels innerhalb der Sektoren
3.1 Gliederung und Unterscheidung verschiedener Dienstleistungen
3.1.1 Die Erfassung unternehmensorientierter Dienstleistungen
3.1.2 Eine Arbeitsdefinition für Unternehmensdienstleister
3.2 Industrie und Dienstleistung in Deutschland
3.2.1 Die Bedeutung der Industrie für die Wirtschaft
3.2.2 Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie
3.3 Die Industrie als Dienstleister
3.4 Produktbegleitende Dienstleistungen
4 Die positive Korrelation von Industrie und Dienstleistung
4.1 Die Verflechtung zwischen Industrie und Dienstleistung
4.1.1 Technologische Koeffizienten der Input-Output-Tabelle
4.1.2 Der Einfluss einer Endnachfrageerhöhung auf die Makrosektoren
4.1.3 Internationaler Einfluss auf die Sektorenverflechtung
4.2 Einfluss von externen Komponenten auf die Outputentwicklung
4.3 Technologieverflechtung zwischen Industrie und Dienstleistungen
5 Strukturwandel der Unternehmen und der Beschäftigung
5.1 Konzerne
5.1.1 IBM
5.1.2 Von der PREUSSAG zur TUI
5.1.3 SIEMENS
5.2 Strukturelle Anpassung im Mittelstand anhand der WEINIG Gruppe
5.3 Die Zukunft der Industriebeschäftigten
6 Schlussbetrachtung
6.1 Welchen Weg wird die Industrie in Zukunft gehen?
6.2 Ausblick auf die EU - Dienstleistungsrichtlinie
6.3 Fazit und ausblick
7 Quellen und Anhang
Die Arbeit untersucht den Strukturwandel der deutschen Wirtschaft und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob der Dienstleistungssektor unterentwickelt ist und welche Auswirkungen dieser Wandel auf Industrie und Beschäftigung hat.
1.1.2 Strukturwandel und dessen Messung
Als „Struktur“ wird im Folgendem die Disaggregation einer volkswirtschaftlichen Gesamtgröße in homogene Teilgrößen, in diesem Fall in Wirtschaftssektoren, bezeichnet. Der Strukturwandel beschreibt den relativen Bedeutungsverlust und Abbau der Produktionskapazitäten eines Sektors im Vergleich zu den anderen. Dieser Wandel vollzog sich von dem extraaktiven Industriesektor, der Land- und Forstwirtschaft, dem Wasser- und Energiebereich sowie dem Bergbau - dem so genannten primären Bereich - zum sekundären Bereich des verarbeitenden Gewerbes sowie des Baugewerbes, und zuletzt vom sekundären in den tertiären Dienstleistungssektor.
Struktureller Wandel kann mikroökonomisch damit erklärt werden, dass jedes Unternehmen seine Faktorallokation so anpasst, dass es sich optimal am Markt behaupten kann. Einflussfaktoren können eine Änderung des Nachfrageverhaltens, gepaart mit einer Veränderung der relativen Preise, sein und bzw. oder auf der Angebotsseite z.B. die Veränderung der Faktorausstattung bzw. technischer Fortschritt.
Die makroökonomische Erklärung sieht den Strukturwandel besonders von dem Konjunkturverlauf beeinflusst. Daraus folgt, dass speziell in konjunkturellen Extremlagen der Strukturwandel besonders stark ausfällt.
1 Einleitung: Definiert die zentralen Begriffe und erläutert die Relevanz des Themas sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Strukturwandel der deutschen Wirtschaft: Analysiert Gründe für den Strukturwandel, konjunkturelle Einflüsse und vergleicht die Entwicklung mit Großbritannien und den USA.
3 Untersuchung des Strukturwandels innerhalb der Sektoren: Differenziert Dienstleistungen und beleuchtet die Rolle der Industrie als Dienstleister sowie produktbegleitende Dienstleistungen.
4 Die positive Korrelation von Industrie und Dienstleistung: Untersucht die Verflechtung der Sektoren mithilfe von Input-Output-Tabellen und belegt eine komplementäre statt substituierende Beziehung.
5 Strukturwandel der Unternehmen und der Beschäftigung: Illustriert Anpassungsprozesse an Beispielen wie IBM, TUI und der WEINIG Gruppe.
6 Schlussbetrachtung: Fasst die Kernergebnisse zusammen und diskutiert die Auswirkungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie.
7 Quellen und Anhang: Bietet das Literaturverzeichnis und zusätzliche Tabellen/Datenanhänge.
Strukturwandel, De-Industrialisierung, Tertiarisierung, Dienstleistungssektor, deutsche Industrie, Input-Output-Tabelle, Bruttowertschöpfung, produktbegleitende Dienstleistungen, Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit, Export, technologische Verflechtung, KMU, Humankapital, Hybridunternehmen.
Die Arbeit befasst sich mit dem Strukturwandel der deutschen Wirtschaft von einer Industriegesellschaft hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft und hinterfragt dabei die Wahrnehmung des Dienstleistungssektors.
Zu den Schwerpunkten zählen die Gründe für den Strukturwandel, die Verflechtung zwischen Industrie und Dienstleistung, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sowie die Bedeutung von produktbegleitenden Dienstleistungen.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob der deutsche Dienstleistungssektor unterentwickelt ist und ob der Rückgang der Industrie tatsächlich eine Gefahr für den wirtschaftlichen Wohlstand darstellt.
Es werden empirische Daten wie Input-Output-Tabellen, sektorale Beschäftigungsstatistiken und Bruttowertschöpfungszahlen analysiert, ergänzt durch eine Literaturanalyse.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Strukturwandels, die sektorale Verflechtung, die Rolle von Dienstleistungen in Industrieunternehmen sowie Fallbeispiele zur Unternehmensanpassung.
Strukturwandel, Tertiarisierung, Industrie, Dienstleistungssektor, Input-Output-Analyse, Wettbewerbsfähigkeit.
Die Arbeit bewertet die deutsche Industrie als weiterhin sehr leistungsfähig, exportstark und als essenzielle Basis für den Erfolg des Dienstleistungssektors.
Sie dienen als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb, verstärken die Kundenbindung und transformieren traditionelle Industrieunternehmen zunehmend in "Hybridunternehmen".
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