Magisterarbeit, 2002
131 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung und Fragestellung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Quellen und Literatur
2. Der Sicherheitsbegriff
2.1 Erste begriffliche Annäherung: Sicherheit
2.2 Veränderter Sicherheitsbegriff nach 1989
2.3 Neuer Sicherheitsbegriff nach dem 11. September 2001?
2.4 Der Sicherheitsbegriff nach Mearsheimer
2.5 Der Sicherheitsbegriff nach Nye
2.6 Der Sicherheitsbegriff nach Czempiel
3. Sicherheit durch Raketenabwehr
3.1 Bedeutung der Sicherheit in der Politik
3.1.1 Sicherheitsinstitutionen im politischen System
3.1.2 Sicherheit durch eine Raketenabwehr
3.1.3 Sicherheit auf diplomatischem Weg: Verträge zur Rüstungsbegrenzung
3.1.4 Strategic Defense Initiative
3.2 Sicherheitspolitische Gründe für den Einsatz von NMD
3.2.1 Sicherheitspolitische Ziele der Regierung
3.2.2 Die Schurkenstaaten-Doktrin
3.2.3 Die Bedrohungsanalyse
3.2.4 Technische Voraussetzungen der Ground Based Midcourse Defense
3.2.5 Weitere Systeme
3.3 Die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September 2001
4. Der Beitrag von NMD zur amerikanischen Sicherheit
4.1 Technische Einsatzfähigkeit
4.1.1 Das Testprogramm
4.1.2 Technische und physikalische Beschränkungen
4.1.3 Militärische Alternativen: Nuklearer Intercept und Boost-Phase-Intercept
4.1.4 Zwischenfazit: Unzureichende Tests und einfache Überlistung
4.2 Bedrohungslage
4.2.1 Anzeichen einer Bedrohung
4.2.2 Einschätzungen der Bedrohung
4.2.3 Gezielter Raketenangriff durch „rogue states“
4.2.3.1 Nordkorea
4.2.3.2 Iran
4.2.3.3 Irak
4.2.4 Zwischenfazit: Geringere Bedrohung und unzureichender Einsatz politischer Mittel
4.2.5 Weitere mögliche Auswirkungen von NMD
4.2.5.1 Russland
4.2.5.2 China
4.2.6 Zwischenfazit: Unterschätzte Gefahren
4.2.7 Sicherheitsbeitrag durch Alternativen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, inwieweit das National Missile Defense (NMD) Programm der Bush-Administration tatsächlich zur Stärkung der amerikanischen Sicherheit beiträgt. Im Zentrum steht dabei die Analyse der technischen Realisierbarkeit sowie der sicherheitspolitischen Rechtfertigung gegenüber realen Bedrohungsszenarien.
3.1.4 Strategic Defense Initiative
What if free people could live secure in the knowledge that their security did not rest upon the threat of instant U.S. retaliation to deter a Soviet attack, that we could intercept and destroy strategic ballistic missiles before they reached our own soil or that of our allies?
Diese Vision, die Präsident Ronald Reagan in seiner Rede am 23. März 1983 entwarf, verdeutlichte das Streben der US-Regierung nach absoluter Sicherheit.
Die Strategic Defense Initiative (SDI) sah die Entwicklung und Stationierung einer Land und Weltraum gestützten Abwehr gegen ballistische Raketen vor. SDI scheiterte jedoch bereits nach wenigen Jahren der Entwicklung auf Grund von technischen und finanziellen Schwierigkeiten:
If the atomic bomb project was the right weapon program at the right time, then SDI can be thought of as a controversial project that was running out of time.
Reagans Nachfolger George Bush setzte mit Global Protection Against Limited Strikes (GPALS) auch auf All-gestützte Systeme, wobei hier erstmals nach Ende des Kalten Krieges nur von einem begrenzten Angriff ausgegangen wurde. Die Programme SDI und GPALS wurden erst von der Clinton-Administration 1993 endgültig eingestellt.
Einige Jahre darauf gelangte das Thema Raketenabwehr jedoch erneut auf die Tagesordnung. Unter dem Druck der republikanischen Mehrheit im Kongress legte Clinton 1996 das so genannte 3+3-Programm vor, das zunächst die Entwicklung und später, falls Anlass dazu besteht, den Einsatz eines NMD-Systems vorsah.
1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung erläutert die Relevanz des NMD-Programms und definiert die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Der Sicherheitsbegriff: Dieses Kapitel erfasst den Begriff der Sicherheit theoretisch und analysiert ihn im Kontext der Außenpolitik von Mearsheimer, Nye und Czempiel.
3. Sicherheit durch Raketenabwehr: Hier wird die historische Entwicklung von Raketenabwehrplänen sowie die politische und technische Logik hinter dem NMD-Programm dargelegt.
4. Der Beitrag von NMD zur amerikanischen Sicherheit: Der Hauptteil der Arbeit untersucht tiefgehend die technische Einsatzfähigkeit sowie die Bedrohungslage und evaluiert den Sicherheitsbeitrag des Programms.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass NMD aufgrund technischer Defizite keinen effektiven Beitrag zur amerikanischen Sicherheit leistet und diplomatischer Alternativen bedarf.
National Missile Defense, NMD, Raketenabwehr, Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, Ground Based Midcourse Defense, Schurkenstaaten, Interkontinentalraketen, Abschreckung, Proliferation, Außenpolitik USA, Terrorismus, ABM-Vertrag, Rumsfeld-Report, Geopolitik.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung und den Sicherheitsnutzen des amerikanischen Raketenabwehrprogramms (NMD) unter der Administration von George W. Bush.
Die Themen umfassen die technische Einsatzfähigkeit der Raketenabwehr, die tatsächliche Bedrohung durch „Schurkenstaaten“ und die Auswirkungen auf die internationale Sicherheitsarchitektur.
Ziel ist es zu belegen, dass NMD technologisch nicht ausgereift ist und keinen effektiven Sicherheitsbeitrag leistet, da diplomatischer Druck effektiver wäre.
Es erfolgt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Primärquellen der US-Regierung, Berichten von Think Tanks und internationaler Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte technische Prüfung des Systems (Testprogramm, Täuschkörper) sowie eine sicherheitspolitische Bedrohungsanalyse.
NMD, Raketenabwehr, Schurkenstaaten, Rüstungskontrolle und die Wirksamkeit von Diplomatie gegenüber militärischer Abschreckung.
Die Arbeit argumentiert, dass die bisherigen Tests unter unrealistischen Bedingungen stattfanden und die Systeme durch einfache Gegenmaßnahmen oder Täuschkörper leicht überlistet werden können.
Obwohl die Regierung NMD nach den Anschlägen forcierte, verdeutlicht die Arbeit, dass das System gegen terroristische Angriffe mit nicht-ballistischen Mitteln keinen Schutz bietet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

