Bachelorarbeit, 2008
52 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Traditionelle Kriterien optimaler Währungsräume
2.1 Das Kriterium der Faktormobilität (Mundell)
2.2 Das Kriterium des Offenheitsgrades (McKinnon)
2.3 Das Kriterium der Produktdiversifikation (Kenen)
2.4 Das Kriterium stabiler realer Wechselkurse (Vaubel)
2.5 Kosten und Nutzen einer Währungsunion
3 Untersuchung Ostasiens im Hinblick auf die Kriterien optimaler Währungsräume
3.1 Faktormobilität
3.2 Integrationsgrad des intraregionalen Handels
3.3 Integrationsgrad der Kapitalströme
3.4 Korrelation von Schocks
3.5 Reale Wechselkurse
4 Ist eine monetäre Währungsintegration in Ostasien wünschenswert?
4.1 Schritte in Richtung einer monetären Währungsintegration in Ostasien
4.2 Barrieren gegen eine monetäre Währungsintegration in Ostasien
4.3 Implikationen aus Europa
5 Rolle Chinas
5.1 Politik Chinas im Hinblick seiner asiatischen Handelspartner
5.2 Handelsbeziehungen zu den Nachbarstaaten
5.3 Yen vs. Yuan als die zukünftige Ankerwährung?
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht die ökonomische Eignung Ostasiens für eine monetäre Währungsintegration unter besonderer Berücksichtigung der Rolle Chinas. Es wird analysiert, inwieweit die Region die traditionellen Kriterien für einen optimalen Währungsraum erfüllt und welche politischen sowie strukturellen Hürden einem solchen Integrationsprozess entgegenstehen.
2.1 Das Kriterium der Faktormobilität (Mundell)
In seinem 1961 erschienenen Beitrag “A Theory of Optimum Currency Areas“ stellt Mundell erstmals explizit ein Konzept zur Abgrenzung optimaler Währungsräume vor und gilt somit als Pionier auf dem Gebiet der Theorie optimaler Währungsräume. Darauf aufbauend erarbeiteten namhafte Wissenschaftler wie McKinnon, Kenen und Vaubel eine Vielzahl von Optimalitätskriterien, um daraus ein entscheidendes Kriterium zur Bestimmung eines optimalen Währungsraumes abzugrenzen.
Für Mundell spielt der Grad der Mobilität der Arbeit eine wesentliche Rolle für die Abgrenzung eines optimalen Währungsraumes. Er führt ein einfaches Zwei-Länder-Modell (Länder A und B) auf und untersucht den Anpassungsmechanismus eines negativen asymmetrischen Nachfrageschocks zwischen diesen Ländern, wobei diese Länder jeweils unabhängige Notenbanken besitzen, die durch feste Wechselkurse miteinander verbunden sind. Des Weiteren geht er von nach unten starren Löhnen und Preisen und einer ausgeglichenen Leistungsbilanz aus. Aufgrund des asymmetrischen Nachfrageschocks wird ein Nachfragerückgang in Land B angenommen, während dies zu einem Nachfrageüberhang in Land A führt. Diese Veränderung der Nachfrage verursacht Arbeitslosigkeit in B und erhöht den inflationären Druck in A (siehe Abb.1, roter Pfeil).
Um die Arbeitslosigkeit in B zu senken wäre eine expansive Geldpolitik beider Länder nötig. Doch damit stiege der Inflationsdruck in A weiter. Die Inflation in A könnte durch eine restriktive Geldpolitik in beiden Ländern reduziert werden, dies würde jedoch in B die Arbeitslosenquote erhöhen. Asymmetrische Schocks lassen sich bei festen Wechselkursen zwischen den Ländern A und B nicht gleichzeitig durch geldpolitische Maßnahmen beseitigen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg der ostasiatischen Volkswirtschaften, die Auswirkungen der Finanzkrise von 1997 und die Motivation für eine regionale monetäre Kooperation.
2 Traditionelle Kriterien optimaler Währungsräume: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen für Währungsräume vor, darunter Faktormobilität, Offenheitsgrad, Produktdiversifikation und reale Wechselkurse.
3 Untersuchung Ostasiens im Hinblick auf die Kriterien optimaler Währungsräume: Hier erfolgt die praktische Anwendung der Theorie auf Ostasien durch eine Analyse von Arbeitsmobilität, Handelsströmen und Kapitalverflechtungen.
4 Ist eine monetäre Währungsintegration in Ostasien wünschenswert?: Das Kapitel diskutiert bisherige Integrationsschritte wie die Chiang Mai Initiative und identifiziert zentrale Barrieren wie das Noodle-Bowl-Syndrome.
5 Rolle Chinas: Es wird die politische und wirtschaftliche Strategie Chinas gegenüber seinen Nachbarn sowie die Debatte um den Yen oder Yuan als zukünftige Ankerwährung analysiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Durchführbarkeit einer Währungsintegration in Ostasien aktuell aufgrund politischer und struktureller Hürden gering ist.
Monetäre Integration, Währungsunion, Ostasien, China, Optimaler Währungsraum, Faktormobilität, Chiang Mai Initiative, Noodle-Bowl-Syndrome, Ankerwährung, Yuan, Yen, Handelsintegration, Direktinvestitionen, Finanzkrise, Regionale Kooperation.
Die Arbeit analysiert die theoretische Eignung der ostasiatischen Region für eine monetäre Währungsintegration und untersucht dabei kritisch die Rolle Chinas sowie die damit verbundenen Herausforderungen.
Im Fokus stehen die Theorie optimaler Währungsräume, die ökonomische Integration Ostasiens, der Vergleich mit europäischen Integrationsprozessen sowie die politische und wirtschaftliche Entwicklung Chinas.
Das Ziel ist es, auf Basis der traditionellen Währungstheorie und aktueller empirischer Daten den Status quo der ostasiatischen Integration zu bewerten und die Durchführbarkeit einer gemeinsamen Währung kritisch zu hinterfragen.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die ökonomische Theorien (u.a. Mundell, McKinnon) mit der Auswertung empirischer Statistiken zu Handelsvolumina, Kapitalströmen und Inflationsraten verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, eine detaillierte Prüfung der Optimalitätskriterien für Ostasien, die Diskussion bestehender Integrationsbarrieren sowie die spezielle Analyse der chinesischen Außenpolitik und Währungsposition.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Optimaler Währungsraum", "Noodle-Bowl-Syndrome", "Chiang Mai Initiative" und die geopolitische Rolle des "Yuan" bestimmt.
Das Phänomen beschreibt ein undurchsichtiges Geflecht bilateraler Freihandelsabkommen, das laut Baldwin die Komplexität und Transaktionskosten massiv erhöht und somit eine effiziente, einheitliche Integration behindert.
China ist zwar die treibende wirtschaftliche Kraft, jedoch stehen einer Führungsrolle interne Probleme (wie Finanzsektorreformen) und politische Rivalitäten mit Japan sowie ein generelles Misstrauen der Nachbarstaaten gegenüber.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

