Wissenschaftliche Studie, 2002
76 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Veränderte Umfeldbedingungen
2.1 Die temporäre Kurzlebigkeit betrieblicher Führungsleitlinien
2.2 Neue Management- Techniken und Managementmodelle
3. Der ökonomische und gesellschaftliche Wandel
3.1 Der ökonomische Wandel
3.2 Das Wissensvolumen
3.3 Der gesellschaftliche Wandel
3.4 Der Weg zum Management
4. Das Management vor dem Umbruch
4.1 Das organisationale Lernen
4.2 Das Wissensmanagement
5. Die Grundlagen des Wissensmanagements
5.1 Die Erarbeitung bindender Grundlagen
5.1.1 Die Zeichen , die Daten, die Informationen, das Wissen
5.1.2 Die Wissensbasis
5.2 Das Wissen
5.2.1 Die Wissensanalyse
5.3 Die möglichen Wissenskombinationen
5.3.1 Die Sozialisation, von implizit zu implizit
5.3.2 Die Externalisierung, von implizit zu explizit
5.3.3 Die Kombination, von explizit zu explizit
5.3.4 Die Internalisierung, von explizit zu implizit
5.4 Die Wissensspirale
5.4.1 Die Intention
5.4.2 Die Autonomie
5.4.3 Die Fluktuation und das kreative Chaos
5.4.4 Die Redundanz
5.4.5 Die notwendige Vielfalt durch Rotation
6. Ein ganzheitliches Wissensmanagement- Konzept
6.1 Die Kernprozesse des Wissensmanagements
6.2 Die Wissensbausteine
6.2.1 Die Wissensziele
6.2.2 Die Wissensidentifikation
6.2.3 Der Wissenserwerb
6.2.4 Die Wissensentwicklung
6.2.5 Die Wissens(ver)teilung
6.2.6 Die Wissensnutzung
6.2.7 Die Wissensbewahrung
6.2.8 Die Wissensbewertung
7. Die Gruppenarbeit
7.1 Die Entstehung von Gruppen
7.2 Die Gruppenbildung durch die Einführung der Prozessorganisation
7.2.1 Das Prozessmanagement
8. Das Lernen im Unternehmen
8.1 Die Lernprozesse
8.2 Die Ebenen des organisationalen Lernens
9. Die Balanced Scorecard
9.1 Bewertung eines angewandten Wissensmanagement- Konzepts
10. Die technische Ausstattung, neue Kommunikationsformen
10.1 Das Intranet
10.2 Das Extranet
10.3 Die innerbetrieblichen Kommunikationsformen
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des Wissensmanagements als ganzheitliches Managementkonzept, um Unternehmen in einem turbulenten Marktumfeld durch die systematische Nutzung von internem und externem Wissen flexibler und zukunftsfähiger zu gestalten. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie Wissensmanagement als integrierendes Konzept dazu beitragen kann, den organisatorischen Wandel zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Die Wissensspirale
Keines der zuvor beschriebenen Wissensschaffungsfelder stellt isoliert betrachtet einen besonders vielversprechenden Schritt zur Erhöhung der Wissensbasis dar. Erst die zielgerichtete Kombination aller Felder (siehe Abb. 1.) ausgehend von der Sozialisation, gefolgt von der Externalisierung, der Kombination, der Internalisierung und der durch sie charakterisierten Wissensumwandlungen hat die Erhöhung der Wissensbasis, die Wissensschaffung zur Folge. Die kontinuierliche Wiederholung dieses Kreislaufs wird als Wissensspirale bezeichnet und stellt den Idealfall der Anwendung des Wissensmanagements in der Lernenden Organisation dar.
Die Qualität der Wissensspirale innerhalb der Unternehmen, ihr zentraler Antrieb, ihre Ausstattung und inhaltliche Ausrichtung als Transporteur und Moderator des Wissens ist von der positiven Grundeinstellung, der Motivation und der Identifikation mit dem System aller, bzw. möglichst vieler Beteiligten abhängig. Zahlreiche Maßnahmen und laufende Soll - Ist Vergleiche, im Idealfall als Selbstkontrolle der Teilnehmer des Systems Wissensspirale, müssen zur Unterstützung eingeführt und etabliert werden.
Einige Maßnahmen bilden den Grundrahmen zur Entstehung der Wissensspirale und müssen von den und durch die Verantwortlichen intensiv initiiert, unterstützt und aktiv gefördert werden, z. B. Intention, Autonomie, Fluktuation und kreatives Chaos, Redundanz.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die globalen Marktveränderungen und leitet die Notwendigkeit ab, Wissensmanagement als ganzheitliches Konzept zu etablieren.
2. Veränderte Umfeldbedingungen: Das Kapitel beschreibt den Wandel in globalen Märkten, die Kurzlebigkeit von Führungsleitlinien und den Aufstieg neuer Managementmodelle.
3. Der ökonomische und gesellschaftliche Wandel: Hier werden die historischen Ursprünge des ökonomischen Wandels, das rapide ansteigende Wissensvolumen und gesellschaftliche Transformationen betrachtet.
4. Das Management vor dem Umbruch: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit organisationalen Lernens als Antwort auf aktuelle Managementdilemmata.
5. Die Grundlagen des Wissensmanagements: Es werden zentrale Begrifflichkeiten, Wissensarten und das Konzept der Wissensspirale detailliert analysiert.
6. Ein ganzheitliches Wissensmanagement- Konzept: Dieses Kapitel stellt die Kernprozesse und Bausteine vor, die ein geschlossenes System für Wissensmanagement bilden.
7. Die Gruppenarbeit: Es wird erörtert, warum kollektive Zusammenarbeit in Gruppen essentiell ist und wie Prozessorganisation dies unterstützt.
8. Das Lernen im Unternehmen: Dieses Kapitel differenziert verschiedene Lernformen und Ebenen, um organisationales Lernen praxisnah zu erklären.
9. Die Balanced Scorecard: Hier wird die Balanced Scorecard als Instrument zur Bewertung und Steuerung des Wissensmanagements vorgestellt.
10. Die technische Ausstattung, neue Kommunikationsformen: Das Kapitel beleuchtet die Rolle von Netzwerken, Intranet, Extranet und Communities of Practice bei der Umsetzung von Wissensmanagement.
11. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst den hohen Nutzwert eines ganzheitlichen Wissensmanagements für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen zusammen.
Wissensmanagement, Organisationslernen, Wissensspirale, Wissensbasis, Wissensbausteine, Prozessorganisation, Gruppenarbeit, Balanced Scorecard, Wissenserwerb, Wissensteilung, Informationstechnik, Wissensentwicklung, Unternehmenskultur, Wissensbewertung, Wissensnutzung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung eines ganzheitlichen Wissensmanagements in Unternehmen, um den Herausforderungen eines dynamischen, globalen Marktes zu begegnen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Wissen, die Rolle der Unternehmensorganisation, der Prozess des organisationalen Lernens sowie technische Unterstützungsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wissensmanagement als integrierendes Konzept bestehende Unternehmensprobleme lösen und die Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Wissensschaffung und -nutzung steigern kann.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender Managementkonzepte, die in Bezug auf Wissensmanagement verknüpft und auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht werden.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen (Wissensarten, Spirale), die ganzheitliche Konzeption des Wissensmanagements (Prozesse und Bausteine), organisatorische Aspekte wie Gruppenarbeit sowie Bewertungsmodelle wie die Balanced Scorecard.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Wissensmanagement, Wissensspirale, organisationales Lernen, Prozessorganisation und Balanced Scorecard beschreiben.
Das kreative Chaos kann von der Unternehmensleitung genutzt werden, um bestehende Routinen aufzubrechen und Raum für innovative Lösungsansätze zu schaffen, anstatt an veralteten Strukturen festzuhalten.
Die Wissensbasis dient als das kollektive Gedächtnis des Unternehmens, das aus Erfahrungen, erworbenem Wissen und Dokumentationen besteht und als Fundament für zukünftige Entscheidungen und Lernprozesse fungiert.
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