Bachelorarbeit, 2020
123 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Ende einer Ehe
2.1.1 Gespräch mit dem Kind
2.1.2 Vier Phasen einer Trennung
2.1.3 Situation nach der Trennung
2.2 Sorgerecht und Umgangsrecht
2.2.1 Sorgerecht
2.2.2 Umgangsrecht
2.3 Umgangsmodelle nach der Trennung
2.3.1 Familien-WG
2.3.2 Besuchsmodell
2.3.3 Residenzmodell
2.3.4 Wechselmodell
2.3.5 Nestmodell
2.3.6 „Free Access“
3 Auswirkungen der elterlichen Trennung auf das Kind
3.1 Abhängigkeit von dem Trennungsverlauf
3.1.1 Finanzielle Situation
3.1.2 Fremdbetreuung
3.1.3 Wohnortwechsel
3.1.4 Trauerndes Elternteil
3.1.5 Neue Partnerschaft
3.2 Allgemeine Trennungsauswirkungen und Reaktionen
3.2.1 Vor der Geburt
3.2.2 Kinder unter drei Jahren
3.2.3 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren
3.2.4 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren
3.2.5 Kinder in der Pubertät (12 – 18 Jahre)
3.3 Genderspezifische Reaktionen
3.3.1 Verhalten der Jungen
3.3.2 Verhalten der Mädchen
3.4 Rolle der Geschwister
3.5 Langfristige Folgen
3.5.1 Kontaktverlust zum Vater
3.5.2 Kontaktverlust zur Mutter
3.5.3 Parental Alienation Syndrom (PAS)
4 Zwischenfazit
5 Soziale Arbeit im Kontext von Scheidungskinderen
5.1 Elementarbereich
5.1.1 Experteninterviews
5.1.1.1 Durchführung
5.1.1.2 Methodische Vorgehensweise bei der Auswertung
5.1.1.3 Interpretation und Einordnung der Ergebnisse
5.1.2 Zusammenfassung der Erkenntnisse
5.2 Gruppensettings für Trennungs- und Scheidungskinder
5.2.1 Organisation und Rahmenbedingungen
5.2.2 Ablauf und Inhalte
5.3 Interventionsprogramme für Eltern
5.3.1 Gemeinsame Beratung
5.3.2 Einzelberatung
5.3.3 Einbezug der Kinder
5.3.3.1 Indirekter Einbezug
5.3.3.2 Direkter Einbezug
5.4 Mediation
5.5 Präventionsprogramm zur Konfliktvermeidung
5.6 Zusammenarbeit mit anderen Professionen
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen elterlicher Trennungen auf Kinder sowie die daraus resultierenden neuen Herausforderungen und Handlungsfelder für die Soziale Arbeit. Basierend auf theoretischen Grundlagen und einer empirischen Untersuchung von Fachkräften wird analysiert, wie pädagogische Einrichtungen Kinder und Eltern in dieser belastenden Lebensphase unterstützen können.
2.1.2 Vier Phasen einer Trennung
Eine Trennung verläuft in der Regel in mehreren Phasen, deren Dauer sehr individuell ist (vgl. Lütkehaus & Matthäus 2018: S. 23 ff.). Häufig durchläuft ein Elternteil die einzelnen Phasen schneller als der andere. Im Folgenden werden die vier Phasen nach Lütkehaus und Matthäus vorgestellt (ebd.). Andere Quellen betiteln die Phasen auch anders (vgl. Staub 2018b: S. 28), inhaltlich entsprechen sie aber ebenso diesem Verlauf:
1. Phase „Verdrängung“: In dieser Phase möchte zumindest das verlassene Elternteil die Trennung nicht wahrhaben, viele fühlen sich wie betäubt oder machtlos.
2. Phase „Trauer“: Diese Phase setzt ein, wenn die Trennung akzeptiert wurde. Meist leidet auch hier das verlassene Elternteil stärker und zieht sich zurück.
3. Phase „Wut“: Diese Phase, in der die Wut bewusst erlebt und ausgedrückt wird, ist für die psychische Gesundheit sehr wichtig.
4. Phase „Akzeptanz“: In der letzten Phase wird die Trennung akzeptiert und neue Familienstrukturen nehmen Gestalt an.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel der Familienstruktur und formuliert die Leitfrage nach den Auswirkungen der elterlichen Trennung auf Kinder und die daraus resultierenden Aufgaben der Sozialen Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen und psychologischen Rahmenbedingungen von Trennungsprozessen, einschließlich Umgangsmodellen und Sorgerechtsfragen.
3 Auswirkungen der elterlichen Trennung auf das Kind: Hier werden die kurz- und langfristigen Folgen für Kinder dargestellt, differenziert nach Altersstufen, Geschlecht und weiteren Einflussfaktoren wie dem Trennungsverlauf.
4 Zwischenfazit: Das Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit adäquater Präventionsprogramme durch pädagogische Fachkräfte.
5 Soziale Arbeit im Kontext von Scheidungskinderen: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse der empirischen Studie, analysiert die Situation in Kindertageseinrichtungen und diskutiert Interventionsmöglichkeiten.
6 Fazit: Das Fazit resümiert die Studienergebnisse und unterstreicht den hohen Handlungsbedarf in der Sozialen Arbeit sowie die Bedeutung einer verbesserten fachlichen Qualifikation im Bereich der Trennungsberatung.
Scheidungskinder, elterliche Trennung, Soziale Arbeit, Kindeswohl, Bindungstheorie, Umgangsmodelle, Elternarbeit, Loyalitätskonflikt, Interventionsprogramme, Elementarbereich, Mediation, pädagogische Fachkräfte, psychische Belastung, Familienstrukturen, Beratungskonzepte.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen, die eine elterliche Trennung oder Scheidung auf betroffene Kinder hat, und welche Rolle die Soziale Arbeit dabei spielt, diese Kinder und ihre Eltern in der neuen Lebenssituation zu begleiten.
Die Schwerpunkte liegen auf den psychologischen Reaktionen von Kindern, den rechtlichen Aspekten von Sorge- und Umgangsrecht, verschiedenen Umgangsmodellen sowie den praktischen Unterstützungsangeboten für Familien in Kindertagesstätten.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage: „Welche Auswirkungen hat die elterliche Trennung auf die Kinder und welche Aufgaben entstehen daraus für die Soziale Arbeit?“
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Studie, die eine Online-Befragung von 401 Fachkräften und qualitative Experteninterviews mit sechs Einrichtungsleitungen umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Auswirkungen auf Kinder (nach Altersgruppen und Geschlecht) sowie eine praxisorientierte Untersuchung der Bewältigungs- und Interventionsstrategien im Bereich der Sozialen Arbeit.
Zentrale Begriffe sind Scheidungskinder, elterliche Trennung, Kindeswohl, Loyalitätskonflikt, pädagogische Fachkräfte, Soziale Arbeit und Interventionsprogramme.
Die Studie zeigt, dass das Thema in der Praxis allgegenwärtig ist, die Fachkräfte sich jedoch oft unzureichend ausgebildet fühlen, um die komplexen Anforderungen der Elternarbeit und die Unterstützung der Kinder adäquat zu bewältigen.
Das Wechselmodell wird diskutiert, da es eine zunehmend praktizierte Form der Betreuung ist, die hohe Anforderungen an die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der getrennten Eltern stellt, um das Kindeswohl zu sichern.
Die Elternarbeit ist laut der Arbeit zentral, um Konflikte zu minimieren, die Informationsweitergabe zu sichern und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse des Kindes im Fokus bleiben, anstatt das Kind als "Übermittler" oder "Druckmittel" zu nutzen.
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