Diplomarbeit, 2008
72 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2 Interaktive Preismechanismen als Untermenge der dynamischen Preismechanismen
2.1 Preisdifferenzierung durch Einführung dynamischer Preismechanismen
2.2 Interaktive Preismechanismen
2.2.1 Klassifikation interaktiver Preismechanismen
2.2.2 Ziele, Chancen und Herausforderungen des Einsatzes interaktiver Preismechanismen
3 Name Your Own Price-Verfahren
3.1 Das NYOP-Verfahren in Abgrenzung zu klassischen Auktionen
3.2 Gestaltung des NYOP-Verfahrens
3.2.1 Grundlegende Überlegungen zur Gestaltung des NYOP-Verfahrens
3.2.2 Festlegung der Preisschwelle
3.2.3 Festlegung des Preiserhebungsformaten
3.2.4 Festlegung der einfachen oder mehrfach möglichen Gebotsabgabe
3.2.5 Festlegung kostenbasierter, zeitbasierter und stochastischer Restriktionen
3.2.5.1 Kostenbasierte Restriktionen
3.2.5.2 Zeitbasierte Restriktionen
3.2.5.3 Stochastische Restriktionen
3.2.5.4 Schlussfolgerungen hinsichtlich des Einsatzes kostenbasierter, zeitbasierter und stochastischer Restriktionen
3.2.6 Weitere Entscheidungsvariablen bei der Gestaltung des NYOP-Verfahrens
3.3 Bewertung des NYOP-Verfahrens
4 Anwendung von NYOP-Verfahren in der Praxis
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erfolgsfaktoren von "Name Your Own Price"-Strategien (NYOP) im Internet. Das primäre Ziel besteht darin, die verschiedenen Gestaltungsformen des NYOP-Verfahrens durch verkäuferseitige Designvariablen zu systematisieren und Empfehlungen für eine gewinnmaximierende Implementierung dieses Mechanismus zu erarbeiten.
3.1 Das NYOP-Verfahren in Abgrenzung zu klassischen Auktionen
(1) Darstellung des NYOP-Verfahrens Beim NYOP-Verfahren lassen sich die beiden Grundformen der einmaligen und mehrfachen Gebotsabgabe unterscheiden. Im Falle der einmaligen Gebotsabgabe hat der Käufer lediglich ein einziges Mal die Möglichkeit, für ein bestimmtes Produkt zu bieten. Bei nicht erfolgreichem Gebot ist ein erneutes Gebot für dieses Produkt für einen längeren Zeitraum nicht möglich. Im Falle der mehrfach möglichen Gebotsabgabe kann der Käufer nach Benachrichtigung eines nicht erfolgreichen Gebots erneut für das Produkt bieten. Der Entscheidungsprozess des Käufers und Verkäufers wiederholt sich dementsprechend so lange, bis entweder eine Transaktion zustande kommt oder der Käufer den Bietprozess abbricht.
Bei mehrfach möglicher Gebotsabgabe könnte der Käufer versuchen, die geheime Preisschwelle des Verkäufers durch schrittweise Erhöhung seines erfolglosen Gebotes um minimale Beträge exakt zu treffen, um das Produkt dadurch möglichst günstig zu erhalten.
Der Käufer hat allerdings bei jeder Gebotsabgabe verschiedene Bietkosten in sein Kalkül einzubeziehen. Bietkosten ergeben sich aus der Summe aller Such- und Strafkosten bei der Abgabe eines Gebotes. Dabei erwachsen die Suchkosten unabhängig vom Erfolg des Gebotes aus dem mentalen Aufwand zur Bestimmung eines Preises sowie der Zeitdauer bis zu einer möglichen Gebotsabgabe. Der Verkäufer hat die Möglichkeit, diese Suchkosten beispielsweise durch eine explizite Beeinflussung dieser Zeitdauer zu modifizieren. Strafkosten, die nur im Falle eines erfolgreichen Gebots fällig sind, entstehen beispielsweise durch die verkäuferseitige Erhebung von Gebühren auf zusätzliche Gebotsabgaben. Dadurch kann der Verkäufer die Attraktivität der schrittweisen Gebotserhöhung der Käufer zusätzlich reduzieren.
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in das individuelle Pricing und die Bedeutung von Internet-basierten Preismechanismen zur Abschöpfung von Konsumentenrente.
2 Interaktive Preismechanismen als Untermenge der dynamischen Preismechanismen: Definition dynamischer und interaktiver Preismechanismen sowie Darstellung der Voraussetzungen und Ziele von Preisdifferenzierung.
3 Name Your Own Price-Verfahren: Detaillierte Analyse des NYOP-Verfahrens, dessen Gestaltung durch Designvariablen sowie die Abgrenzung zu klassischen Auktionen.
4 Anwendung von NYOP-Verfahren in der Praxis: Fallbeispiele aus der Reise- und Dienstleistungsbranche sowie Diskussion von Produkteigenschaften, die sich für diesen Mechanismus eignen.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Gestaltungsparameter von NYOP-Strategien und kritische Würdigung des Verfahrens.
Name Your Own Price, Reverse Pricing, Preisdifferenzierung, Preismechanismen, Designvariablen, Bietverhalten, Konsumentenrente, Suchkosten, Auktionsmodelle, dynamische Preise, Preisdiskriminierung, Online-Handel, Zahlungsbereitschaft, Erlössteigerung, Verkaufsstrategie
Die Arbeit befasst sich mit der Preisstrategie "Name Your Own Price" (NYOP), bei der Käufer den Preis für ein Produkt durch ihre Gebote beeinflussen können.
Zentral sind die Gestaltung des NYOP-Mechanismus, der Einfluss auf das Bietverhalten der Kunden und die daraus resultierenden Implikationen für die Gewinnmaximierung des Verkäufers.
Das Ziel ist es, Gestaltungsformen des NYOP-Verfahrens zu systematisieren und Empfehlungen für eine effektive Nutzung durch Verkäufer abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung analytischer Modelle und empirischer Untersuchungen (Labor- und Feldexperimente) zur Preisgestaltung.
Der Hauptteil analysiert Designvariablen wie Preisschwellen, Gebotsformate, die Art der Gebotsabgabe (einmalig vs. mehrfach) sowie den Einsatz von Restriktionen.
Wichtige Begriffe sind Reverse Pricing, Preisdifferenzierung, Suchkosten, Konsumentenrente, Bietverhalten und Designvariablen.
Die Preisschwelle bestimmt, ab wann eine Transaktion erfolgreich ist; ihre geschickte Festlegung ist entscheidend für die Abschöpfung der Zahlungsbereitschaft des Kunden bei gleichzeitiger Vermeidung von Umsatzverlusten.
Dienstleistungen wie Flüge haben oft hohe Fixkosten, sind zeitlich begrenzt verfügbar und die Marktpreise sind häufig intransparent, was sie prädestiniert für Preisdifferenzierung.
Bei der freien Generierung können Kunden jeden Betrag bieten, während die Auswahl auf eine vorgegebene Liste limitiert ist, was die Unsicherheit des Kunden reduzieren und den Gewinn erhöhen kann.
Es wird vermutet, dass kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung von Fairness und das unterschiedliche Verständnis für Preisdifferenzierung eine Rolle spielen.
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