Masterarbeit, 2020
182 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Theoretische Grundlagen und Forschungsstand
1.2.1 Substanzbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen
1.2.1.1 Besonderheiten jugendlicher Suchtproblematik
1.2.1.2 Epidemiologie
1.2.1.3 Ätiologie
1.2.1.4 Diagnostik
1.2.2 Behandlung von substanzbezogenen Störungen bei Kindern und Jugendlichen im deutschen Gesundheitssystem
1.2.2.1 Allgemeine Therapieprinzipien
1.2.2.2 Rechtliche Grundlagen
1.2.2.3 Bestehende Behandlungsangebote
1.2.3 Zwischenfazit
2 Ziele und Forschungsfrage
3 Methode
3.1 Forschungsdesign
3.2 Datengenerierung: Experteninterview nach Lamnek (2016)
3.2.1 Auswahl der Experten
3.2.2 Planung und Durchführung der Interviews
3.3 Datentransfer: Transkription nach Kuckartz (2018)
3.4 Datenanalyse nach Mayring (2015)
3.5 Datenvalidität: Gütekriterien nach Mayring (2015)
4 Ergebnisse
4.1 Analyse der transkribierten Interviews: Kategorienbildung nach Mayring (2015)
4.2 Kategorienbeschreibung
5 Diskussion
5.1 Herausforderungen und Umsetzung aktueller Vorgaben
5.2 Weiterentwicklung: Behandlungssetting
5.3 Weiterentwicklung: Methodisches Vorgehen
5.4 Strukturierte Übersicht von Veränderungspotenzialen
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die praktische Umsetzbarkeit des OPS-Kodes 9-694 für die spezifische Behandlung substanzbedingter Störungen bei Kindern und Jugendlichen in stationären Settings. Ziel ist es, die Eignung der aktuellen Mindeststandards zu evaluieren, Versorgungslücken aufzudecken und fundierte Empfehlungen für eine praxisnahe Weiterentwicklung des Kodes abzuleiten, um eine professionelle Versorgung im deutschen Gesundheitssystem zu gewährleisten.
1.2.1.1 Besonderheiten jugendlicher Suchtproblematik
Wird versucht eine auf den aktuellen Forschungsstand ausgerichtete Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Substanzstörungen sicherzustellen, sollten die zielgruppenspezifischen Besonderheiten unbedingt berücksichtigt werden. Eine Übertragung von Behandlungskonzepten für Erwachsene ist dabei aufgrund folgender Ausführungen nicht zielführend:
Die S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen (AWMF, 2016: 245) beschreibt die Notwendigkeit von geschlechts- und altersspezifischen Erkenntnissen beispielsweise bei Dosierungsempfehlungen beim Einsatz von Psychopharmaka. Dosierungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche weichen gegenüber Erwachsenen durch einen sich entwickelnden Metabolismus sowie das geringere Körpergewicht ab. Dies liegt zunächst in der körperlichen Entwicklung begründet, da die hirnorganische Entwicklung erst im jungen Erwachsenenalter abgeschlossen ist. Durch die Umbauprozesse der Physis wirken sich die psychotropen Substanzen im jungen Alter anders aus, was einer speziellen Betrachtung durch das Hilfesystem hinsichtlich der Behandlungsplanung bedarf. Andererseits sind entwicklungspsychologische Eigenheiten dieser Zielgruppe gesondert mit einzubeziehen. Will man ein Behandlungskonzept speziell für Kinder und Jugendliche erstellen, gilt es diese Besonderheiten für den Einzelfall zu erheben, da sich auch bei gleichem Alter große Unterschiede beim Voranschreiten in bestimmten physischen und psychischen Entwicklungsaufgaben erkennen lassen.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik substanzbedingter Störungen im Jugendalter und die Relevanz des OPS-Kodes 9-694 als Mindeststandard.
2 Ziele und Forschungsfrage: Darlegung des Forschungsinteresses an der Evaluierung des Kodes zur Sicherung der Versorgungsqualität im stationären Setting.
3 Methode: Beschreibung der qualitativen Forschungsmethode mittels Experteninterviews und der Auswertung nach Mayring.
4 Ergebnisse: Präsentation der Interviewergebnisse und Kategorisierung der praktischen Einschätzungen durch Leitungspersonal.
5 Diskussion: Kritische Reflexion der Umsetzbarkeit der Standards, der Anforderungen des Vergütungssystems und notwendiger Anpassungen.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Behandlungskonzepts.
Suchtstörung, Kinder und Jugendliche, OPS-Kode 9-694, stationäre Behandlung, Behandlungskonzept, Mindeststandards, Suchttherapie, PEPP-System, psychiatrische Versorgung, Adoleszenz, Versorgungsqualität, Jugendhilfe, Suchtprävention, Patientenversorgung, Experteninterview.
Die Masterthesis befasst sich mit der Entwicklung und Evaluation eines Behandlungskonzepts für Kinder und Jugendliche mit substanzbedingten Störungen auf Grundlage der Mindestkriterien des OPS-Kodes 9-694.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Suchtproblematik im Jugendalter, die gesetzlichen Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitssystems sowie die praktische Evaluation von Qualitätsstandards.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie praxisnah die Anforderungen des OPS-Kodes 9-694 sind und wie diese zur Sicherung der Behandlungsqualität beitragen können.
Der Autor wählt einen qualitativen Forschungsansatz. Es wurden narrative Experteninterviews mit leitendem Personal in psychiatrischen Kliniken durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der Suchtproblematik und die anschließende empirische Auswertung von Expertenmeinungen zur praktischen Anwendbarkeit und Optimierung der geforderten Mindestmerkmale.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Suchtstörung, Kinder- und Jugendpsychiatrie, OPS-Kode 9-694, Behandlungssetting und Versorgungsqualität beschreiben.
Die Arbeit betont, dass biologische Unterschiede, die noch nicht abgeschlossene hirnorganische Entwicklung, spezifische Entwicklungsaufgaben und die soziale Lebenswelt eine altersgerechte, spezifische Therapie erfordern, die nicht einfach von Erwachsenenkonzepten übernommen werden kann.
Die Arbeit beleuchtet, dass das PEPP-System zwar Transparenz erfordert, die umfangreiche Dokumentationspflicht jedoch häufig als Belastung wahrgenommen wird, die wertvolle Ressourcen im direkten Patientenkontakt bindet.
Die Experten kritisieren, dass der Begriff der "Spezialstation" im Kode zu ungenau definiert ist, was zu unterschiedlichen Auslegungen und teils unrealistischen Anforderungen führen kann, wenn die Station nicht räumlich abgegrenzt ist.
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