Fachbuch, 2021
77 Seiten
1 Einleitung
2 Bestimmungsgründe für die Entgelthöhe
2.1 Bildungsabschluss
2.2 Berufserfahrung
2.3 Regionaler Tätigkeitsbereich
2.4 Branchenbereich
3 Erörterungen und Entwicklung des Gender Pay Gaps
3.1 Brutto- und Nettolöhne
3.2 Nominaler Netto- und Reallohn
3.3 Geschlechtsspezifische Entlohnungen
4 Erklärungsversuche für den Gender Pay Gap
4.1 Humankapitaltheorie
4.2 Mutterschaft
4.3 Arbeitszeitmodelle und deren Folgen für die Altersabsicherung
4.4 Arbeitsmarktsegregation
4.5 Führungskräfte
4.6 Gehaltsverhandlungen
4.7 Kompetenzeinschätzungen
5 Gender Pay Gap Lösungsansätze
5.1 Entgelttransparenz
5.2 Frauenquote
5.3 Instrumente zur besseren Vereinbarkeit vom Familien- und Berufsleben
5.4 Weitere Möglichkeiten zur Schließung der Einkommensschere
6 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das Phänomen des Gender Pay Gaps in Deutschland umfassend zu analysieren, seine Ursachen zu identifizieren und die Wirksamkeit bisheriger politischer sowie unternehmenspolitischer Maßnahmen zu bewerten. Dabei wird der zentralen Forschungsfrage nachgegangen, inwieweit das geschlechtsspezifische Lohngefälle tatsächlich allein auf das Geschlecht zurückzuführen ist oder ob das Zusammenspiel verschiedener sozioökonomischer Faktoren ausschlaggebend ist.
4.1 Humankapitaltheorie
Die Humankapitaltheorie stellt eine mikroökonomische Arbeitsmarkttheorie dar. Ihr Ursprung kann auf Adam Smith zurückgeführt werden, der bereits Ideen über eine Analogie von Fähigkeiten und Qualifikationen zu Sachkapital entwickelte. Er vertrat die Auffassung, dass in Gesellschaften bestimmte Fähigkeiten von Mitgliedern erworben werden, die für die Arbeitsanbieter von Nutzen sind.41 Die moderne Version der Humankapitaltheorie wurde in den 60er Jahren mit Arbeiten von Becker, Mincer und Schulz entwickelt.42 Man nahm an, dass Erwerbsanbieter aufgrund objektiver Bildungsentscheidungen über unterschiedliches Humankapital verfügen. Daher wird als Humankapital die Summe der Fähigkeiten und des Wissens eines Menschen verstanden, welches jedoch hauptsächlich die Aneignung von Bildung und Berufserfahrung aufgreift.43 Damit wird erneut deutlich, dass Bildung eine klare Investitionsentscheidung darstellt.
Einige von unterschiedlichen Forschern aufgestellte Theorien besagen, dass Frauen eine Unterbrechung des Erwerbsverlaufs zugunsten von familiären Verpflichtungen in ihre Investitionsüberlegungen einbeziehen. Eine hierauf basierende Kosten-Nutzen-Analyse ergibt, dass Frauen weniger in den Erwerb von Humankapital investieren als Männer.44 Die unter den gegebenen Beschäftigungsbedingungen getroffenen Entscheidungen und die Bedingungen für die Erlangung von beruflichen Qualifikationen sind daher unterschiedlich.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des geschlechtsspezifischen Entgeltunterschieds ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Existenz und der Ursachen des Gender Pay Gaps.
2 Bestimmungsgründe für die Entgelthöhe: In diesem Kapitel werden allgemeine Einflussfaktoren auf das Gehalt, wie Bildungsabschluss, Berufserfahrung, regionale Lage und die Branchenzugehörigkeit, analysiert.
3 Erörterungen und Entwicklung des Gender Pay Gaps: Es erfolgt eine analytische Gegenüberstellung von Brutto-, Netto- und Reallöhnen sowie eine detaillierte Untersuchung der Entwicklung der geschlechtsspezifischen Entlohnung im Zeitverlauf.
4 Erklärungsversuche für den Gender Pay Gap: Dieses Kapitel widmet sich der intensiven Ursachenforschung, unter anderem durch die Humankapitaltheorie, den Einfluss von Mutterschaft, Arbeitszeitmodellen, Segregation am Arbeitsmarkt und Verhaltensunterschieden.
5 Gender Pay Gap Lösungsansätze: Hier werden bestehende politische Maßnahmen wie das Entgelttransparenzgesetz und die Frauenquote hinsichtlich ihrer praktischen Wirkung und ihrer Grenzen kritisch evaluiert.
6 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und betont die zentrale Rolle gesellschaftlicher Strukturen und Rollenbilder bei der Überwindung des Gender Pay Gaps.
Gender Pay Gap, Lohngefälle, Humankapitaltheorie, Entgelttransparenz, Frauenquote, Arbeitsmarktsegregation, Mutterschaftsstrafe, Berufserfahrung, Einkommensschere, Geschlechterrollen, Arbeitsmarktökonomik, Erwerbsunterbrechung, Lohndifferenz, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gender Pension Gap.
Die Arbeit untersucht das geschlechtsspezifische Lohngefälle, auch Gender Pay Gap genannt, analysiert dessen Ursachen und bewertet politische Lösungsansätze.
Die Themen umfassen Entgeltbestimmungsfaktoren, die Entwicklung der Lohnunterschiede in Deutschland, Erklärungsmodelle für diese Differenzen sowie die Wirksamkeit gesetzlicher Maßnahmen wie der Frauenquote.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob das existierende Lohngefälle faktisch allein durch das Geschlecht begründet ist oder ob ein Zusammenwirken verschiedener sozioökonomischer Faktoren dafür verantwortlich ist.
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Basis statistischer Daten und einschlägiger Literatur aktuelle Entwicklungen und Erklärungsansätze für Einkommensunterschiede diskutiert.
Der Hauptteil beleuchtet die ökonomischen Bestimmungsgründe für Gehälter, analysiert die Entwicklung des GPGs und diskutiert Ursachen wie die Humankapitaltheorie, Mutterschaft und die Arbeitsmarktsegregation.
Wichtige Begriffe sind Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Arbeitsmarktsegregation, Entgelttransparenz und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Arbeit identifiziert die sogenannte "Mutterschaftsstrafe" als wesentlichen Faktor, da familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und der Übergang in Teilzeit zu Lohneinbußen führen.
Die Wirksamkeit wird als gering eingeschätzt, da die gesetzlichen Hürden hoch sind und bisher nur wenige Arbeitnehmer von ihren Auskunftsrechten Gebrauch gemacht haben.
Die Quote wird als Symptombekämpfung kritisiert, die das Problem an der "Wurzel" – also bei der Ausbildungswahl und den gesellschaftlichen Rollenbildern – nicht erreicht und zudem als potenziell stigmatisierend empfunden wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

