Magisterarbeit, 2008
101 Seiten, Note: 1,00
1 EINLEITUNG
2 DAS SINGEN MIT KINDERN
3 DIE STIMME
3.1 Der Stimmapparat
3.1.1 Das Atmungsorgan
3.1.2 Der Kehlkopf
3.1.3 Das Ansatzrohr
3.2 Die Register
3.3 Die Resonanz
3.4 Über die Haltung
3.5 Vergleich Erwachsenenstimme - Kinderstimme
4 EIGENSCHAFTEN DER KINDERSTIMME
4.1 Klanglichkeit der Kinderstimme
4.2 Umfang der Kinderstimme
4.3 Fähigkeiten der Kinderstimme
4.3.1 Veranlagung
4.3.2 Defizite
4.4 Stimmfehler
4.4.1 Fehler im Atmungssystem
4.4.2 Fehler im Tonerzeugungssystem
4.4.3 Fehler im Tonverstärkungssystem
4.4.4 Fehlverhalten im Artikulationssystem
4.5 Mutation
4.5.1 Die Mutation der Knabenstimme
4.5.2 Die Mutation der Mädchenstimme
5 STIMMBILDUNG IM KINDERCHOR
5.1 Die Kinderstimmpflege
5.2 Lehrinhalte der Kinderstimmbildung
5.3 Werkzeuge der Stimmbildung
5.3.1 Vokale
5.3.2 Konsonanten
5.3.3 Musikalisches Material
5.4 Systematik stimmbildnerischer Übungen
5.4.1 Übungen zur Atmung
5.4.2 Arbeit am Ansatzrohr
5.4.2.1 Lockerung der Artikulationswerkzeuge
5.4.2.2 Übungen für den Vokalausgleich
5.4.2.3 Übungen zur Erschließung der Resonanzräume
5.4.3 Übungen zur Stimmtechnik
5.4.3.1 Übungen zum Registerausgleich
5.4.3.2 Übungen für das Legato
5.4.3.3 Übungen für die Höhe
5.4.3.4 Übungen für die Tiefe
5.5 Systematik des chorischen Einsingens
5.5.1 Begründungen für die Notwendigkeit des Einsingens
5.5.2 Bestandteile des Einsingens
5.5.3 Einsingen mit Literatur
6 ÜBUNGEN ZUR KINDERSTIMMBILDUNG
6.1 Körperhaltung
6.1.1 Hinweise
6.1.2 Übungen
6.2 Atmung
6.2.1 Hinweise
6.2.2 Übungen
6.3 Ansatzrohr
6.3.1 Lockerung der Artikulationswerkzeuge
6.3.2 Vokalarbeit und Vokalausgleich
6.3.3 Resonanz
6.4 Stimmtechnik
6.4.1 Registerübungen
6.4.2 Legato
6.4.3 Höhentraining
6.4.4 Tiefentraining
6.4.5 Dynamik
6.5 Atem-Stimm-Kopplungsübungen
6.5.1 Hinweise
6.5.2 Übungen
6.6 Einsingen und Anwenden chorischer Stimmbildungsübungen bezogen auf das Lied „Leise zieht durch mein Gemüt“
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Grundlagen und Methoden einer physiologisch orientierten Stimmbildung für Kinder in einem Kinderchor zu erarbeiten. Die Arbeit adressiert das Problem der stimmlichen Fehlbelastung bei Kindern und zeigt Wege auf, wie durch gezieltes Training, den richtigen Umgang mit Resonanz, Atmung und Artikulation eine gesunde, tragfähige Kinderstimme gefördert werden kann, ohne dabei die kindliche Freude am Singen zu verlieren.
3.1.1 Das Atmungsorgan
Das Atmungsorgan ist ein Organsystem, das aus mehreren Komplexen besteht:
• der Lunge,
• der Luftröhre mit dem Kehlkopf als Abschluss,
• dem Zwerchfell und
• der Zwischenrippen- sowie Bauch- und Rückenmuskulatur.
Der Muskel, der den Atemvorgang steuert, ist das Zwerchfell (s. Anhang). Es liegt quer (zwerch) im Körper und trennt die Brust- von der Bauchhöhle. Das Zwerchfell entspringt an den unteren Randbegrenzungen des Brustkorbs. Von dort aus steigt es an der Innenseite der Rippen nach oben und wölbt sich dicht unterhalb des Herzens zu einer Kuppel (vgl. Bastian/Fischer 2006, S. 324).
1 EINLEITUNG: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit von Stimmbildung im Kinderchor, um gesundheitlichen Schädigungen durch ungeeignete Tonlagen oder falsche Gesangstechniken entgegenzuwirken.
2 DAS SINGEN MIT KINDERN: Dieses Kapitel erörtert die pädagogische und entwicklungspsychologische Relevanz des Singens und betont die Verantwortung des Chorleiters für eine kindgerechte Stimmführung.
3 DIE STIMME: Es werden die physiologischen Grundlagen des Stimmapparates, der Register, der Resonanz und der Haltung erläutert und mit der Erwachsenenstimme verglichen.
4 EIGENSCHAFTEN DER KINDERSTIMME: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Merkmale der kindlichen Stimmorgane, Stimmfehler und die Phänomene der Mutation.
5 STIMMBILDUNG IM KINDERCHOR: Hier werden didaktische Ansätze, Werkzeuge der Stimmbildung und eine Systematik für das chorische Einsingen und für Übungen vorgestellt.
6 ÜBUNGEN ZUR KINDERSTIMMBILDUNG: Ein umfassender praktischer Teil, der konkrete Übungsbeispiele zu Körperhaltung, Atmung, Ansatzrohr, Stimmtechnik und Dynamik für die Chorarbeit liefert.
Kinderstimmbildung, Kinderchor, Stimmphysiologie, Zwerchfellatmung, Vokalausgleich, Registerausgleich, Resonanz, Körperhaltung, Chorleitung, Stimmbildung, Mutation, Stimmpflege, Gesangspädagogik, Stimmtechnik, Einsingen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Umsetzung von Stimmbildung im Kinderchor, um die gesunde Entwicklung der Kinderstimme zu gewährleisten.
Die zentralen Felder umfassen die Anatomie und Physiologie der Stimme, spezifische Eigenschaften der Kinderstimme sowie methodische Konzepte für eine nachhaltige Kinderstimmbildung.
Das Ziel ist es, Chorleitern und Lehrern theoretisches Wissen und praxisnahe Übungen an die Hand zu geben, um Schädigungen der Kinderstimme zu vermeiden und eine physiologisch korrekte, lebendige Singweise zu fördern.
Die Autorin kombiniert eine umfassende Literaturanalyse stimmphysiologischer Grundlagen mit eigenen Hospitationserfahrungen (z. B. beim Thomanerchor) und einer systematischen Zusammenstellung praktischer Übungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der stimmlichen Grundlagen (Kapitel 3 und 4) sowie in einen ausführlichen methodischen Teil (Kapitel 5 und 6), der Übungen für verschiedene Bereiche der Stimmtechnik und des chorischen Einsingens detailliert beschreibt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kinderstimmbildung, Registerausgleich, Vokalausgleich, Stimmphysiologie und chorisches Einsingen geprägt.
Die Autorin betont nach Andreas Mohr, dass Kinder stimmbildnerische Wirkungen oft leichter über Vorstellungen, Bilder und Suggestionen (z. B. beim „Kutschersitz“ oder „Schreibmaschinenspiel“) erzielen können als allein durch rein technische Anweisungen.
Die Mutation wird als Wachstumsstadium betrachtet, wobei die Arbeit zwischen der Knaben- und Mädchenmutation unterscheidet und betont, dass der Zeitpunkt und der Verlauf individuell sehr unterschiedlich sein können.
Laut der Arbeit beeinflusst die Richtung der Melodie (z. B. Auf- oder Abwärtssingen) den Grad der Muskelanspannung; daher muss das Material gezielt ausgewählt werden, um beispielsweise den Registerausgleich zu unterstützen oder Fehlhaltungen zu vermeiden.
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