Diplomarbeit, 2007
137 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Vorgehensweise
2 Unternehmensstrategien
2.1 Theoretische Grundlagen
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Die Aufgabe von Strategien
2.1.3 Arten von Strategien und Strategiesystem
2.2 Wachstumsstrategien
2.2.1 Produkt-Markt-Wachstumsstrategie (Ansoff)
2.2.2 Wachstumsstrategien nach dem Kooperationsgrad
2.2.3 Geografische Wachstumsstrategien
2.3 Stabilisierungs- und Desinvestitionsstrategien
2.3.1 Stabilisierungsstrategien
2.3.2 Desinvestitionsstrategien
3 Der Einfluss von Umweltfaktoren
3.1 Umweltfaktoren
3.1.1 Umweltanalyse
3.1.2 Allgemeine Umwelt
3.2 Energiewirtschaftliche Umweltfaktoren
3.2.1 Zukünftige Liberalisierungsmaßnahmen
3.2.2 Maßnahmen aus dem EEG
4 Typen und Potentiale erneuerbarer Energien
4.1 Arten erneuerbarer Energien
4.1.1 Wasserkraft
4.1.2 Windenergie
4.1.3 Biomasse/-gas
4.1.4 Geothermie
4.1.5 Photovoltaik und Solarthermie
4.2 Das Potential erneuerbarer Energien
4.2.1 Welt- und europaweite Potentiale erneuerbarer Energien
4.2.2 Die Potentiale der erneuerbaren Energien in Deutschland
5 Analyse der Wachstumsstrategien hinsichtlich EE anhand der Fallbeispiele E.ON und RWE
5.1 Unternehmensvorstellungen
5.1.1 E.ON
5.1.2 RWE
5.2 Methodisches Vorgehen
5.3 Analyse und Interpretation des Fallbeispiels
5.3.1 Allgemeine Analyse
5.3.2 Länderspezifische Analyse
5.3.3 Analyse aus der Perspektive der erneuerbaren Energien
6 Schlussfolgerungen und Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial erneuerbarer Energien zur strategischen Neuausrichtung von Energieversorgungsunternehmen (EVU). Ziel ist es aufzuzeigen, wie EVU durch den Einsatz erneuerbarer Energien strategisch neu orientieren können und welche Wachstumsstrategien ihnen dabei unter Berücksichtigung der politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen sowie internationaler Marktunterschiede zur Verfügung stehen.
2.2.1 Produkt-Markt-Wachstumsstrategie (Ansoff)
Dass Unternehmen wachsen ist durchaus keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr ist davon auszugehen, dass immer wieder bestimmte Grenzen im Wachstumsprozess erreicht werden, die nach Strukturentscheidungen verlangen, durch die ein neues Wachstum ausgelöst wird. Die Produkt-Markt-Matrix von Ansoff kann dabei als das grundlegende Konzept des wachstumsrelevanten Spektrums angesehen werden.
Nach Ansoff kann das Wachstum eines Unternehmens über eine Marktdurchdringung, eine Produktentwicklung, eine Marktentwicklung oder durch eine Diversifikation erfolgen. Diese Primärstrategien können durch Sekundärstrategien weiter unterstützt und ergänzt werden. Beispielsweise kann man sich unterschiedlich auf lokale, nationale, internationale und globale Märkte ausrichten. So ist es auch möglich, nach dem Grad der Eigenständigkeit Autonomie-, Kooperations- und Integrationsstrategien (Strategien nach dem Kooperationsgrad) zu unterscheiden.
Ansoff spricht von Marktdurchdringung (MD1), wenn mit vorhandenen Produkten auf bestehenden Märkten bessere Ergebnisse erzielt werden sollen. Dabei geht es vor allem um die Verbesserung des Verhältnisses von Kosten und Erlös, das auch Kosten-Erlös-Verhältnis genannt wird. Dies kann durch gezielte Preissenkungen wie auch durch kostensenkende Maßnahmen erfolgen. Ein wesentliches Ziel dabei ist die Erhöhung des relativen Marktanteils des Unternehmens.
1 Einführung: Die Arbeit erläutert die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien aufgrund globaler Umweltfaktoren und der Liberalisierung der Energiemärkte sowie die Zielsetzung, Strategien von EVU in diesem Kontext zu untersuchen.
2 Unternehmensstrategien: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten zu Unternehmensstrategien und Unternehmenswachstum definiert sowie das Strategiesystem, Wachstumsstrategien und ergänzende Strategieformen theoretisch dargelegt.
3 Der Einfluss von Umweltfaktoren: Es wird der theoretische Rahmen zur Umweltanalyse skizziert und auf die spezifisch für EVU relevanten politisch-rechtlichen Einflussfaktoren wie Liberalisierungsmaßnahmen und das EEG eingegangen.
4 Typen und Potentiale erneuerbarer Energien: Dieses Kapitel stellt die wichtigsten regenerativen Energietechnologien und deren Ausbaupotenziale vor, um ihre Relevanz für die strategische Neuausrichtung von EVU zu bewerten.
5 Analyse der Wachstumsstrategien hinsichtlich EE anhand der Fallbeispiele E.ON und RWE: Die Arbeit führt eine empirische Analyse der Wachstumsstrategien der beiden Konzerne E.ON und RWE durch, vergleicht deren Aktivitäten in verschiedenen Märkten und bewertet den Einsatz erneuerbarer Energien anhand der theoretischen Modelle.
6 Schlussfolgerungen und Fazit: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst, wobei insbesondere die strategische Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Energien und die Schwierigkeiten bei der Markterschließung für EVU hervorgehoben werden.
Erneuerbare Energien, Energieversorgungsunternehmen, Unternehmensstrategie, Wachstumsstrategien, Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Diversifikation, EEG, Liberalisierung, E.ON, RWE, Umweltanalyse, Potenzialanalyse, Strommarkt, Strategische Planung.
Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial erneuerbarer Energien als Instrument für die strategische Neuausrichtung von Energieversorgungsunternehmen (EVU) im Kontext veränderter globaler und gesetzlicher Rahmenbedingungen.
Die zentralen Themen sind Wachstumsstrategien von Unternehmen, der Einfluss politisch-rechtlicher Umweltfaktoren wie die Liberalisierung der Strommärkte und das EEG sowie die technischen Potenziale erneuerbarer Energietechnologien.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie EVU ihre Strategien durch den Einsatz erneuerbarer Energien anpassen können und welche strategischen Wachstumsoptionen hierbei unter verschiedenen Rahmenbedingungen am effektivsten sind.
Die Arbeit nutzt theoretische Grundlagen der Unternehmensstrategie und führt eine empirische Analyse anhand von zwei Fallbeispielen (E.ON und RWE) durch, die systematisch verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung von Strategie- und Umweltfaktoren, eine technische Potenzialanalyse regenerativer Energien sowie eine detaillierte Auswertung der Wachstumsaktivitäten der Konzerne E.ON und RWE.
Wichtige Begriffe sind Unternehmensstrategien, Wachstumsarten (Marktdurchdringung, Entwicklung, Diversifikation), Instrumente zur Förderung regenerativer Energien und die internationale Wettbewerbsstrategie.
Die Liberalisierung zwingt EVU dazu, ihre Kostenstrukturen zu optimieren, effizienter zu arbeiten und neue Geschäftsfelder zu erschließen, da traditionelle Monopolstellungen durch neuen Wettbewerb gefährdet werden.
Der Vergleich zeigt, dass beide Unternehmen zwar das Potenzial erneuerbarer Energien grundsätzlich erkannt haben, jedoch unterschiedliche Schwerpunkte bei den gewählten Märkten und Wachstumsstrategien setzen, wobei beide Konzerne primär in Wasserkraft und Windenergie investieren.
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