Diplomarbeit, 2006
86 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Methodisches Vorgehen
2 Die Entwicklung am Wohnungs- und Arbeitsmarkt
2.1 Der Wohnungsmarkt in Deutschland
2.2 Die Lage auf dem Arbeitsmarkt
3 Rechtliche Grundlage von Hartz IV – SGB XII und SGB II
3.1 Rechtsanspruch auf Sozialhilfe nach SGB XII
3.1.1 Grundsätze der Sozialhilfe
3.1.2 Träger der Sozialhilfe
3.1.3 Überblick über die Sozialhilfeleistungen
3.1.3.1 Hilfe zum Lebensunterhalt – Kosten der Unterkunft
3.1.3.2 Hilfe zum Lebensunterhalt – Heizkosten
3.2 Rechtsanspruch auf Alg II nach SGB II
3.2.1 Leistungen nach SGB II
3.2.1.1 Alg II gemäß §§ 19 und 20 SGB II
3.2.1.2 Sozialgeld nach § 28 SGB II
3.2.1.3 Leistungen für Unterkunft und Heizung
3.2.1.3.1 Angemessenheit der Unterkunft
3.2.1.3.2 Zahlungsabwicklung nach § 22 SGB II
3.2.1.3.3 Kosten der Wohnraumbeschaffung
3.2.1.3.4 Wohneigentum
3.2.1.3.4 Kosten für die Instandhaltung und Heizung
3.2.2 Anrechenbare Einkommens- und Vermögenswerte
3.2.2.1 Einkommen
3.2.2.2 Vermögen
4 Konsequenzen für den Wohnungsmarkt
4.1 Zunahme der Nachfrage nach angemessenem Wohnraum
4.2 Zunahme der Umzüge
4.2.1 Notwendigkeit eines Umzugs
4.2.2 Kosten der Umzüge
4.2.3 Kosten für die Wohnungsbeschaffung und Mietkaution
4.2.4 Problem der Umzüge - Entstehung eines Ghettos - Obdachlosigkeit
4.2.5 Verlust sozialer Kontakte der Alg-II-Empfänger durch einen Umzug
4.3 Probleme bei Schönheitsreparaturen und Instandhaltungskosten
4.4 Thema Nebenkosten und Hartz IV
4.5 Unterschiedlich starke Auswirkungen auf kleine und große Wohnungsunternehmen
4.6 Unterschiedliche Auswirkungen im urbanen und im ländlichen Raum
4.7 Betrug im Zusammenhang mit Alg II am Beispiel Wohnungsmarkt Berlin
4.8 Diskriminierung bei Ablehnung eines „Alg-II-Mieter“
4.9 Weitere Probleme für Alg-II-Empfänger
4.9.1 Mietausgleich durch einen Ein-Euro-Job
4.9.2 Überschuldung / Mietschulden am Beispiel Berlin
4.10 Auswirkung der Demografie auf den Immobilienmarkt
5 Lösungsansätze
5.1 Analyse des Einzelfalles
5.2 Untervermietung von Wohnraum
5.3 Problemlösungsansätze bei Umzügen
5.3.1 Umzüge im Wohnungsbestand eines Vermieters
5.3.2 Wechsel in ein Wohnungsunternehmen im Nachbarort
5.4 Mitarbeit im Wohnungsunternehmen
5.5 Inanspruchnahme von Fördermittel
5.6 Senken der Regelleistung
6 Schlussfolgerungen
6.1 Schlussfolgerungen für die Kommunen
6.2 Schlussfolgerung für die kommunalen Wohnungsunternehmen
6.3 Schlussfolgerung hinsichtlich des Arbeitsmarkts
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die komplexen Auswirkungen der Hartz-IV-Reform auf den deutschen Wohnungsmarkt. Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu geben und daraus die konkreten Konsequenzen für Mieter und Wohnungsunternehmen abzuleiten, wobei insbesondere die Rolle von Langzeitarbeitslosen und die regionalen Unterschiede betrachtet werden.
4.2.4 Problem der Umzüge - Entstehung eines Ghettos - Obdachlosigkeit
Um eine angemessene Wohnung zu erhalten, können Umzüge oder bauliche Veränderungen in der Wohnung ein Ansatzpunkt sein. Durch bauliche Veränderungen kann eine mittelfristige Anpassung des Wohnungsmarktes erzielt werden. Das Schaffen von zusätzlichem Alg-II-kompatiblem Wohnraum, etwa durch das Ausbauen von Dachgeschossen oder das Aufteilen großer WE, kann die durch gestiegene Nachfrage entstandenen hohen Mietpreise etwas senken. Ein solcher Anpassungsprozess dauert auf dem Wohnungsmarkt aber durchaus mehrere Jahre. Während dieses Prozesses sollte die Kommune den Wohnungsmarkt jedoch genau beobachten, um einer eventuellen Gettobildung sofort entgegenzuwirken.
In Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit dürfte es nicht nur zu vereinzelten Umzügen, sondern zu kleineren Umzugswellen kommen, mit der Folge, dass die bisherige Durchmischung eines Wohngebiets mit unterschiedlich hohen Mietpreisen stark verändert wird. Durch den verstärkten Zuzug sozial schwacher Mieter kann ein Wohngebiet eine negative Etikettierung erhalten. Solche Veränderungen können zu einer neuen Segregation in der Kommune bzw. dem Wohnquartier führen, in extremen Fällen sogar zur Bildung von Gettos. Hier gilt es von Seiten der Kommune rechtzeitig gegenzusteuern, nicht nur, um die Bildung sozialer Brennpunkte so weit als möglich zu vermeiden.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet das vielschichtige Thema Hartz IV und seine Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und erläutert das methodische Vorgehen mittels Expertenbefragung.
2 Die Entwicklung am Wohnungs- und Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Bedeutung des Wohnungsmarktes als Wirtschaftssektor und die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt in Deutschland.
3 Rechtliche Grundlage von Hartz IV – SGB XII und SGB II: Der Abschnitt erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Hartz-Reform und deren Bedeutung für die Übernahme von Kosten für Unterkunft und Heizung.
4 Konsequenzen für den Wohnungsmarkt: Hier werden die durch die Reform ausgelösten Entwicklungen wie verstärkte Umzüge, Probleme bei Instandhaltungskosten und drohende soziale Segregation analysiert.
5 Lösungsansätze: Das Kapitel diskutiert praxisorientierte Vorschläge, um die identifizierten Probleme für Mieter, Kommunen und Wohnungsunternehmen zu bewältigen.
6 Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Gesamtsituation und spezifischen Schlussfolgerungen für Kommunen, Wohnungsunternehmen und den Arbeitsmarkt.
Hartz IV, Wohnungsmarkt, SGB II, SGB XII, Alg-II-Empfänger, Miete, Unterkunftskosten, Umzüge, Wohnungsgenossenschaft, soziale Segregation, Instandhaltung, Nebenkosten, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Expertenbefragung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Auswirkungen der Hartz-IV-Reform auf den deutschen Wohnungsmarkt unter Berücksichtigung rechtlicher und ökonomischer Aspekte.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Grundlage (SGB II/XII), den Auswirkungen auf Mietpreise und Umzugsverhalten sowie den Folgen für Wohnungsunternehmen.
Das Ziel ist es, einen Gesamtüberblick über die relevanten Punkte der Reform für den Wohnungsmarkt zu geben und Strategien zur Problemlösung aufzuzeigen.
Der Autor führt eine Expertenbefragung nach der DELPHI-Methode durch, um aus einer strukturierten Gruppenkommunikation fundierte Erkenntnisse und Lösungsansätze zu gewinnen.
Der Hauptteil analysiert die konkreten Konsequenzen wie Umzugswellen, Mietproblematiken bei Hartz-IV-Empfängern und die verschiedenen Auswirkungen auf unterschiedliche Wohnungsunternehmen.
Wichtige Begriffe sind Hartz IV, Wohnungsmarkt, Sozialgesetzbuch II, Unterkunftskosten und soziale Segregation.
Im urbanen Raum mangelt es oft an günstigem Wohnraum, während im ländlichen Bereich, insbesondere in Ostdeutschland, strukturelle Leerstände die Situation anders prägen.
Die Arbeit kritisiert die uneinheitliche Handhabung der Übernahme von Heiz- und Wasserkosten durch die verschiedenen Kommunen und fordert eine bundeseinheitliche Regelung.
Sie sind besonders betroffen, da ihre Mieterstruktur häufiger sozial Schwächere umfasst, was sie vor Herausforderungen bei der Belegungspolitik und Instandhaltung stellt.
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