Doktorarbeit / Dissertation, 2005
141 Seiten, Note: magna cum laude
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
2.1 Struktur und Aufbau der Haut
2.1.1 Funktion der Melanozyten
2.2 Das Maligne Melanom
2.2.1 Das Melanom – Geschichtlicher Hintergrund
2.2.2 Mortalität und Inzidenz des malignen Melanoms
2.2.3 Proteine, die an der Entstehung des malignen Melanoms beteiligt sind
2.3 Zell-Zell-Adhäsionsmoleküle im malignen Melanom
2.3.1 Cadherine
2.3.2 Die Rolle der klassischen Cadherine im malignen Melanom
2.4 Zell-Matrix-Adhäsionsmoleküle im malignen Melanom
2.4.1 Integrine
2.4.2 Die Struktur der Integrine
2.4.2.1 Die extrazelluläre Domäne
2.4.2.2 Die zytoplasmatische Domäne
2.4.3 Die Rolle der Integrine im malignen Melanom
2.4.4 Die Integrinexpression in Melanozyten
2.4.5 Die Integrinexpression im malignen Melanom
2.5 Die Adhäsion von Zellen
2.5.1 Signalkaskaden, bei der Zell-Matrixadhäsion, ausgehend von Integrinen
2.5.2 Signalkaskaden bei der Zell-Zelladhäsion ausgehend von Cadherinen
2.6 Das Protein MIA
2.6.1 Die Rolle von MIA bei der Zelladhäsion im malignen Melanom
3 Material und Methoden
3.1 Materialien
3.1.1 Allgemeine Materialien
3.1.2 Geräte
3.1.3 Organismen
3.1.4 Säugerzelllinien
3.1.5 Oligonukleotide
3.1.6 Peptide
3.2 Medien, Antibiotika und Puffer
3.2.1 Medien zur Anzucht von E.coli und Säugerzellkulturen
3.2.2 Antibiotika
3.2.3 Puffer und Lösungen
3.3 Methoden
3.3.1 Arbeiten mit Escherichia Coli
3.3.1.1 Kultivierung von Bakterien
3.3.1.2 Transformation von E.coli
3.3.1.3 Herstellung kompetenter Bakterien
3.3.1.4 Isolierung von Plasmid DNA
3.3.1.5 Isolierung von Plasmid DNA im größeren Maßstab (Midipräparation)
3.3.1.6 Isolierung genomischer DNA aus eukaryontischen Zellen.
3.3.2 Molekularbiologische Methoden
3.3.2.1 DNA- und RNA Methoden
3.3.2.1.1 Spaltung von DNA mit Restriktionsendonukleasen
3.3.2.1.2 Gelelektrophorese von DNA
3.3.2.1.3 Isolierung und Reinigung von DNA-Fragmenten
3.3.2.1.4 DNA- und RNA-Konzentrationsbestimmung
3.3.2.1.5 Reverse Transkription
3.3.2.1.6 Polymerase Kettenreaktion (PCR)
3.3.2.1.7 3´RACE (rapid amplification of cDNA ends)
3.3.2.2 RNA-Methoden: RNA Isolierung aus Säugerzellen bzw humanen Geweben
3.3.2.3 Proteinchemische Methoden
3.3.2.3.1 Rekombinante zellfreie Herstellung von biotinyliertem MIA
3.3.2.3.2 Herstellung von Gesamtproteinextrakten
3.3.2.3.3 Konzentrationsbestimmung von Gesamt- und Kernproteinen
3.3.2.3.4 SDS-Polyacrylamid Gelelektrophorese
3.3.2.3.5 Western Blot
3.3.2.3.6 Proteindetektion auf Western-Blots
3.3.2.3.7 Silberfärbung im SDS Gel
3.3.2.3.8 ELISA
3.3.2.3.9 MAP-Kinase-Aktivitätsassay
3.3.2.3.10 Ko-Immunpräzipitation
3.3.2.3.11 Immunhistochemie
3.3.3 Zellkulturmethoden
3.3.3.1 Kultivierung von eukaryontischen Zellen
3.3.3.2 Stabile und transiente Transfektion von Zellkulturzellen
3.3.3.3 Durchflußzytometrische Analyse von Zellen (FACS)
4 Ergebnisse
4.1 Untersuchungen an einer verkürzten und sezernierten Form von P-Cadherin in Melanomzellen
4.1.1 Suche nach Veränderungen bei Zelladhäsionsmolekülen während der Entstehung des malignen Melanoms
4.1.2 Analyse der P-Cadherinexpression in Melanomzelllinien
4.1.3 Sezernierung der verkürzten Form von P-Cadherin
4.1.4 Analyse der in situ Expression der 50 kDa Form von P-Cadherin
4.1.4.1 Analyse der P-Cadherinexpression in tissue microarrays (TMA)
4.1.5 Western Blot Analyse von P-Cadherin in Melanommetastasen
4.1.6 Analyse der genomischen P-Cadherinsequenz in Melanomzelllinien
4.1.7 Analyse der P-Cadherin mRNA in Melanomzelllinien
4.2 Charakterisierung von spezifischen Bindungspartnern des Proteins MIA
4.2.1 Expression von rekombinantem biotinyliertem MIA
4.2.2 MIA reduziert die MAP-Kinase Aktivität im malignen Melanom
4.2.3 MIA bindet an die Zelloberfläche
4.2.4 Identifikation von MIA- Bindungspartnern
4.2.5 MIA bindet direkt an alpha4 beta1 und alpha5 beta1
4.2.6 MIA inhibiert Integrinaktivität
4.2.7 Analyse der Interaktion zwischen MIA und Integrinen
5 Diskussion
5.1 Identifikation einer trunkierten Form von P-Cadherin im malignen Melanom
5.2 Regulation des MAP-Kinase Signalweges über MIA
5.3 Bindung von MIA an Integrine alpha4 beta1 und alpha5 beta1
Die vorliegende Arbeit untersucht die molekularen Mechanismen der Zell-Zell- und Zell-Matrix-Interaktion beim malignen Melanom. Ziel ist es, die Rolle der sezernierten Proteine P-Cadherin (in einer verkürzten 50 kDa Form) und MIA (melanoma inhibitory activity) bei der Ablösung von Tumorzellen aus ihrem ursprünglichen Gewebeverband sowie bei der Migration und Invasion zu identifizieren.
4.1.1 Suche nach Veränderungen bei Zelladhäsionsmolekülen während der Entstehung des malignen Melanoms
Im Zuge dieser Arbeit wurde der Versuch unternommen, Unterschiede bei zelladhäsionassoziierten Molekülen zwischen Melanozyten und Melanomzelllinien festzustellen. In einem Western Blot auf Veränderungen an Zelladhäsionsmolekülen in Melanomzellinien wurden die Proteine pp120, Paxillin, gamma-Catenin, VASP, N-Cadherin und P-Cadherin untersucht (siehe Abbildung 4-1). Gemäß der Datenbank Online Mendelian Inheritance in MAN weisen diese Proteine in den Melanomzelllinien jeweils die erwartete Größe auf.
pp120 hat ein Molekulargewicht von 120 kDa. In Abbildung 4-1 erkennt man zusätzliche kleinere Proteinbanden, welche auf Degradationen oder deglykosylierte Formen des Proteins hinweisen. VASP hat ein Molekulargewicht von 40 kDa. Paxillin weist Banden zwischen 65 und 70 kDa auf, wobei das aberrante Laufverhalten des Proteins im Gel wahrscheinlich auf seinen hohen Prolingehalt (10%) zurückzuführen ist (OMIM). N-Cadherin zeigt das bekannte Molekulargewicht von 130 kDa und Plakoglobin von 82 kDa.
P-Cadherin jedoch hat ein auffälliges niedriges Molekulargewicht von ungefähr 50 kDa, wohingegen die erwartete Größe von P-Cadherin 120 kDa beträgt. Aufgrund dieser Besonderheit wurde in dieser Arbeit die kurze, 50 kDa Form von P-Cadherin in Melanomzelllinien genauer untersucht. In den folgenden Kapiteln werden die Ergebnisse dargestellt.
1 Zusammenfassung: Diese Arbeit untersucht, ob MIA spezifisch mit Rezeptoren auf der Oberfläche von Melanomzellen interagieren kann und analysiert das Vorliegen einer verkürzten, 50 kDa schweren Form des klassischen P-Cadherins in Melanomzellen.
2 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Haut, die Entwicklung und Biologie des malignen Melanoms sowie die Rolle von Zelladhäsionsmolekülen wie Cadherinen und Integrinen bei der Tumorentstehung.
3 Material und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die verwendeten Materialien, Geräte sowie die molekularbiologischen, proteinchemischen und zellkulturellen Methoden zur Analyse der untersuchten Proteine.
4 Ergebnisse: Hier werden die Untersuchungen zur verkürzten Form von P-Cadherin sowie die Charakterisierung spezifischer Bindungspartner des Proteins MIA dargelegt.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse bezüglich der P-Cadherin-Trunkierung und der Interaktion von MIA mit Integrinen im Kontext der Metastasierung von Melanomzellen.
Malignes Melanom, P-Cadherin, MIA, Integrine, Zelladhäsion, Metastasierung, MAP-Kinase, ERK 1/2, Signaltransduktion, Tumorprogression, Zellmigration, Fibronektin, Rezeptorinteraktion, Tumorzellverband, Zell-Zell-Kontakte.
Die Arbeit untersucht zwei spezifische Aspekte der Zelladhäsion beim malignen Melanom: die Trunkierung des P-Cadherins und die regulatorische Wirkung des Proteins MIA auf Integrin-Signalwege.
Die Themenfelder umfassen die Zelladhäsionsbiologie, die Metastasierung von Melanomzellen, die Signaltransduktion über MAP-Kinasen sowie die Interaktion zwischen Tumorzellen und der extrazellulären Matrix.
Das primäre Ziel ist es, den Beitrag der Proteine MIA und P-Cadherin zur Ablösung von Tumorzellen aus dem Zellverband und deren darauffolgende Migration und Invasion in umliegendes Gewebe aufzuklären.
Es kommen diverse molekularbiologische, proteinchemische und zellbiologische Methoden zum Einsatz, darunter Western Blot-Analyse, ELISA, Ko-Immunpräzipitation, FACS-Analyse und PCR-basierte Ansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der 50 kDa P-Cadherin-Form in Melanomzelllinien und -metastasen sowie in die Charakterisierung der Bindung von MIA an spezifische Integrine und dessen hemmende Wirkung auf die MAP-Kinase-Aktivität.
Zentrale Begriffe sind malignes Melanom, P-Cadherin, MIA (Melanoma Inhibitory Activity), Integrine, Zelladhäsion und Metastasierung.
Es konnte gezeigt werden, dass das klassische P-Cadherin in Melanomzellen in einer verkürzten, 50 kDa großen Form vorliegt, die sezerniert wird und die normalen Zell-Zell-Kontakte stören kann.
MIA blockiert spezifische Integrin-Rezeptoren (alpha4 beta1 und alpha5 beta1) und reduziert dadurch die Aktivität des MAP-Kinase-Signalweges, was die Ablösung der Zellen von der extrazellulären Matrix begünstigt.
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