Magisterarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 1,5
Einleitung 1
1. Ökonomische Wohlstandsindikatoren 4
1.1. Wohlstandsmaße der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 4
1.1.1. Sozialproduktsbegriffe 4
1.1.2. Dreiseitenrechnung 7
1.2. Kritik an der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 8
1.3. Alternativkonzepte zur Wohlstandsmessung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 11
1.3.1. System sozialer Indikatoren 11
1.3.2. Korrekturen am Sozialprodukt 12
1.3.3. Indexmethode 13
1.4. Einkommensverteilung 14
1.4.1. Einkommensbegriffe 14
1.4.2. Verteilungsmaße 16
1.5. Armutskonzepte 18
1.5.1. Relative Armut 20
1.5.2. Absolute Armut 21
1.6. Vermögensverteilung 22
1.6.1. Vermögensbegriff 23
1.6.2. Vermögensbewertung 24
1.6.3. Verteilungsmaße 25
1.7. Arbeitsmarktindikatoren 25
Zwischenfazit 29
2. Empirische Fundierung der ökonomischen Wohlstandsindikatoren 31
2.1. BSP- bzw. BIP-abhängige Länderauswahl 31
2.1.1. OECD-Länder 31
2.1.2. Europäische Union 34
2.1.3. Die alte „Zweite und Dritte Welt“ 34
2.2. Personelle Einkommensverteilung in den OECD-Ländern 40
2.2.1. Problematik empirischer Studien 40
2.2.2. Vergleich diverser internationaler Studien 42
2.3. Relative Armut in der Europäischen Union 44
2.4. Absolute Armut in den Ländern der alten „Zweiten und Dritten Welt“ 45
2.5. Personelle Vermögensverteilung 46
2.6. Arbeitslosenquoten in den OECD-Ländern, der Europäische Union und in den Ländern der alten „Zweiten und Dritten Welt“ 48
Zwischenfazit 50
3. Empirische Zusammenhänge zwischen den ökonomischen Wohlstandsindikatoren 51
3.1. Vorgehensweise zur Herstellung von Zusammenhängen 51
3.2. Einkommensverteilung und Arbeitslosenquoten in den OECD-Ländern 54
3.3. Armutsgefährdungsquote und Arbeitslosenquoten in der Europäischen Union 58
3.4. Ein-Dollar-Grenze, Gini-Koeffizient und Arbeitslosenquoten in der alten „Zweiten und Dritten Welt“ 60
Zwischenfazit 68
4. Untersuchung über den Zusammenhang zwischen der Arbeitsmarktpolitik und den ökonomischen Wohlstandsindikatoren in den USA und den Niederlanden 70
4.1. Ansätze zur Arbeitsmarktpolitik in der ökonomischen Theorie 71
4.1.1. Neoklassischer Ansatz 71
4.1.2. Keynesianischer Ansatz 72
4.2. Begründung der Länderauswahl 73
4.3. Arbeitsmarktpolitik in den USA 74
4.4. Einflüsse der Arbeitsmarktpolitik auf die Entwicklung der ökonomischen Wohlstandsindikatoren in den USA 77
4.5. Arbeitsmarktpolitik in den Niederlanden 78
4.4. Einflüsse der Arbeitsmarktpolitik auf die Entwicklung der ökonomischen Wohlstandsindikatoren in den Niederlanden 81
Zwischenfazit 83
5. Forschungsperspektiven 85
5.1. Verbesserung der Datengrundlage 85
5.2. Einkommensmobilität 86
5.3. Ökonomische Wechselwirkungen 87
5.4. Einkommensungleichheit und Wirtschaftswachstum 88
Schlussbetrachtung 90
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen ökonomischen Wohlstandsindikatoren und der nationalen Arbeitsmarktpolitik, um zu ergründen, ob eine Minderung der Arbeitslosigkeit zwangsläufig zu einer Verbesserung der Wohlstandssituation führt oder ob systembedingte Diskrepanzen zwischen Arm und Reich existieren.
1.1. Wohlstandsmaße der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bzw. das Bruttosozialprodukt (BSP) ist ein traditionelles Wohlstandsmaß, das jedoch als Gesamtmaß über Missstände hinwegtäuschen kann. Da stellen sich unweigerlich Fragen. Was ist Wohlstand und wie kann man Wohlstand messen? Ist eine Erhöhung des Wirtschaftswachstums immer wünschenswert? So könnten hiermit z. B. Nebenwirkungen, wie erhöhte Schadstoff- und Lärmemissionen sowie steigender Energieverbrauch verbunden sein.
Beginnend erläutere ich unterschiedliche Sozialproduktsbegriffe. Alle gehen zunächst vom Produktionsvolumen eines Staates aus.
Bruttosozialprodukt zu Marktpreisen (BSP, Gross National Product, GNP) = Bruttonationaleinkommen zu Marktpreisen (BNE)
Das Bruttosozialprodukt bestimmt die Wirtschaftskraft eines Landes und ergibt sich aus dem von allen Inländern erwirtschafteten Produktionsvolumen innerhalb einer Periode. Die Bestimmung dieses Wertes erfolgt mithilfe der Marktpreise, wobei so genannte Vorleistungsprodukte zur Vermeidung einer Doppelerfassung abgezogen werden müssen. Inländer sind in diesem Zusammenhang natürliche Personen, die ihren Wohnsitz im Inland haben, und juristische Personen, deren Zentrum ihrer wirtschaftlichen Aktivität im Inland ist. Dies wird auch als Bruttowertschöpfung (BWS) bezeichnet.
Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Korrelation zwischen Arbeitsmarktpolitik und Wohlstandsentwicklung sowie die Problematik, ob sinkende Arbeitslosigkeit Armut effektiv reduziert.
1. Ökonomische Wohlstandsindikatoren: Theoretische Grundlagen und Konzepte zur Wohlstandsmessung sowie deren Schwächen und Alternativen werden diskutiert.
2. Empirische Fundierung der ökonomischen Wohlstandsindikatoren: Analyse der Datenlage und Länderauswahl, wobei die Problematik internationaler Vergleichbarkeit und verschiedener Datenquellen im Fokus steht.
3. Empirische Zusammenhänge zwischen den ökonomischen Wohlstandsindikatoren: Untersuchung, ob messbare Korrelationen zwischen Arbeitslosenquoten und Verteilungsmaßen (Gini-Koeffizient, Armut) in verschiedenen Ländergruppen bestehen.
4. Untersuchung über den Zusammenhang zwischen der Arbeitsmarktpolitik und den ökonomischen Wohlstandsindikatoren in den USA und den Niederlanden: Detailanalyse zweier konträrer Beispiele zur Arbeitsmarktpolitik und deren Auswirkungen auf die Wohlstandssituation.
5. Forschungsperspektiven: Reflexion über Verbesserungsmöglichkeiten der Datenqualität sowie weitere Forschungsfelder wie Einkommensmobilität und Wirtschaftswachstum.
Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit, das die Erkenntnisse der Arbeit bündelt und die Grenzen der getroffenen Aussagen hinsichtlich der politischen Übertragbarkeit aufzeigt.
Wohlstandsindikatoren, Arbeitsmarktpolitik, Bruttoinlandsprodukt, Einkommensverteilung, Gini-Koeffizient, Arbeitslosigkeit, Armutskonzepte, Vermögensverteilung, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, OECD, Kaufkraftparität, Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Sozialpolitik, Datengrundlage.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Arbeitsmarktpolitik verschiedener Länder und ökonomischen Wohlstandsindikatoren, um zu klären, ob Beschäftigungswachstum tatsächlich mit einer verbesserten Wohlstandslage korreliert.
Die Themenfelder umfassen theoretische Wohlstandsmaße (wie BIP oder Gini-Koeffizient), Armuts- und Vermögenskonzepte, Arbeitsmarktstatistiken sowie die Analyse spezifischer politischer Strategien in den USA und den Niederlanden.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung der These, ob eine Minderung der Arbeitslosigkeit zu einer signifikanten Verbesserung der Wohlstandssituation führt oder ob systembedingte Unterschiede in der Verteilung bestehen bleiben.
Der Autor nutzt einen quantitativen Vergleich empirischer Daten (vorwiegend internationaler Statistiken) in Kombination mit einer qualitativen Analyse arbeitsmarktpolitischer Rahmenbedingungen in ausgewählten Fallstudien.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der empirischen Fundierung der Indikatoren, der statistischen Untersuchung von Korrelationen zwischen Arbeitslosigkeit und Verteilungsmaßen in verschiedenen Ländergruppen sowie der vergleichenden Analyse von USA und den Niederlanden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Einkommensungleichheit, Gini-Koeffizient, Arbeitsmarktindikatoren, Kaufkraftparität, Armutsgefährdungsquote und Arbeitsmarktflexibilität charakterisiert.
Die Niederlande dienen als Beispiel für eine erfolgreiche Politik der Arbeitsmarktflexibilisierung bei gleichzeitigem Bemühen, soziale Sicherungssysteme zu erhalten, was zu einer sinkenden Tendenz bei Arbeitslosigkeit und Ungleichheit führt.
Die USA zeigen trotz sinkender Arbeitslosenquoten eine steigende Einkommensungleichheit, was auf eine stark neoklassisch geprägte Politik und einen ausgeprägten Niedriglohnsektor zurückgeführt wird.
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