Doktorarbeit / Dissertation, 2007
269 Seiten, Note: cum laude
I. Einleitung
1. Zentrale Fragestellung des Forschungsvorhabens
2. Ziel der Untersuchung
II. Theorie – wissenschaftliche Hintergründe und Grundlagen
1. Politikwissenschaft – Diskursanalyse im konstruktivistischen Sinne
1.1 Demokratie und ihre Ausprägungen: Grundlage des Vergleichs außen- und sicherheitspolitischer Kommunikation
1.2 Vergleichende Systemforschung
1.2.1 Das Input-Output – Modell
1.2.2 Dimensionen des Politischen in der vorliegenden Untersuchung
1.2.3 Konzepte der Politischen Kultur: Öffentliche Meinung, Nationale Identität
2. Kommunikationswissenschaft
2.1 Das Koorientierungsmodell beruhend auf der Lasswell-Formel
2.2 Kommunikationssystem und Kommunikationskultur
3. Sozialwissenschaft – Internationales Konfliktmanagement
III. Methodik
1. Außenpolitische Kommunikation in der Literatur
2. Außen- und sicherheitspolitische Kommunikation und ihre Dimensionen in der vorliegenden Analyse
2.1 Machtverhältnisse und Führungsstil
2.2 Strategie der Außenpolitik und Politikstil
2.3 Kommunikationsstil der Akteure
3. Das Untersuchungsmodell außenpolitischer Kommunikation in sicherheitspolitischen Spannungsfeldern westlicher Demokratien
IV. Empirie: Anwendung des Untersuchungsmodells auf ausgewählte sicherheitspolitische Konfliktsituationen in westlichen Demokratien
1. Aufbau der empirischen Untersuchung
1.1 Fallstudien in der politikwissenschaftlichen Analyse
1.2 Auswahl des Datenmaterials
1.2.1 Datenmaterial des Konfliktbarometers des Heidelberger Instituts für Konfliktforschung
1.2.2 Metastudie des Konfliktbarometers als Basis der Fallstudien
2.1 Die Bundesrepublik Deutschland
2.1.1 Das Regierungssystem im nationalen Umfeld
2.1.2 Die Akteure der Außenpolitik
2.1.3 Sicherheitspolitische Traditionen, Werte und Normen – Stellung im internationalen System
2.2 Die Vereinigten Staaten von Amerika
2.2.1 Das Regierungssystem der Vereinigten Staaten
2.2.2 Die Akteure der Außenpolitik
2.2.3 Außenpolitische Traditionen, Werte und Normen und die Stellung im internationalen System
2.3 Russland – defekte Demokratie als Sonderfall einer westlichen Demokratie
2.3.2 Die Akteure der Außenpolitik
3. Fallstudienanalyse
3.1 Begründete Auswahl und Charakterisierung der Fälle
3.2 Crucial Cases – Deutschland
3.2.1 Die Beteiligung der deutschen Bundeswehr im Rahmen des NATO Einsatzes im Kosovo
3.2.2 Der Einsatz der deutschen Bundeswehr im Kampf gegen den internationalen Terrorismus in Afghanistan
3.3 Crucial Cases – Vereinigte Staaten von Amerika
3.3.1 Die Intervention der USA auf Haiti
3.3.2 Die Entscheidung des Einmarsches in den Irak – Operation Iraqi Freedom
3.4 Crucial Cases – Russland
3.4.1 Die Entscheidung der militärischen Intervention in Tschetschenien
3.4.2 Frozen Conflict: Georgien
V. Abschließende Bewertung der Fallstudien
1. Beeinflussende Faktoren auf die Gestaltung und Verwendung außenpolitischer Kommunikation im internationalen Konfliktmanagement westlicher Demokratien
2. Gegenüberstellung der untersuchten Staaten: Deutschland, USA, Russland
2.1 Deutschland: Kommunikation eines neuen sicherheitspolitischen Selbstbewusstseins
2.2 USA: Zielorientierte und wertegeleitete Kommunikation
2.3 Russland: Kommunikation zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung
3. Vergleichende Darstellung des Outputs
4. Beurteilung der Rolle internationaler Organisationen innerhalb sicherheitspolitischer Kommunikation - Forum oder Hemmnis?
4.1 Beurteilung der Rolle internationaler Organisationen und regionaler Bündnisse in den einzelnen Fällen
4.2 Interkultureller Vergleich der Rolle internationaler Organisationen
4.3 Rollenmodelle internationaler Organisationen und regionaler Bündnisse
5. Ergebnis und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die außenpolitische Kommunikation in der Sicherheitspolitik westlicher Demokratien seit Ende des Kalten Krieges. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit sich diese Staaten in ihrer Kommunikationsgestaltung und Konfliktmanagement-Strategie unterscheiden, wenn sie mit sicherheitspolitischen Herausforderungen konfrontiert werden.
Die Intervention der USA auf Haiti
Die Intervention der Vereinigten Staaten von Amerika auf der karibischen Insel Haiti ist nur eine Station im historisch gespannten Verhältnis dieser beiden Staaten. Die Geschichte der bilateralen Beziehung ist geprägt durch ein Spannungsfeld, welches alle Aspekte der Außen- und Sicherheitspolitik einschließt: Neben wirtschaftlichen und militärischen Interessen war von Seiten der USA vor allem das Problem der Flüchtlingsströme der haitianischen Bevölkerung ausschlaggebend für ein Eingreifen in einen bis dahin innerstaatlichen Konflikt. Dies steht in engem Zusammenhang mit der von Präsident Bill Clinton deklarierten Linie der Außenpolitik: Die Unterstützung fortschreitender Demokratisierungsbemühungen durch die USA sowie die Fokussierung auf Außenhandelspolitik, sprich sicherheitspolitische Absicherung durch wirtschaftliche Einbindung.
In seiner Ansprache „State of the Union“ im Januar 1995 betonte der Präsident: „Unsere Sicherheit beruht auf einer Fortsetzung unserer Führung in der Welt für Frieden, Freiheit und Demokratie. Wir können nicht zu Hause stark sein, ohne im Ausland stark zu sein.“
I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Kommunikation für die Außen- und Sicherheitspolitik westlicher Demokratien ein und definiert die zentrale Fragestellung des Forschungsvorhabens.
II. Theorie – wissenschaftliche Hintergründe und Grundlagen: Hier werden die politik-, kommunikations- und sozialwissenschaftlichen Fundamente für das Analysemodell erarbeitet, wobei Aspekte wie Macht, politische Kultur und das Koorientierungsmodell beleuchtet werden.
III. Methodik: Dieses Kapitel definiert den Begriff der außenpolitischen Kommunikation und führt das entwickelte Untersuchungsmodell ein, das als methodischer Rahmen für die anschließende empirische Analyse dient.
IV. Empirie: Anwendung des Untersuchungsmodells auf ausgewählte sicherheitspolitische Konfliktsituationen in westlichen Demokratien: Das Modell wird auf spezifische Fallstudien angewendet, wobei die Staaten Deutschland, die USA und Russland hinsichtlich ihres außenpolitischen Handelns untersucht werden.
V. Abschließende Bewertung der Fallstudien: Die Ergebnisse der Fallstudien werden synthetisiert, die Rollen internationaler Organisationen evaluiert und ein Ausblick auf die Bedeutung strategischer Kommunikation gegeben.
Außenpolitische Kommunikation, Sicherheitspolitik, Westliche Demokratien, Konfliktmanagement, Politische Kultur, Diskursanalyse, Internationale Organisationen, Führungselite, Strategische Kommunikation, Systemforschung, Machtverhältnisse, Politische Kommunikation, Krisenmanagement, Demokratiedefizit, Außenpolitik.
Die Dissertation analysiert, wie westliche Demokratien im internationalen Konfliktmanagement außenpolitische Kommunikation gestalten und nutzen.
Die Arbeit verknüpft Politik-, Kommunikations- und Sozialwissenschaft, um das Zusammenspiel von politischem System, Führungsstil und internationalem Umfeld zu untersuchen.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Faktoren zu entwickeln, die den Kommunikationsstil von Staats- und Regierungschefs in sicherheitspolitischen Spannungsfeldern beeinflussen.
Es wird eine qualitative vergleichende Systemforschung angewandt, die auf einer Metastudie des Konfliktbarometers und der Analyse von "Crucial Cases" basiert.
Der Hauptteil widmet sich der Anwendung des theoretischen Untersuchungsmodells auf reale Konfliktfälle in Deutschland, den USA und Russland.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Außenpolitische Kommunikation, Sicherheitspolitik, Strategische Führung und Konfliktmanagement gekennzeichnet.
Russland wird als Sonderfall einer "defekten Demokratie" behandelt und seine spezifische Kommunikationsstrategie mit der von westlichen Demokratien verglichen.
Die Arbeit identifiziert unterschiedliche Rollenmodelle für internationale Organisationen, die von einer aktiven Plattform bis hin zur funktionslosen Bedeutungslosigkeit reichen können.
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