Diplomarbeit, 2008
76 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Netzwerkorganisation als ein Modell der Unternehmensorganisation
2.1 Definitorische Grundlagen und Abgrenzungen
2.1.1 Charakterisierung der internen Netzwerkorganisation
2.1.2 Anwendungsfelder der internen Netzwerkorganisation
2.1.3 Abgrenzung der internen Betrachtung zu anderen Analyseebenen
2.1.4 Abgrenzung von Netzwerken zu anderen ökonomischen Organisationsformen
2.1.5 Abgrenzung der internen Netzwerkorganisation zu anderen Formen der Unternehmensgestaltung
2.2 Theoretische Erklärungsansätze der Netzwerkorganisation
2.3 Das Modell der internen Netzwerkorganisation als „Mythos“
3. Beurteilung des Modells der internen Netzwerksorganisation
3.1 Klassifikation der Kriterien
3.2 Kriterien auf Individualebene
3.2.1 Personenbezogene Kriterien
3.2.1.1 Vertrauen
3.2.1.2 Arbeitszufriedenheit
3.2.1.3 Fähigkeiten und individuelle Leistung
3.2.2 Der Netzwerkeffekt
3.2.2.1 Auswirkungen der strukturellen Einbettung von Akteuren
3.2.2.2 Generierung von Sozialkapital als Ergebnis der Einbettung
3.3 Kriterien auf organisatorischer Ebene
3.3.1 Ökonomische Kriterien
3.3.1.1 Gewinne und Kosten
3.3.1.2 Effizienz und Flexibilität
3.3.2 Führung von Netzwerken
3.3.2.1 Integration der Netzwerkmitglieder
3.2.2.2 Kontrolle und Einfluss
3.3.2.3 Management von Netzwerken
3.3.2.3.1 Herausforderungen an das Management
3.3.2.3.2 Netzwerk-Kompetenz
Exkurs 1: Controlling im Netzwerk
3.3.2.4 Personalführung im Netzwerk
3.3.3 Austausch von Wissen im Netzwerk
3.3.3.1 Lernen und Entstehung von Wissen
3.3.3.2 Speicherung und unkontrollierter Abfluss von Wissen
3.3.3.3 Kommunikation
Exkurs 2: Kommunikationsstrukturen in Netzwerken
3.3.4 Gruppendynamische Prozesse
3.3.4.1 Persönlichkeit und Verhalten in Gruppen
3.3.4.2 Leistungsfähigkeit von Gruppen
3.4 Zusammenfassender Überblick
4. Perspektive
5. Fazit
Die Arbeit untersucht das Modell der internen Netzwerkorganisation kritisch und bewertet dessen Einsetzbarkeit anhand verschiedener Kriterien auf Individual- und Organisationsebene, um Chancen, Risiken und Herausforderungen für das Management aufzuzeigen.
2.1.1 Charakterisierung der internen Netzwerkorganisation
Als mögliche Organisationsform von Unternehmen zeichnet sich die interne Netzwerkorganisation als lockeres Beziehungsgefüge zwischen einer Zentrale und einzelnen Einheiten, beispielweise Arbeitsteams, Filialen oder Produktionsstätten, aus. Diese sind miteinander durch wechselseitige Abhängigkeiten und horizontalen Kooperationen verbunden und verfügen über eine hohe Selbstständigkeit. Der entstehenden Dezentralität und Eigendynamik muss mit Koordinations- und Integrationsmechanismen wie einer adäquaten Informations- und Kommunikationsstruktur, gemeinsamen Zielen, geteilten Werten und qualifizierten Mitarbeitern entgegen gewirkt werden, um die Abstimmung und Verbindung der Einheiten untereinander zu gewährleisten.
Die idealtypischen Ziele, welche mit der internen Netzwerkorganisation erreicht werden sollen, sind die der Effizienz, der Flexibilität am Markt sowie der verbesserten Fähigkeit zu Lernen. Letztgenannter Aspekt ist begründet in der Tatsache, dass in streng hierarchischen Unternehmen der Entscheidungs- und Kommunikationsfluss von der Spitze in untere Hierarchieebenen führt und damit nur wenig innovativ ist, während in einer Netzwerkorganisation Verbindungen zwischen den Einheiten etabliert werden können, um Wissensvorsprünge einzelner für die gesamte Organisation nutzen zu können. Nach diesen Verbindungen lassen sich nach Bartlet/Ghoshal (1990) die Mitglieder gemäß ihrer Rollen im Netzwerk in vier Gruppen aufteilen: 1. Strategischer Führer: Das Mitglied hat Zugriff auf wichtige Ressourcen und ist in einem wichtigen Markt tätig; es leistet so einen Beitrag zur Entstehung und Umsetzung der Strategie des gesamten Unternehmens.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzept der internen Netzwerkorganisation ein, beleuchtet deren wachsende Popularität in der Forschung und definiert das Ziel der kritischen Beurteilung anhand von Kriterien auf Individuen- und Organisationsebene.
2. Die Netzwerkorganisation als ein Modell der Unternehmensorganisation: Dieses Kapitel charakterisiert die interne Netzwerkorganisation, definiert ihre Anwendungsfelder sowie Abgrenzungen und diskutiert theoretische Erklärungsansätze und den Status als „Mythos“.
3. Beurteilung des Modells der internen Netzwerksorganisation: Das Hauptkapitel nimmt eine detaillierte, kriteriengeleitete Analyse der Netzwerkorganisation vor, unterteilt in Kriterien auf Individualebene (u.a. Vertrauen, Netzwerkeffekte) und organisatorischer Ebene (u.a. Führung, Wissensaustausch, Gruppendynamik).
4. Perspektive: Das Kapitel reflektiert die zukünftige Rolle der internen Netzwerkorganisation und diskutiert Möglichkeiten der Kombination mit anderen Organisationsformen, wie der Matrixorganisation, zur Bewältigung von Koordinationsproblemen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken des Modells zusammen und betont, dass die Netzwerkorganisation für Unternehmen keine zwangsläufige Erfolgsgarantie darstellt, sondern spezifische Strukturen wie geteilte Werte und adäquates Controlling erfordert.
Netzwerkorganisation, Unternehmensorganisation, Vertrauen, Sozialkapital, Führung, Wissenstransfer, Transaktionskosten, Effizienz, Flexibilität, Gruppendynamik, Dezentralisierung, Wissensmanagement, Kooperation, Organisationsdesign, Netzwerk-Kompetenz
Die Arbeit analysiert kritisch das Modell der internen Netzwerkorganisation und beurteilt deren Einsetzbarkeit in Unternehmen anhand verschiedener Kriterien.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen von Netzwerken, die Bedeutung von Vertrauen und Sozialkapital auf Individualebene sowie die Herausforderungen der Führung, Wissenskommunikation und Gruppendynamik auf organisatorischer Ebene.
Ziel ist es, die interne Netzwerkorganisation nicht nur als Idealmodell, sondern kritisch hinsichtlich ihrer tatsächlichen Chancen und Risiken im Unternehmensalltag zu evaluieren.
Es wird eine kriteriengeleitete Beurteilung durchgeführt, die wissenschaftliche Literatur und theoretische Erklärungsansätze heranzieht, um die spezifische Eignung der Netzwerkorganisation zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung auf Individualebene (personenbezogene Kriterien, Netzwerkeffekte) und organisatorischer Ebene (ökonomische Aspekte, Führung, Wissensaustausch, Gruppendynamik).
Wichtige Begriffe sind Netzwerkorganisation, Vertrauen, Sozialkapital, Wissensmanagement, Effizienz, Flexibilität, Führung und Netzwerk-Kompetenz.
Es erfordert eine spezifische "Netzwerk-Kompetenz", die sich aus Segmentierungs-, Vernetzungs-, Infrastruktur- und Veränderungskompetenzen zusammensetzt, um die hohe Komplexität und Dezentralität eines Netzwerks erfolgreich zu steuern.
Der Autor greift die Debatte auf, dass Netzwerke in der Literatur oft glorifiziert werden, während mögliche Nachteile und die Schwierigkeit der Koordination häufig vernachlässigt werden, was den "Mythos" eines einfachen Königswegs erzeugt.
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