Doktorarbeit / Dissertation, 1981
218 Seiten, Note: 0,5
1. Einleitung
2. Die Kriegskonjunktur in der deutschen Maschinenbauindustrie von 1914 bis 1918
2.1. Die Nachfrage auf dem Markt der Maschinenbauindustrie
2.2. Die Produktion der Maschinenbauindustrie
2.3. Der Export der Maschinenbauindustrie
2.4. Die Preise auf den Märkten der Maschinenbauindustrie
2.5. Die Profite der Maschinenbauindustrie
2.6. Die Lage der Arbeiter der Maschinenbauindustrie
3. Die Inflationskonjunktur der deutschen Maschinenbauindustrie von 1919 bis 1923
3.1. Die Nachfrage auf den Märkten der Maschinenbauindustrie
3.2. Die Produktion der Maschinenbauindustrie
3.3. Der Export der Maschinenbauindustrie
3.4. Die Preise auf den Märkten der Maschinenbauindustrie
3.5. Die Profite der Maschinenbauindustrie
3.6. Die Lage der Arbeiter der Maschinenbauindustrie
4. Schluß
Die vorliegende Arbeit untersucht den Reproduktionsverlauf in der deutschen Maschinenbauindustrie während der turbulenten Jahre von 1914 bis 1923. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die Bedingungen für Produktion, Absatz, Preisbildung und Beschäftigung unter dem Einfluss von Kriegswirtschaft, Inflation und staatlicher Regulierung veränderten und wie diese Faktoren die Kapitalakkumulation sowie die soziale Lage der Arbeiterschaft beeinflussten.
Die Kriegskonjunktur der deutschen Maschinenbauindustrie 1914 – 1918
Die Bewegung der Nachfrage auf dem Markt der Maschinenbauindustrie war in der letzten Zeit vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges zwar sehr widersprüchlich, insgesamt aber dominierten Rückgangserscheinungen das Bild. Namentlich ab Mitte 1913 kam es zu einer erheblichen Abnahme des Eingangs von Inlandsaufträgen bei den deutschen Maschinenfabriken. Die Bestellungen des Auslands hielten sich demgegenüber im Wesentlichen auf ihrem hohen Niveau. Nach einer Repräsentativuntersuchung des Vereine deutscher Maschinenbau-Anstalten (VdMA) ging der Auftragseingang in der Maschinenbauindustrie im Jahre 1913 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um fast 30 Prozent zurück, war aber noch merklich größer als im Jahre 1911. Im ersten Halbjahr 1914 setzte sich der Rückgang im Auftragseingang dann, wenn auch deutlich verlangsamt, weiter fort. Von Seiten der Maschinenbauindustrie wurde die verminderte Auftragserteilung auf die politische Entwicklung, insbesondere "die Einwirkungen des Balkankrieges und die wiederholten Spannungen zwischen den europäischen Mächtegruppen" sowie auf die fühlbare Geldknappheit seit Ende 1912, die in erster Linie eine Geldkapitalknappheit war und entsprechende negative Wirkungen auf die kauffähige Nachfrage nach Maschinen hatte, zurückgeführt.
Obzwar der Auftragsbestand bei den Maschinenbauunternehmen in der letzten Zeit vor dem Kriegsausbruch infolge des großen Auftragsüberhangs von 1912 und der meist mehrmonatigen produktionsbedingten Lieferzeit im allgemeinen noch relativ hoch war, signalisierte die Abnahme der Neuaufträge bereits recht eindeutig den Beginn einer Überproduktionskrise, sowohl in der Maschinenbauindustrie selbst, als auch in der deutschen Wirtschaft insgesamt.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die geschichtliche Entstehung und die besondere Schlüsselstellung der Maschinenbauindustrie im industriellen Reproduktionsprozess sowie die Forschungsrelevanz für die ökonomische Theorie.
2. Die Kriegskonjunktur in der deutschen Maschinenbauindustrie von 1914 bis 1918: Dieses Kapitel analysiert die Umstellung der Maschinenbauindustrie auf Kriegsproduktion, die Auswirkungen des Hindenburg-Programms und die Preis- sowie Lohnentwicklungen während der Kriegsjahre.
3. Die Inflationskonjunktur der deutschen Maschinenbauindustrie von 1919 bis 1923: Der Autor beschreibt hier die Auswirkungen der Hyperinflation, die spekulative Preisbildung und die Auswirkungen auf die Profitabilität und die soziale Lage der Arbeiter in der frühen Nachkriegszeit.
4. Schluß: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse über die Dialektik der industriellen Entwicklung und die Rolle des Staates sowie des Kapitals in dieser krisenhaften Periode zusammen.
Maschinenbauindustrie, Erster Weltkrieg, Inflation, Kriegswirtschaft, Reproduktionsprozess, Kapitalakkumulation, Reallöhne, Preisbildung, Rüstungsproduktion, Hindenburg-Programm, Kapitalverwertung, Industrieproduktion, Arbeitsmarkt, Staatsmonopolismus, Geldentwertung
Die Dissertation befasst sich mit der ökonomischen Entwicklung der deutschen Maschinenbauindustrie in der Zeit des Ersten Weltkrieges und der anschließenden Inflationsära von 1914 bis 1923.
Zu den zentralen Themen gehören die konjunkturellen Schwankungen, die Produktionsumstellung, die Rolle von Preisen und Profiten sowie die soziale Lage der Werktätigen.
Das Ziel ist die Erforschung des Reproduktionsverlaufes der Maschinenbauindustrie und deren Beitrag zur tieferen theoretischen Durchdringung des modernen Kapitalismus und dessen Krisenmechanismen.
Die Untersuchung basiert auf der materialistischen Dialektik sowie den Reproduktions-, Akkumulations-, Realisations- und Krisentheorien von Marx und der Leninschen Imperialismustheorie.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Kriegskonjunktur (1914–1918) und der Inflationskonjunktur (1919–1923), wobei jeweils Nachfrage, Produktion, Export, Preise, Profite und Arbeitsbedingungen detailliert untersucht werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kapitalakkumulation, Kriegswirtschaft, Inflation, Preis-Lohn-Schere, Staatsmonopolismus und Reproduktionsprozess.
Die Arbeit analysiert Kriegsanleihen als ein Instrument der Kaufkraftumverteilung zugunsten des Kapitals, welches faktisch einer verdeckten Besteuerung gleichkam.
Der Autor sieht im Hindenburg-Programm einen entscheidenden Höhepunkt der staatsmonopolistischen Entwicklung, der die Kriegsproduktion auf Kosten der nicht-kriegswichtigen Zweige forcierte.
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