Examensarbeit, 2007
126 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1. Einleitung
2. Der Zweitspracherwerb – Theoretische und Didaktische Überlegungen
2.1. Zweitsprachentheorien
2.1.1. Die Schwellenniveau- und Interdependenzhypothese
2.1.2. Die Kontrastivhypothese
2.1.3. Die Identitätshypothese
2.1.4. Die Interlanguagehypothese
2.1.5. Fazit: Der Zweitspracherwerb ist ein komplexer Vorgang
2.1.6. Grundgrößen des Zweitspracherwerbs
2.1.6.1. Der Antrieb
2.1.6.2. Das Sprachvermögen
2.1.6.2.1. Biologische Determinanten
2.1.6.2.2. Das verfügbare Wissen
2.1.6.3. Der Zugang
2.1.6.4. Kennzeichen des Spracherwerbsprozesses
2.1.6.4.1. Struktur des Verlaufs
2.1.6.4.2. Das Tempo
2.1.6.4.3. Endzustand
2.1.7. Der gesteuerte und ungesteuerte Zweitspracherwerb
2.1.8. Didaktisch – methodische Konsequenzen für den Zweitsprachenunterricht
2.1.8.1. Die Erstsprache der Schüler einbeziehen
2.1.8.2. Lernen in bedeutsamen Zusammenhängen
2.1.8.3. Fehler tolerieren
2.1.8.4. Zusammenarbeit mit den Eltern
2.1.8.5. Sprachliche Vorbilder
2.1.8.6. Der Spracherwerbsprozess ist nicht beliebig manipulierbar
2.1.8.7. Zur Fragehaltung ermutigen
2.1.8.8. Förderung von fachsprachlichen Fähigkeiten
3. Ausgewählte Tests zur Diagnose von Schulleistungen
3.1. Der Hamburger Schulleistungstest (HST)
3.1.1. Funktionsübersicht HST
3.1.2. Inhalte HST
3.2. Fehleranalyse von freien Texten
3.2.1. Fehlerkategorien nach Annegret von Wedel – Wolff
3.2.2. Bewertung von Rechtschreibleistungen an Hand freier Texte
4. Die praktische Umsetzung
4.1. Die Individuallage meiner Förderschüler
4.2. Kontrastive Sprachbetrachtung Türkisch – Deutsch
4.2.1. Grundlegende Merkmale der türkischen Sprache
4.2.2. Interferenzfehler bei der Erlernung der deutschen Sprache
4.3. Durchführung und Auswertung des HST 4/5 (Form A) und der freien Texte meiner Förderschüler
4.3.1 Durchführung und Auswertung des HST 4/5 (Form A)
4.3.1.1. Evaluation des HST 4/5 (Form A) des Förderschülers A
4.3.1.2. Evaluation des HST 4/5 (Form A) der Förderschülerin B
4.3.1.3. Evaluation des HST 4/5 (Form A) der Förderschülerin C
4.3.1.4. Evaluation des HST 4/5 (Form A) der Förderschülerin D
4.3.1.5. Evaluation des HST 4/5 (Form A) des Förderschülers E
4.3.1.6. Vergleich der Ergebnisse und Bewertung des HST 4/5 (Form A) aller Förderschüler
4.3.2. Informelle Diagnostik im Bereich Rechtschreibung
4.3.2.1. Förderdiagnostische Fehleranalyse von freien Texten
4.3.2.2. Analyse des freien Textes der Schülerin B
4.3.2.3. Analyse der freien Texte aller Förderschüler
4.4. Fragestellungen und Hypothesen
4.4.1. Fragestellungen
4.4.2. Hypothesen
4.5. Mein Förderkonzept
4.5.1. Das Setzen von Schwerpunkten
4.5.1.1. Der Bereich Sprachbetrachtung
4.5.1.2. Der Bereich Rechtschreibung
4.5.1.3. Der Bereich Leseverständnis und Informationsentnahme
4.5.2. Übergeordnete Förderziele
4.6. Konkrete Beispiele pädagogischen Handelns
4.6.1. Beispiel 1 – Förderstunde vom 24.02.2006
4.6.2. Beispiel 2 – Förderstunde vom 03.05.2006
4.6.3. Beispiel 3 – Förderstunde vom 05.07.2006
4.7. Durchführung und Auswertung des HST 4/5 (Form B) und der freien Texte meiner Förderschüler
4.7.1. Evaluation des HST 4/5 (Form B) des Förderschülers A
4.7.2. Evaluation des HST 4/5 (Form B) des Förderschülers B
4.7.3. Evaluation des HST 4/5 (Form B) des Förderschülers C
4.7.4. Evaluation des HST 4/5 (Form B) der Förderschülerin D
4.7.5. Evaluation des HST 4/5 (Form B) des Förderschülers E
4.7.6. Vergleich der Ergebnisse und Bewertung des HST 4/5 (Form B) aller Förderschüler
4.7.7. Gegenüberstellung der Ergebnisse des HST 4/5 (Form A) und des HST 4/5 (Form B)
4.7.8. Auswertung der „abschließenden“ freien Texte meiner Förderschüler
4.7.8.1. Analyse des freien Textes der Schülerin B
4.7.8.2. Analyse der freien Texte aller Förderschüler
4.8. Überprüfung der Hypothesen
4.8.1. Überprüfung der Hypothese 1
4.8.2. Überprüfung der Hypothese 1a
4.8.3. Überprüfung der Hypothese 1b
4.8.4. Überprüfung der Hypothese 1c
4.8.5. Überprüfung der Hypothese 2
4.9. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht theoretische Grundlagen des Zweitspracherwerbs und deren praktische Umsetzung im Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Das zentrale Ziel ist es, ein individuelles Förderkonzept zu entwickeln, das auf einer diagnostischen Erfassung der Lernvoraussetzungen basiert und den Abbau sprachlicher Defizite sowie die Stärkung fachsprachlicher Kompetenzen ermöglicht.
2.1 Zweitsprachentheorien
„Der Zweitspracherwerb ist ein ziemlich verwickeltes Phänomen, das von vielen Faktoren bestimmt wird und dessen systematische Beschreibung, ganz zu schweigen von seiner Erklärung, außerordentlich schwierig ist.“ Diese Beschreibungs- und Erklärungsproblematik resultiert vor allem aus der Vielzahl der empirischen Untersuchungen, deren Ergebnisse sowohl disparat, schwer zu vergleichen, als auch alles andere als geschlossen sind. Die verschiedenen Theorieansätze werden entweder sehr allgemein gehalten oder es wird der Versuch unternommen sie über „einfache Leisten zu hauen.“
Die Theorien in ihrer Gesamtheit darzustellen und zu kommentieren, würde den Rahmen meiner Arbeit sprengen. Es sollen deshalb ausschließlich die Hypothesen der Zweitsprachenerwerbsforschung dargestellt und diskutiert werden, die heute noch eine wichtige Rolle spielen und für meine Arbeit mit meinen Förderkindern von unmittelbarem Interesse sind.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Mehrsprachigkeit als Chance und Herausforderung und betont die Notwendigkeit von Chancengleichheit in der Bildung für Migrantenkinder.
2. Der Zweitspracherwerb – Theoretische und Didaktische Überlegungen: Dieses Kapitel erläutert aktuelle Spracherwerbstheorien und leitet daraus notwendige didaktische Konsequenzen für einen effektiven Zweitsprachenunterricht ab.
3. Ausgewählte Tests zur Diagnose von Schulleistungen: Der Autor stellt standardisierte und informelle Testverfahren vor, um individuelle Lernprofile im Bereich Sprachverständnis, Lesen und Rechtschreibung zu erstellen.
4. Die praktische Umsetzung: Dieser Hauptteil dokumentiert das konkrete Förderkonzept, die durchgeführten Einheiten sowie die Evaluation der Lernfortschritte der fünf teilnehmenden Förderschüler.
5. Resümee: Das Resümee zieht ein Fazit aus den Projekterfahrungen und unterstreicht die eminente Bedeutung schulischen Erfolgs für die gesellschaftliche Integration.
Zweitspracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, Migrationshintergrund, Förderunterricht, Diagnose, Leseverständnis, Rechtschreibdidaktik, Interferenzfehler, Sprachbetrachtung, Hamburger Schulleistungstest, Interlanguage, Schulförderung, Sprachkompetenz, Fehleranalyse, Integrationsprojekt.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Begründung und praktischen Gestaltung eines Förderunterrichts für Jugendliche mit Migrationshintergrund im Fach „Deutsch als Zweitsprache“.
Die Schwerpunkte liegen auf Spracherwerbstheorien, der diagnostischen Ermittlung von Lernständen mittels standardisierter Tests und der informellen Fehleranalyse zur individuellen Förderung.
Ziel ist es, ein auf Basis von Diagnosen erstelltes Förderkonzept zu implementieren, das den Schülern hilft, sprachliche Barrieren zu überwinden und ihre schulische Leistung zu steigern.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer quantitativen und qualitativen empirischen Fallstudie, die den Verlauf des Förderunterrichts über ein Schulhalbjahr hinweg evaluiert.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktische Umsetzung: die Testung der Schüler mit dem Hamburger Schulleistungstest (HST), die Analyse ihrer freien Texte, die Planung von Förderstunden und die anschließende Erfolgskontrolle.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zweitspracherwerb, Migrationshintergrund, Förderkonzept, Rechtschreibdidaktik und Diagnosekompetenz definiert.
Die informelle Fehleranalyse nach Wedel-Wolff ermöglicht es, individuelle Strategien der Rechtschreibung zu erkennen, anstatt Fehler nur als reine Defizite zu bewerten.
Die Erstsprache wird als „Denkbasis“ verstanden; der kontrastive Sprachvergleich dient dazu, Interferenzfehler besser zu verstehen und die Lernenden für sprachliche Strukturen zu sensibilisieren.
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