Diplomarbeit, 2008
96 Seiten
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Gang der Untersuchung und Methodik der Arbeit
2. Einführung – Steuerung von Innovationen in KMU
2.1. Betrachtungsobjekt KMU
2.2. Betrachtungsobjekt Innovation
2.3. Der Innovationsprozess als Bezugsobjekt
2.3.1. Auswahl eines KMU geeigneten Ablaufschemata
2.3.2. Beschreibung der Phasen des Innovationsprozesses
2.3.2.1. Ideengewinnung
2.3.2.2. Ideenakzeptierung
2.3.2.3. Ideenrealisierung
3. Das Management von Innovationen in KMU
3.1. Strategische Steuerungsaufgaben im Rahmen des Innovationsmanagements
3.2. Innovationsstrategien
4. Das Innovationscontrolling
4.1. Abgrenzung Innovationsmanagement
4.2. Aufgaben eines umfassenden Innovationscontrolling Konzeptes
4.2.1. Bezugsrahmen des Innovationssystems
4.2.2. Forderungen an ein umfassendes Innovationssystem
4.2.2.1. Unterstützung sämtlicher Innovationsaktivitäten
4.2.2.2. Umfang der Innovationscontrolling-aufgaben
4.2.2.3. Berücksichtigte Innovationsarten
4.2.3. Rahmenwerk und empirische Verifizierung des Innovationscontrolling-Konzeptes
4.3. Bedeutung eines Innovationscontrollings bei der Unterstützung des KMU-Managements
5. Einflussfaktoren auf den Erfolg von Innovationen in KMU
5.1. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren bei Innovationsbestrebungen vs. Charakteristika KMU
5.2. Funktionale Kategorisierung von Einflussfaktoren
5.3. Zusammenfassende Darstellung erfolgsbeeinflussender Faktoren in KMU
6. Steuerungskonzept für Innovationsbestrebungen in KMU
6.1. Aufbau aus Innovationsprozess-Sicht
6.2. Instrumente zur Steuerung von Aufgaben im Rahmen des Innovationsprozesses
6.2.1. Situationsanalyse
6.2.2. Strategieentwicklung
6.2.3. Ideengewinnung
6.2.4. Grobsichtung
6.2.5. Ideenbewertung
6.2.6. Entscheidung für eine Realisierung
6.2.7. Konzepterarbeitung
6.2.8. Umsetzung
6.3. Instrumente zur strategischen Steuerung des Innovationsprozesses sowie des Innovationssystems
6.3.1. Strategische Planung
6.3.2. Innovation-Scorecard
6.3.3. Scanning und Monitoring
6.4. Exemplarische Überführung des Steuerungskonzeptes in eine Excel-Toolbox
6.5. Instrumentenbewertung auf Grad der Aufgabenerfüllung innerhalb eines Innovationscontrollings
7. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung eines Steuerungskonzeptes für Innovationsbestrebungen, das speziell auf die Bedürfnisse und strukturellen Gegebenheiten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugeschnitten ist. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie ein Innovationscontrolling die Unternehmensführung entlasten und den Innovationsprozess systematisch koordinieren kann, um Erfolgsfaktoren trotz limitierter Ressourcen optimal zu nutzen.
6.2.1. SITUATIONSANALYSE
Zu Beginn des Innovationsprozesses müssen systematisch durchgeführte Situations- und Problemanalysen stehen. Deren Ziel ist eine möglichst exakte Beschreibung und Beurteilung der Ausgangssituation und der ihr zugrunde liegenden internen und externen Bestimmungsgrößen. Dadurch gewinnt das Unternehmen Klarheit über die Ursachen für eine Abweichung des Ist- Zustandes vom angestrebten Soll-Zustand und über die Ressourcen, die für eine Problemlösung zur Verfügung stehen. Derartige Analysen sollten grundsätzlich systematisch und strukturiert erfolgen um sicherzustellen, dass alle problemrelevanten Handlungsfelder einbezogen und in ihren Wirkungszusammenhängen dargestellt werden. Sie sollten zudem sowohl die Markt- als auch die Technologieseite berücksichtigen.
Der erste Schritt hierbei ist die Durchführung einer internen und externen Situationsanalyse des Unternehmens. Sie sollte möglichst alle relevanten zur Verfügung stehenden Informationsträger nutzen. Diese sind im Rahmen einer Unternehmensanalyse in erster Linie seine Mitarbeiter. Zur Analyse der externen Situation hinsichtlich der Wettbewerber, des Markt sowie des Umfeld werden vordergründig Informationen aus externen Quellen benötigt, wie z. B. Kunden, Lieferanten, Entwicklungspartnern Lizenzgebern oder Informationen aus Kooperationsbeziehungen, wie z.B. von Instituten oder Universitäten. Zur Identifikation aktueller Potenziale und Risiken aus unternehmensinterner Sicht können Informationen bspw. Besprechungsrunden mit den Mitarbeitern bzw. den Abteilungen oder aber aus Workshops dienen.
Zur Analyse des Marktes sowie des Wettbewerbes eines Unternehmens ist u. a. das Konzept der „Five Forces“ von Porter für KMU ein geeignetes Instrument, um gewonnen Informationen zu strukturieren, um die Informationen anschließend in eine formulierbare Strategie zu transformieren. Sie ist eine Wettbewerbs- bzw. Branchenanalyse, bei der ausgehend von der Attraktivität der Branche und dessen Struktur, die Höhe der Wettbewerbsintensität zu bestimmen ist. Die Einflussfaktoren auf die Wettbewerbsintensität sind: Bedrohung durch neue Anbieter, bestehen von Markteintrittsbarrieren, der Rivalitätsgrad innerhalb der Branche, die Verhandlungsmacht der Lieferanten und Bedrohung durch Ersatzprodukte.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, definiert die Ziele der Arbeit und erläutert den methodischen Gang der Untersuchung.
2. Einführung – Steuerung von Innovationen in KMU: Dieses Kapitel grenzt KMU von Großunternehmen ab und definiert Innovationen sowie den Innovationsprozess als Bezugsobjekt für das Steuerungskonzept.
3. Das Management von Innovationen in KMU: Hier werden die strategischen Aufgaben des Innovationsmanagements sowie verschiedene Innovationsstrategien speziell für die Anwendung in KMU dargelegt.
4. Das Innovationscontrolling: Dieses Kapitel grenzt das Innovationscontrolling vom Innovationsmanagement ab, definiert dessen ganzheitliche Aufgaben und unterstreicht die Bedeutung für die Unterstützung des KMU-Managements.
5. Einflussfaktoren auf den Erfolg von Innovationen in KMU: Das Kapitel identifiziert und kategorisiert wesentliche Erfolgsfaktoren und Risiken, die den Innovationserfolg in KMU maßgeblich beeinflussen.
6. Steuerungskonzept für Innovationsbestrebungen in KMU: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem Instrumente zur Steuerung des Innovationsprozesses sowie des Innovationssystems entwickelt und in einer Excel-Toolbox überführt werden.
7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklungsmöglichkeiten des vorgestellten Steuerungskonzeptes.
Innovationscontrolling, KMU, Innovationsmanagement, Innovationsprozess, Steuerungskonzept, Erfolgsfaktoren, Unternehmensstrategie, Innovationsfähigkeit, Innovationsstrategie, Projektcontrolling, Innovationskultur, Benchmarking, KMU-Management, Produktinnovation, Wettbewerbsfähigkeit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Steuerungskonzeptes für Innovationsprozesse in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unter Einbeziehung von Methoden des Innovationscontrollings.
Im Mittelpunkt stehen das Innovationsmanagement in KMU, die prozessorientierte Steuerung von Innovationsvorhaben, die Identifikation von Erfolgsfaktoren und die Implementierung praktischer Controlling-Instrumente.
Ziel ist es, ein systematisches Steuerungskonzept bereitzustellen, das KMU dabei unterstützt, Innovationsprojekte effizienter zu planen, zu bewerten und erfolgreich umzusetzen, um so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Zusammenführung und methodischen Anpassung existierender Ansätze (wie z.B. von Bösch oder Thom) an die spezifischen Bedingungen von KMU.
Der Hauptteil (Kapitel 6) präsentiert das konkrete Steuerungskonzept, ordnet geeignete Instrumente den Phasen des Innovationsprozesses zu und beschreibt deren Überführung in eine anwendungsorientierte Excel-Toolbox.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Innovationscontrolling, KMU, Innovationsprozess, Erfolgsfaktoren und Steuerungskonzept charakterisieren.
KMU verfügen meist über limitierte personelle und finanzielle Ressourcen sowie weniger formale Strukturen, was die Anwendung hochkomplexer Controlling-Methoden aus Großunternehmen erschwert.
Die Innovation-Scorecard dient als Managementinstrument, um die Innovationsfähigkeit zu messen, ein Benchmarking gegenüber Wettbewerbern durchzuführen und die Innovationsstrategie gezielt weiterzuentwickeln.
Das Konzept ist speziell auf die Ressourcenknappheit und die flexiblen Anforderungen von KMU ausgerichtet und verzichtet auf eine überbordende Formalisierung, um den praktischen Nutzwert zu erhalten.
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