Bachelorarbeit, 2019
50 Seiten, Note: A
1 Einleitung
2 Neurowissenschaftliche Grundlagen
2.1 Die Funktion des Nervensystems
2.2 Neurotransmitter
2.3 Das Gehirn - Aufbau und relevante Areale
3 Die Ethologie
3.1 Kognition
3.1.1 Das Erleben
3.1.2 Die Verarbeitung
3.1.3 Synchronisation des Verhaltens
3.1.4 Das Belohnungssystem
3.1.5 Der Lernprozess
3.1.6 Die Wirkung
3.2 Emotionen
3.2.1 Die Entstehung
3.2.2 Das Limbische System
3.3 Endokrinologie
3.3.1 Hormone und ihre Wirkung
3.3.2 Auswirkungsfaktoren auf den Rezipienten
4 Zusammenführung der neurologischen Erkenntnisse mit der Live-Kommunikation
4.1 Live-Kommunikation im Allgemeinen
4.2 Die Elemente der Inszenierung von Live-Kommunikation
4.2.1 Akteure
4.2.2 Sprache
4.2.3 Musik
4.2.4 Farben
4.2.5 Gerüche
4.2.6 Location
4.2.7 Zeit
4.2.8 Zuwendung zum Rezipienten
4.3 Entstehung von Ereignissen durch Live-Kommunikation
4.3.1 Konzepterstellung
4.3.2 Maßnahmen
4.3.3 Aufmerksamkeit
4.3.4 Glücksgefühle
4.3.5 Identifikation
4.3.6 Wertschätzung
4.3.7 Vertrauen
4.3.8 Überraschung
4.3.9 Vermeidung von schlechten Erlebnissen
5 Evaluierung der Verhaltensänderung
5.1 Neurowissenschaftliche Evaluierung
5.2 Qualitativ oder quantitativ
5.2.1 Beobachtung
5.2.2 Befragung
5.3 Evaluierungsmöglichkeit von wirtschaftlichen Zielen
5.4 Problematiken bei der Messung
6 Conclusio
Diese Bachelorarbeit zielt darauf ab, die Lücke zwischen praktischer Eventplanung und neurologischen Erkenntnissen zu schließen, um das Verhalten von Rezipienten bei Veranstaltungen gezielt durch neurowissenschaftlich fundierte Maßnahmen in der Live-Kommunikation zu beeinflussen und diese Verhaltensänderungen wissenschaftlich auszuwerten.
3.1.4 Das Belohnungssystem
Nicht nur die Synchronisation unseres Verhaltens spielt eine bedeutende Rolle in der Ethologie des Menschen, sondern auch unser Dopamin System.
Anhand von verschiedenen Belohnungen wird der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt. Das Dopamin System ist demnach bidirektional aufgebaut, was heißt, dass bei einer nicht erwarteten, positiven Nachricht eine Zunahme erfolgt und bei einer negativen eine Abnahme. Noch dazu hängt dies mit der Erwartungshaltung einer Person zusammen. Findet die Belohnung wie erwartet statt, wird nur eine kleine Menge Dopamin freigesetzt. Ist sie allerdings größer oder sie wird zeitiger empfangen, so nimmt der Dopamin Ausstoß stark zu. Jedoch kann es auch in die entgegengesetzte Richtung gehen.
Setzt man dies in Zusammenhang mit der Eventplanung, wäre eine positive Aktivierung des Dopamins zum Beispiel, wenn der meist erwünschte Act früher auf die Bühne kommt.
Der Cortex spielt hier ebenfalls eine Rolle. Bei einer Studie wurde den Teilnehmern eine bestimmte Ware gezeigt, welche sie erwerben konnten. Dabei wurde eine Aktivierung im Gehirn gemessen, um herauszufinden, wie viel der Proband bereit war zu zahlen. Danach wurde ihnen der Preis mitgeteilt. Der emotionale präfrontale Cortex löste aus, wenn der Preis niedriger als erwartet ausfiel. Betrug er mehr, wurde eine Region für Ekel aktiviert.
Infolge dessen heißt dies für ein Event, dass beispielsweise die Eintrittskartenpreise nicht zu hoch angesetzt werden dürfen. (Sapolsky 2017, S. 90-94)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, das menschliche Verhalten bei Veranstaltungen durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse besser zu verstehen und gezielt zu beeinflussen.
2 Neurowissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das notwendige Basiswissen über das Nervensystem, Neurotransmitter und die relevanten Hirnregionen für das Verständnis des menschlichen Verhaltens.
3 Die Ethologie: Hier wird die Entstehung des menschlichen Verhaltens beleuchtet, wobei Kognition, Emotionen und endokrinologische Prozesse im Fokus stehen.
4 Zusammenführung der neurologischen Erkenntnisse mit der Live-Kommunikation: Dieses Kapitel fusioniert das neurologische Wissen mit den praktischen Instrumenten der Live-Kommunikation, um gezielte Verhaltensbeeinflussung bei Veranstaltungen zu erreichen.
5 Evaluierung der Verhaltensänderung: In diesem Kapitel werden Methoden zur Messung von Verhaltensänderungen bei Events diskutiert, von neurowissenschaftlichen Ansätzen bis hin zu klassischen qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden.
6 Conclusio: Das abschließende Kapitel resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und beantwortet die in der Einleitung gestellten Forschungsfragen.
Neurowissenschaft, Live-Kommunikation, Verhaltensbeeinflussung, Eventmarketing, Nervensystem, Neurotransmitter, Kognition, Emotionen, Endokrinologie, Inszenierung, Gedächtnis, Belohnungssystem, Evaluierung, Verhalten, Eventengineering
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich damit, wie Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft genutzt werden können, um das Verhalten von Besuchern bei Veranstaltungen durch gezielte Live-Kommunikation zu beeinflussen.
Die Arbeit verknüpft neurowissenschaftliche Grundlagen wie das Nervensystem und das Belohnungssystem mit den praktischen Elementen der Event-Inszenierung wie Musik, Farben, Sprache und Raumgestaltung.
Das Hauptziel ist es, theoretisches neurologisches Wissen mit der Eventbranche zu verbinden, um Veranstaltungen zielorientierter und mit messbarer Wirkung für den Auftraggeber planen zu können.
Die Arbeit basiert primär auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachwerken aus den Bereichen Neurowissenschaft, Psychologie und Eventmarketing.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von menschlichem Verhalten, beschreibt Inszenierungsmöglichkeiten in der Live-Kommunikation und diskutiert Ansätze zur Evaluierung von Verhaltensänderungen bei Events.
Kernbegriffe sind Neurowissenschaft, Live-Kommunikation, Verhaltensbeeinflussung, Eventmarketing, Emotionen und Evaluierung.
Das Belohnungssystem (insbesondere durch den Botenstoff Dopamin) bestimmt, wie Teilnehmer auf Belohnungen oder Highlights reagieren. Ein geschickter Einsatz, etwa durch Geschenke oder Dramaturgie, kann die Zufriedenheit und Erinnerung der Gäste maßgeblich steigern.
Da Veranstaltungen einmalige Ereignisse sind und viele verschiedene Faktoren (Interdependenz) gleichzeitig wirken, ist es schwierig, eine Verhaltensänderung isoliert einer einzelnen Maßnahme zuzuordnen.
Emotionen, die maßgeblich im limbischen System entstehen, sind entscheidend für die Bewertung von Erlebnissen. Die Arbeit zeigt, dass eine gezielte emotionale Inszenierung notwendig ist, um Botschaften nachhaltig im Gedächtnis zu verankern.
Nein, Hormone können keine direkte Verhaltensänderung hervorrufen. Sie dienen jedoch dazu, bereits vorhandene Tendenzen zu verstärken, weshalb die Berücksichtigung von Faktoren wie Alter und Geschlecht bei der Zielgruppenanalyse wichtig ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

