Bachelorarbeit, 2020
99 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Leitfragen
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Teilhabe von wohnungslosen und obdachlosen Personen
2.1 Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit
2.1.1 Zahlen von Wohnungslosen und Obdachlosen in Deutschland
2.1.2 Die Bedeutung von Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit für Betroffene
2.2 Teilhabe von obdachlosen und wohnungslosen Menschen
2.2.1 Aktuelle Situation und Bedarf an Teilhabe
2.2.2 Die Unterteilung in CBR, ICF, WHO und SGB XI und die Abgrenzung von Teilhabe und Partizipation
2.3 Aspekte der Teilhabe
2.3.1 Teilhabe im Bereich Familie und Soziales
2.3.2 Bildung und Ausbildung
2.3.3 Erwerbstätigkeit und materielle Lebenssituation
2.3.4 Alltägliche Lebensführung
2.3.5 Teilhabe an der Gesundheitsversorgung und Zufriedenheit mit der eigenen Gesundheit von obdachlosen und wohnungslosen Menschen
2.3.6 Freizeit, Kultur und Sport
2.3.7 Sicherheit und Schutz der obdachlosen und wohnungslosen Personen
2.3.8 Politische und gesellschaftliche Teilhabe
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Aktuelle Situation im Landkreis Donau-Ries
3.2 Zahl der Obdachlosen und Wohnungslosen im Landkreis Donau-Ries
3.3 Zielformulierung und Übersicht über das Forschungsdesign
3.4 Operationalisierung: Dimensionale Analyse
3.5 Entwicklung und Erläuterung des Fragebogens
3.6 Durchführung und Auswertung der Studie
4 Ergebnisse
4.1 Teilhabe am sozialen Leben
4.2 Teilhabe an Bildung und Weiterbildungsmöglichkeiten
4.3 Teilhabe an Erwerbstätigkeit und materieller Lebenssicherung
4.4 Teilhabe an der alltäglichen Lebensführung
4.5 Teilhabe an der Gesundheitsversorgung
4.6 Teilhabe an Freizeit, Kultur und Sport
4.7 Teilhabe an Sicherheit
4.8 Teilhabe an politischen Entscheidungen
5 Diskussion
5.1 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens und der wissenschaftlichen Gütekriterien
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.3 Handlungsempfehlungen für den Caritasverband und den Landkreis Donau-Ries
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die Teilhabemöglichkeiten von obdachlosen und wohnungslosen Menschen im Landkreis Donau-Ries. Ziel ist es, den aktuellen Ist-Zustand der Teilhabe in verschiedenen Lebensbereichen zu evaluieren und basierend auf den Ergebnissen einer quantitativen Befragung Handlungsempfehlungen für den Caritasverband sowie den Landkreis zu erarbeiten, um die Versorgungssituation und den Zugang zu Hilfesystemen zu verbessern.
1.1 Problemstellung
„Obdachlosigkeit beginnt in der Regel mit Arbeitslosigkeit. Danach kommt es häufig zu Eheproblemen, Suchtverhalten, Krankheiten, Schulden, Rückzug aus Sozialbeziehungen und Vereinen, Resignation und Apathie, Zunahme negativer Einstellungen gegenüber Behörden, Ehescheidung, kleinen Strafdelikten, wie Schwarzfahren oder Diebstahl, und letztlich zum Wohnungsverlust. Manche versuchen dann eine Zeitlang bei Verwandten oder Freunden unterzukommen. Wenn dies nicht mehr geht und es keinen anderen Ausweg gibt, bleibt nur noch der Weg in die Notunterkunft, viele beginnen so den Kontakt zur Obdachlosenszene.“ Denn wer von den Meldebehörden in eine Notunterkunft eingewiesen wird, hat es von dort aus meist schwer, eine andere Unterkunft zu finden. „Wohnungslos zu sein bedeutet, nicht über einen eigenen privaten Rückzugsraum zu verfügen. Tage wie Nächte werden im öffentlichen Raum, bei Bekannten, in Notunterkünften oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln verbracht, die hygienische Versorgung und das Auskurieren von Krankheiten werden zu einem kaum lösbaren Problem. Menschen, die sich in der Not im öffentlichen Raum unter Brücken, in Parks oder am Straßenrand mit Schlafsäcken oder Zelten einrichten, müssen zudem häufig mit Gewalt und Vertreibung rechnen, letzteres auch von staatlicher Seite.“ Die Ordnungsämter vertreiben die Menschen ohne festen Wohnsitz oft aus Parks und öffentlichen Anlagen, da diese dort das Stadtbild stören. Oft werden die Personen dann von der Polizei oder dem Ordnungsamt in eine Notunterkunft gebracht, so dass die Personen kein Aufsehen erregen und nicht stören.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit ein, erläutert den Leitsatz der Caritas und stellt die Problemstellung sowie das Forschungsinteresse dar.
2 Teilhabe von wohnungslosen und obdachlosen Personen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, diskutiert theoretische Konzepte der Teilhabe und beleuchtet deren verschiedene Facetten wie soziale Kontakte, Bildung, Arbeit und Gesundheit.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird die quantitative Forschungsmethodik beschrieben, einschließlich der Zielgruppenbestimmung, der Erstellung des Fragebogens und der Durchführung der Befragung im Landkreis Donau-Ries.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde der Umfrage, gegliedert nach den untersuchten Teilhabebereichen und unterlegt mit statistischen Grafiken.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, methodische Grenzen aufgezeigt und konkrete Handlungsempfehlungen für den Caritasverband und den Landkreis formuliert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die aktuelle Situation der Betroffenen im Landkreis.
Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit, Teilhabe, Sozialarbeit, Landkreis Donau-Ries, Caritas, soziale Inklusion, Existenzsicherung, Notunterkunft, Partizipation, Armut, Gesundheit, soziale Kontakte, Beratung, präventive Maßnahmen
Die Bachelor-Thesis untersucht die Teilhabemöglichkeiten von Menschen, die von Wohnungslosigkeit oder Obdachlosigkeit im Landkreis Donau-Ries betroffen sind, und analysiert deren aktuelle Lebensumstände.
Die Arbeit fokussiert auf soziale Teilhabe, materielle Existenzsicherung, Bildungsaspekte, Zugang zur Gesundheitsversorgung, Freizeitgestaltung sowie Sicherheit und politische Teilhabe.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Teilhabemöglichkeiten haben Obdachlose und Wohnungslose im Landkreis Donau-Ries?“ Ziel ist die Messung dieser Möglichkeiten und die Entwicklung von Verbesserungsstrategien.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der ein strukturierter Fragebogen unter betroffenen Personen in Einrichtungen und Beratungsstellen eingesetzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Auswertung und Ergebnispräsentation der Teilhabechancen.
Wohnungslosigkeit, soziale Teilhabe, Landkreis Donau-Ries, Obdachlosenhilfe, Existenzsicherung und Inklusion sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.
Die Arbeit definiert Obdachlosigkeit als extreme Form, bei der Menschen keinerlei Unterkunft haben, während Wohnungslosigkeit breiter gefasst ist und auch Menschen einschließt, die in Notunterkünften oder behelfsmäßig untergebracht sind.
Die Pandemie erschwerte die Durchführung der Befragung und führte zu einem langsameren Rücklauf der Fragebögen, was eine Ausweitung des Erhebungszeitraums notwendig machte.
Die Autorin empfiehlt u.a. eine kreisweite einheitliche Strategie, eine bessere Finanzierung der Beratungsstellen durch die Kreisumlage und den Ausbau niederschwelliger Angebote zur Prävention.
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