Diplomarbeit, 2007
178 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Domestikation
3. Der Dingo (Canis lupus forma familiaris)
4. Tiere, Material und Methoden
4.1 Tiere
4.2 Gehege
4.3 Datenaufnahme und -auswertung
5. Ergebnisse
5.1 Das Verhaltensinventar der Australischen Dingos
5.1.1 Position und Lokomotion
A. Ruhe und Schlaf
B. Allgemeine Bewegungsformen
5.1.2 Orientierungsverhalten
A. Nahorientierung
B. Objektorientierung
C. Fernorientierung
5.1.3 Verhalten des Schutzes und der Verteidigung
5.1.4 Stoffwechselbedingtes Verhalten
A. Nahrungsaufnahme
B. Transport und Speicherung
C. Erbrechen von Futter
D. Defäkieren und Urinieren
5.1.5 Komfortverhalten
5.1.6 Soziales Verhalten
A. Elemente des optischen Ausdrucksverhaltens
1. Bein-, Kopf- und Körperhaltung
2. Ohrhaltung
3. Ausdruck der Augen und der Augenbrauen
4. Gesichtsmimik
5. Schwanzhaltung und -bewegung
A. Schwanzhaltung
B. Schwanzbewegung
B. Soziales Verhalten in der Gruppe
1. Optische Verhaltensweisen bei neutraler Stimmung
2. Optische Verhaltensweisen bei freundlicher Stimmung
3. Demutsverhalten
4. Aggressives Verhalten
A. Freies aggressives Verhalten
B. Gehemmt aggressives Verhalten
5. Aggressives Drohverhalten
C. Imponierverhalten
D. Defensives Verhalten
E. Spielverhalten
1. Spielbewegungen
2. Initialspiel
3. Kontaktspiele
A. Beißspiele
B. Rennspiele
C. Solitärspiele
D. Welpenspiele
F. Sexualverhalten
1. Verhalten in der Hitze
2. Verhalten der Weibchen vor der Geburt
5.1.7 Infantile Verhaltensweisen
5.2 Tabellarischer Vergleich der optischen Ausdrucksstrukturen des Sozialverhaltens von Australischem Dingo, Neuguinea-Dingo und Wolf
5.3 Vergleichende Darstellung der Kategorien, resp. Funktionskreise des Verhaltens beim Australischen Dingo mit denen vom Neuguinea-Dingo und Wolf: Qualitative Übereinstimmungen und Abweichungen
5.3.1 Vergleichende Untersuchung zum Sozialverhalten
A. Elemente des optischen Ausdrucksverhaltens
1. Bein-, Kopf- und Körperhaltung
2. Ohrhaltung
3. Ausdruck der Augen und Augenbrauen
4. Gesichtsmimik
5. Schwanzhaltung und -bewegung
B. Soziales Verhalten in der Gruppe
1. Optische Verhaltensweisen bei neutraler Stimmung
2. Optische Verhaltensweisen bei freundlicher Stimmung
3. Demutsverhalten
4. Gehemmt aggressives Verhalten
5. Aggressives Drohverhalten
C. Imponierverhalten
D. Defensives Verhalten
E. Spielverhalten
1. Spielbewegungen
2. Initialspiel
3. Beißspiele
A. Kontaktspiele
4. Rennspiele
5. Solitärspiele
5.3.2 Anzahl der Kategorien, resp. Funktionskreise der Australischen Dingos, die mit denen von Neuguinea-Dingos und Wölfen identisch sind
5.3.3 Anzahl der Kategorien, resp. Funktionskreise der Australischen Dingos, die bei Neuguinea-Dingos fehlen und bei Wölfen identisch sind
6. Diskussion
6.1 Methodendiskussion
6.2 Sozialverhalten im Vergleich
6.2.1 Diskussion der Ausdrucksgesten des Sozialverhaltens
6.2.2 Diskussion des Sozialverhaltens in der Gruppe
7. Zusammenfassung
8. Summery
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, durch die Erstellung eines umfassenden Ethogramms detaillierte Einblicke in das optische Ausdrucksverhalten Australischer Dingos (Canis lupus forma familiaris) unter Gehegebedingungen zu gewinnen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit domestikationsbedingte Anpassungen oder Sekundäranpassungen zu Unterschieden im optischen Ausdrucksverhalten zwischen dem Australischen Dingo, dem Neuguinea-Dingo und der wilden Stammform, dem Wolf, geführt haben.
1. EINLEITUNG
Angehörige der Familie Canidae (Hundeartige) leben solitär, paarweise oder in sozialen Gruppen, den Rudeln (GINSBERG & MACDONALD, 1990), ohne dass diese drei Lebensformen sich präzise gegeneinander abgrenzen liessen. Dingos sind rudelbildende Caniden, das heißt sie leben in sozial integrierten Gruppen (CORBETT, 1995). Als Rudel-Definition gilt z.B. nach BOGUSCH (2002), dass die Mitglieder den überwiegenden Teil der Zeit miteinander verbringen, einschließlich Ruhen und Wandern, sowie die gemeinsame Jagd und Jungenfürsorge. Das Leben im Rudel erfordert ein außerordentlich komplexes Sozialverhalten. Weil die soziale Umwelt eines Tieres meist wesentlich stabiler als die ihn umgebene Umwelt ist, stellt sich auch das Sozialverhalten allgemein im evolutiven Verlauf konservativ dar (SCOTT, 1967 & 1976) und eignet sich somit für vergleichende Untersuchungen. Die Aufrechterhaltung der sozialen Organisation innerhalb des Rudels, sowie dessen nötiger Zusammenhalt werden durch hoch ritualisierte soziale Verhaltensweisen (nach KLEIMAN, 1967) gesichert und umgekehrt bedingt die soziale Organisation das Verhalten (BIBIKOW, 1990). Nach IMMELMANN (1982) ist Sozialverhalten definiert als alle auf den Artgenossen gerichtete Verhaltensweisen.
Für den sozialen Kontakt ist Kommunikation in der Gruppe unentbehrlich: „Kommunikation ist eine besondere Form des Verhaltens. Bei Tieren hat sie die Aufgabe »Nachrichten« zu übertragen, mit dem Ziel, einen über das Individuum hinausgehenden Verhaltenszusammenhang zu gewährleisten“ (TEMBROCK, 1996), ist also eine Sammelbezeichnung für alle Verhaltensweisen, die der meist intraspezifischen Verständigung dienen und hierfür besonders differenziert wurden (FEDDERSEN-PETERSEN, 2004).
1. Einleitung: Beschreibt die biologischen Grundlagen des Sozialverhaltens bei Caniden und führt in die Zielsetzung der Studie zur Erstellung eines Ethogramms für Australische Dingos ein.
2. Domestikation: Erläutert den kulturellen und biologischen Prozess der Domestikation und dessen Auswirkungen auf das Verhalten von Tieren.
3. Der Dingo (Canis lupus forma familiaris): Liefert einen detaillierten Überblick über Abstammung, Systematik, Verbreitung und Körperbau des Dingos sowie über seine Lebensweise im Rudel.
4. Tiere, Material und Methoden: Beschreibt die Beobachtungsgruppe, das Gehege und die angewandte Methodik der Datenaufnahme (Scan Sampling, Videoanalyse).
5. Ergebnisse: Präsentiert das umfangreiche Verhaltensinventar des Australischen Dingos in Kategorien sowie einen detaillierten tabellarischen Vergleich mit Neuguinea-Dingos und Wölfen.
6. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse methodisch und inhaltlich, insbesondere die Unterschiede und Übereinstimmungen im Sozialverhalten im Vergleich zu den anderen Canidenarten.
7. Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse über das optische Ausdrucksverhalten und die domestikationsbedingten Besonderheiten der Australischen Dingos zusammen.
Australischer Dingo, Canis lupus forma familiaris, Sozialverhalten, Ethogramm, Domestikation, optisches Ausdrucksverhalten, Rudelorganisation, Caniden, Vergleichsstudie, Verhaltensbiologie, Kommunikation, Sozialstruktur, Aggressionsverhalten, Spielverhalten, soziale Interaktion.
Die Arbeit untersucht das optische Ausdrucksverhalten von Australischen Dingos, um ein detailliertes Ethogramm zu erstellen und dieses mit dem Verhalten von Neuguinea-Dingos und Wölfen zu vergleichen.
Die zentralen Themen umfassen die Beschreibung verschiedener Verhaltensweisen wie Position und Lokomotion, Orientierung, Schutz- und Verteidigungsverhalten, Stoffwechsel- und Komfortverhalten, sowie insbesondere das komplexe soziale Verhalten und Spielverhalten.
Ziel ist es, Einblicke in das Sozialverhalten des Dingos zu gewinnen und zu analysieren, ob sich durch Domestikation oder Sekundäranpassungen qualitative Unterschiede im optischen Ausdrucksverhalten im Vergleich zu Wölfen und Neuguinea-Dingos zeigen.
Die Daten wurden mittels „Scan Sampling“ und durch filmische Dokumentation im Gehege erhoben. Die Auswertung erfolgte durch eine detaillierte Bild-für-Bild-Analyse der Verhaltenssequenzen.
Der Hauptteil liefert eine katalogartige Beschreibung des gesamten Verhaltensinventars der untersuchten Australischen Dingos, gegliedert in Funktionskreise, und setzt diese in Relation zu bekannten Daten von Wölfen und Neuguinea-Dingos.
Wichtige Begriffe sind Sozialverhalten, Domestikation, optische Ausdrucksstrukturen, Ethogramm, Caniden, Aggressions- und Spielverhalten sowie vergleichende Verhaltensforschung.
Der Tod des Weibchens führte zu Lücken im Ethogramm, da spezifische Bereiche wie Sexualverhalten, Geburt und Welpenaufzucht nicht oder nur unzureichend beobachtet werden konnten, was die Vollständigkeit der Daten einschränkte.
Ja, besonders im Spielverhalten zeigen Dingos eine „Vergröberung“ mimischer und gestischer Signale. Zudem fehlen bei Dingos die beim Wolf ausgeprägten Lautäußerungen während der Interaktionen nahezu vollständig.
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