Bachelorarbeit, 2020
109 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Dysfunktionale Kognitionen
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Erklärungsmodelle
2.1.3 Berufsbezogene dysfunktionale Kognitionen
2.1.4 Empirische Studien
2.2 Stress und Stressbewältigung
2.2.1 Stress und arbeitsbedingter Stress
2.2.2 Stressmodelle
2.2.3 Stressbewältigung
2.2.4 Empirische Studien
2.3 Stressmanagement
2.3.1 Stressmanagementtrainings
2.3.2 Empirische Studien
2.4 Zusammenfassung und Ableitung der Hypothesen
3 Methode
3.1 Planung der Datenerhebung
3.2 Durchführung der Datenerhebung
3.3 Stichprobe
3.4 Messinstrumente
3.4.1 Fragebogen zur Erfassung dysfunktionaler Kognitionen
3.4.2 Stress- und Coping-Inventar (SCI)
3.4.3 Stressmanagementtraining
3.4.4 Soziodemographische Merkmale
3.5 Untersuchungsdesign
3.6 Datenanalyse
3.6.1 Testung der Hypothese 1 und 2
3.6.2 Testung der Hypothese 3 und 4
3.6.3 Testung der Hypothese 5 und 6
3.6.4 Testung der Hypothese 7
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Ergebnisse der Forschungshypothesen
4.2.1 Auswertung der Hypothese 1
4.2.2 Auswertung der Hypothese 2
4.2.3 Auswertung der Hypothese 3
4.2.4 Auswertung der Hypothese 4
4.2.5 Auswertung der Hypothese 5
4.2.6 Auswertung der Hypothese 6
4.2.7 Auswertung der Hypothese 7
5 Diskussion
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Ergebnisse der deskriptiven Daten
5.3 Ergebnisse der Hypothesen
5.4 Implikationen für die betriebliche Praxis
5.5 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, inwieweit dysfunktionale Kognitionen das Stressempfinden und die Stressbewältigung berufstätiger Erwachsener beeinflussen und ob Stressmanagementtrainings eine Reduktion dieser Kognitionen bewirken können.
2.1.3 Berufsbezogene dysfunktionale Kognitionen
Im beruflichen Kontext sind dysfunktionale Kognitionen bisher wenig erforscht, was sich in der einschlägigen Fachliteratur wiederspiegelt. Derzeit weist kein Lehrbuch der Arbeits-, Personal- oder Wirtschaftspsychologie ein explizites Kapitel über Denkmuster von Mitarbeitern und Führungskräften auf. Als Erster hat Dr. Martin Sauerland, Wirtschaftspsychologe an der Universität Koblenz-Landau diesen Ansatz systematisch untersucht und seine Studienergebnisse veröffentlicht. Er kommt zu dem Schluss, dass dysfunktionale Denkmuster weitreichende Auswirkungen auf fundamentale Bereiche des Arbeitslebens haben (Sauerland, 2018, S. 5).
Im Arbeitsalltag werden Mitarbeiter mit zahlreichen unterschiedlichen Ansprüchen konfrontiert. So geht es um die Erbringung einer entsprechenden Leistung, die Zufriedenheit mit den beruflichen Rahmenbedingungen (z.B. Gehalt, Kollegen, Arbeitszeit, etc.) oder intrinsisch motivierende, befriedigende Arbeitsinhalte. Gedanken, die sich auf derartige berufsbezogene Sachverhalte beziehen, können gleichermaßen dysfunktional sein. Demnach werden unter berufsbezogenen dysfunktionalen Kognitionen mentale Prozesse verstanden, die sich negativ auf die Leistung und Motivation der Mitarbeiter und Führungskräfte auswirken und zu Verhaltensweisen führen, die berufsbezogenen-individuellen und organisationalen Zielen entgegenstehen.
Dysfunktionale Kognitionen haben folglich einen demotivierenden, zielhemmenden, einschränkenden und belastenden Charakter. „Ich muss das allein schaffen!“, „Da geht bestimmt etwas schief“, - derartige Gedanken behindernd Mitarbeiter an einer effizienten Zielerreichung, Konfliktlösung und optimalen Befriedigung ihrer individuellen Bedürfnisse (Sauerland, 2018, S. 11-12). Häufig kommt es zu einem Vermeidungsverhalten, welches zukünftige Erfolgserlebnisse nahezu unmöglich macht. Die Folge ist eine Abwärtsspirale aus Misserfolgen, Vermeidung und daraus resultierenden Versagens- und Ohnmachtsgefühlen (Kamp, Braun & Gail, 2020, S. 158).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende psychische Belastung in der modernen Arbeitswelt und führt in die Thematik der dysfunktionalen Kognitionen als möglichen Erklärungsansatz für unterschiedliches Stresserleben ein.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen von Kognitionen, Stressmodellen und Stressmanagement und leitet daraus die Hypothesen für die empirische Untersuchung ab.
3 Methode: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, inklusive der Planung der Datenerhebung mittels Online-Fragebogen, der Stichprobenbeschreibung und der eingesetzten Messinstrumente.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die deskriptive Statistik der Stichprobe sowie die statistische Auswertung der sieben aufgestellten Forschungshypothesen mittels Korrelations- und Regressionsanalysen.
5 Diskussion: Die Diskussion reflektiert das methodische Vorgehen, interpretiert die Ergebnisse im Lichte der Hypothesen und leitet daraus Implikationen für die betriebliche Praxis sowie einen Ausblick ab.
Dysfunktionale Kognitionen, Stressempfinden, Stressmanagement, Stressbewältigung, negative Denkmuster, Arbeitsbelastung, Copingstrategien, psychische Gesundheit, Burnout-Prävention, Kognitive Verhaltenstherapie, Berufspsychologie, Stress, Leistungsmotivation, Stressmodelle, Interventionskonzepte
Die Bachelor-Thesis untersucht den Einfluss von dysfunktionalen Kognitionen (negativen Denkmustern) auf das Stressempfinden und die Stressbewältigung von berufstätigen Erwachsenen.
Die zentralen Felder sind dysfunktionale kognitive Prozesse, Stressmodelle, Stressmanagement sowie die Wirksamkeit von Copingstrategien im beruflichen Kontext.
Es soll geklärt werden, ob negative Denkmuster Unterschiede in der Belastbarkeit von Mitarbeitern erklären können und ob Stressmanagementtrainings einen positiven Einfluss auf diese Denkmuster haben.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie mittels Online-Fragebogen (Fragebogen zur Erfassung dysfunktionaler Kognitionen und Stress- und Coping-Inventar) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen und einen methodischen Teil sowie die Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere dysfunktionale Kognitionen, Stressempfinden, Stressmanagement und Coping.
Das Modell wird als Interventionsansatz vorgestellt, um dysfunktionale Denkmuster am Arbeitsplatz nachhaltig zu reduzieren.
Die Studie zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen dysfunktionalen Kognitionen und erhöhter Stressbelastung sowie physischen und psychischen Stresssymptomen.
In dieser speziellen Untersuchung konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Teilnahme an einem Stressmanagementtraining und der Reduktion dysfunktionaler Kognitionen nachgewiesen werden.
Unternehmen sollten Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren und bei der Reduktion dysfunktionaler Denkmuster stärker auf kognitiv-behaviorale Verfahren setzen, idealerweise unterstützt durch individuelles Coaching.
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