Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. DER UN-SICHERHEITSRAT ALS HAUPTORGAN DER VEREINTEN NATIONEN UND DIE AKTUELLE KRISE IN SYRIEN
2.1 DIE „UNITED NATIONS“ ALS FOLGE DES ZWEITEN WELTKRIEGS
2.2 DER UN-SICHERHEITSRAT UND SEINE ENTWICKLUNG
2.3 DIE CHARTA DER VEREINTEN NATIONEN
2.4 DIE SYRIENDEBATTE UND DIE BESCHLOSSENEN RESOLUTIONEN
2.4.1 Der Bürgerkrieg in Syrien seit 2011
2.4.2 Entscheidungen und Positionen des UN-Sicherheitsrats in der Syriendebatte
3. ZWEI ANSÄTZE: DIE RATIONALISTISCHE UND KONSTRUKTIVISTISCHE SICHT DES INSTITUTIONALISMUS
3.1 DER INSTITUTIONALISMUS IM ANARCHISCHEN SYSTEM DER INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN
3.2 DER RATIONALISTISCHE INSTITUTIONALISMUS
3.3 DER KONSTRUKTIVISTISCHE INSTITUTIONALISMUS
4. DIE ENTSCHEIDUNGSFINDUNG DES UN-SICHERHEITSRATS IM SYRIENKONFLIKT. DER SPIEGEL DES RATIONALISMUS UND DES KONSTRUKTIVISMUS.
4.1 DIE VEREINTEN NATIONEN UND DER UN-SICHERHEITSRAT ALS EIN INTERNATIONALES REGIME IM ANARCHISCHEN URZUSTAND
4.2 DIE RATIONALISTISCHE LOGIK IN DER SYRIENDEBATTE
4.3 DIE KONSTRUKTIVISTISCHE LOGIK IN DER SYRIENDEBATTE
5. FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Entscheidungsfindung des UN-Sicherheitsrates im Syrienkonflikt. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern finden im Entscheidungsprozess des UN-Sicherheitsrates in der Syriendebatte rationalistische oder konstruktivistische Handlungslogiken ihren Ausdruck?
2.4.1 Der Bürgerkrieg in Syrien seit 2011
Der so betitelte „Arabische Frühling“ ist eine Revolutionswelle, die die Erschütterung der autoritären Herrschaft in arabischen Ländern vorsah (vgl. Rosiny 2013: 4). Die Liberalisierung und Demokratisierung in den arabischen Ländern stand im Fokus, bewirkte viele Protestbewegungen und bietet somit auch den Ausgangspunkt der Proteste in Syrien (vgl. Donnelly 2014: 472). Anlass zu den Protesten in Syrien gab das grundsätzlich autoritäre Regime Assads, durch das sich die willkürliche Macht von Sicherheitskräften und Geheimdiensten etablierte. Zudem wuchs die Armut und Perspektivlosigkeit vieler SyrerInnen und Teile der Bevölkerung wurden ausgegrenzt: Die ungerechte Verteilung von Macht und Ressourcen dominierte im Assad-Regime (vgl. Pabst 2017: 27f.).
Aus diesen Gründen entstanden Ende Januar 2011 Proteste in Syrien gegen das Regime. Die Antwort seitens der Sicherheitsleute vom Assad-Regime auf die von Kindern verbreitete Nachricht „the people want to topple the regime!“, welche an Gebäuden der Stadt Daara geschrieben wurde, war das Foltern dieser Kinder. Daraus resultierten weitere Proteste, die wiederum am 8. März 2011 mit einem Schießeinsatz derselben erstickt werden sollten, sodass im selben Monat die erste größere Protestkundgebung seitens einer gespaltenen Opposition mit dem Ziel, den Machthaber Baschar al-Assad zu stürzen, folgte. Weitere willkürliche Schießeinsätze auf Protestierende, die sogar bei Beerdigungen stattfanden, und der brutale Einsatz von Waffen, Folter und sexuellen Misshandlungen, sogar gegen Kinder, verschärften den Konflikt drastisch (vgl. Gifkins 2012: 378; Rosiny 2013: 5).
1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz des UN-Sicherheitsrates und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2. DER UN-SICHERHEITSRAT ALS HAUPTORGAN DER VEREINTEN NATIONEN UND DIE AKTUELLE KRISE IN SYRIEN: Überblick über die Entstehungsgeschichte der UN, die Aufgaben des Sicherheitsrates sowie eine detaillierte Aufarbeitung der Eskalation des Syrienkonflikts.
3. ZWEI ANSÄTZE: DIE RATIONALISTISCHE UND KONSTRUKTIVISTISCHE SICHT DES INSTITUTIONALISMUS: Theoretische Grundlegung durch die Darstellung rationalistischer und konstruktivistischer Erklärungsmodelle für internationales Verhalten.
4. DIE ENTSCHEIDUNGSFINDUNG DES UN-SICHERHEITSRATS IM SYRIENKONFLIKT. DER SPIEGEL DES RATIONALISMUS UND DES KONSTRUKTIVISMUS.: Analyse des Entscheidungsverhaltens im Syrienkonflikt unter Anwendung der zuvor erarbeiteten theoretischen Ansätze.
5. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
UN-Sicherheitsrat, Syrienkonflikt, Rationalistischer Institutionalismus, Konstruktivistischer Institutionalismus, Internationale Beziehungen, Vetorecht, Entscheidungsfindung, UN-Charta, Responsibility to Protect, Stellvertreterkrieg, Normen, Interessenpolitik, Souveränität, Institutionen, Sicherheitsrat-Reformen.
Die Arbeit analysiert das Entscheidungsverhalten des UN-Sicherheitsrates angesichts des Syrienkonflikts vor dem Hintergrund zweier maßgeblicher politikwissenschaftlicher Theorien.
Zu den Themenfeldern gehören die Struktur der Vereinten Nationen, die Dynamik des syrischen Bürgerkriegs, die Theorie des Institutionalismus sowie die Anwendung von Macht- und Normenlogiken in der internationalen Politik.
Das Ziel ist zu klären, inwiefern rationalistische oder konstruktivistische Erklärungsansätze das Blockadeverhalten und die begrenzten Handlungsoptionen des Sicherheitsrates im Syrienkonflikt besser erfassen können.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch fundierte Fallstudienmethode, indem sie Sitzungsprotokolle und verabschiedete Resolutionen anhand des rationalistischen und konstruktivistischen Institutionalismus interpretiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung des Institutionalismus und die anschließende empirische Analyse der Entscheidungsfindung im Syrienkonflikt unter den Gesichtspunkten von Interessen- und Angemessenheitslogiken.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Rationalismus, Konstruktivismus, institutionelle Analyse, internationale Normen und Sicherheitsrat-Interessen charakterisieren.
Der Autor interpretiert das Vetorecht primär als Instrument machtpolitischer Interessenverfolgung, das insbesondere durch Russland genutzt wird, um geostrategische Ziele zu sichern und das Assad-Regime zu stützen.
Ja, der Autor argumentiert, dass verabschiedete Resolutionen – trotz begrenzter Effektivität – einen konstruktivistischen Konsens widerspiegeln, der auf der moralischen Verpflichtung zur Wahrung internationaler Menschenrechtsstandards basiert.
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