Bachelorarbeit, 2019
73 Seiten, Note: 2,1
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
I. Einleitung
Methodik
II. Politische Systeme
1. Parteiensysteme
1.1 USA
1.2 Deutschland
2. Wahlsystem, -verhalten und Wähler
2.1 USA
2.2 Deutschland
III. Nutzung der sozialen Medien
1. E-Campaigning
1.1 Entwicklung von E-Campaigning in den USA
1.2 Entwicklung von E-Campaigning in Deutschland
1.3 Amerikanisierungstheorie der Wahlkämpfe
2. Stimmungswahlkämpfe
2.1 Personalisierung durch Targeting
2.2 Negative Campaigning
2.3 Fake news auf Facebook
IV. Digitaler Wahlkampf
1. Taktiken bei der US-Präsidentschaftswahl 2016
2. Partei-Strategien während der Bundestagswahl 2017
V. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Nutzung von Online-Kommunikation in sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook, im Kontext deutscher und US-amerikanischer Wahlkämpfe. Das primäre Ziel besteht darin zu analysieren, worauf sich die Wahlkampfstrategien in beiden Ländern konzentrierten und ob Parallelen in der digitalen Wahlkampfführung erkennbar sind.
I. Einleitung
Seit dem Obama-Effekt ist es unter Journalist*innen, politischen Berater*innen, sowie Beobachter*innen allgemeiner Konsens, dass die sozialen Medien ein wichtiger Bestandteil der Wahlkampagnen sind. Durch die fortschreitende Modernisierung und Mediatisierung erlangten die sozialen Netzwerke und das Internet im Allgemeinen eine zunehmende Wichtigkeit im Alltag. Bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016 nutzte Donald Trump den Digitalwahlkampf mit einer bemerkenswert offensiven Strategie und entzog sich allen traditionellen politischen Sub-Systemen. Auch in Deutschland zeigte sich, dass der Wahlkampf nicht nur mit altehrwürdigen Methoden, wie dem Werben mit Wahlkampfplakaten oder dem Verteilen von Gratis-Kugelschreibern, geführt werden kann. Wer Wahlen gewinnen möchte, muss den Wahlkampf auch in den sozialen Medien führen. Nicht nur der Ausgang der Präsidentschaftswahl 2016 und der daraus resultierende Sieg Trumps, sondern auch die Bundestagswahl 2017 zeigten, dass die sozialen Netzwerke eine wichtige und zum Teil auch entscheidende Rolle für die Wahlausgänge spielten. Die stattfindenden Veränderungen der Kommunikation zwischen Bürger*innen, Politiker*innen und anderen Institutionen wurden unterschätzt.
Im Zeitalter der digitalen Evolution findet das Thema über die Veränderungen der politischen Öffentlichkeit immer häufiger den Weg in die Literatur. In diversen Diskussionen wird angeführt, ob die Veränderungen ein Effekt der intensiven Nutzung des Internets und der Online-Kommunikation sind. Die Ausgänge der Präsidentschaftswahl 2016 und der Bundestagswahl 2017 machten deutlich, dass sich Verschiebungen auf dem Feld der Online-Kommunikation ereigneten, die in beiden Wahlkämpfen unterschätzt wurden. Wissenschaftler*innen, sowie Journalist*innen diskutieren über die Auswirkung der sozialen Netzwerke auf die politische Öffentlichkeit und damit auf die Wahlkämpfe.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung sozialer Medien für moderne Wahlkämpfe und führt in die Fragestellung zur digitalen Strategie in Deutschland und den USA ein.
Methodik: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, welches auf einer Kombination aus Literaturrecherche, Inhaltsanalysen sowie der Auswertung offizieller Facebook-Seiten basiert.
II. Politische Systeme: Hier werden die strukturellen Unterschiede zwischen dem präsidentiellen System der USA und dem parlamentarischen System Deutschlands sowie deren Auswirkungen auf Parteien und Wählerverhalten dargestellt.
III. Nutzung der sozialen Medien: Dieser Abschnitt behandelt die Grundlagen und Entwicklung des E-Campaigning sowie spezifische Methoden wie Microtargeting und Negative Campaigning.
IV. Digitaler Wahlkampf: Das Kapitel analysiert die tatsächlichen Taktiken bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 und der Bundestagswahl 2017.
V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Deutschland Strategien aus den USA übernommen hat, während nationale Unterschiede durch Parteistrukturen und Datenschutz bestehen bleiben.
E-Campaigning, Facebook, Digitale Wahlkampfstrategien, USA, Deutschland, Bundestagswahl 2017, US-Präsidentschaftswahl 2016, Microtargeting, Negative Campaigning, Fake News, Politische Kommunikation, Social Bots, Wahlverhalten, Politische Öffentlichkeit, Amerikanisierung
Die Arbeit analysiert, wie politische Akteure in Deutschland und den USA Facebook als Instrument für ihre Wahlkampfstrategien nutzen und welche methodischen Parallelen oder Unterschiede sich dabei ergeben.
Zentral sind die Nutzung digitaler Netzwerke für politisches Marketing, der Einfluss von Datenanalyse auf die Wähleransprache und die Rolle moderner Wahlkampftechniken wie Negative Campaigning.
Die Forschungsfrage lautet, worauf sich deutsche und US-amerikanische Wahlkampfstrategien auf Facebook konzentrierten und ob Parallelen zwischen beiden Ländern existieren.
Es wurde ein methodischer Mix aus quantitativer und qualitativer Vorgehensweise gewählt, der Inhaltsanalysen, Literaturrecherche und eine Auswertung von Facebook-Beiträgen sowie Zeitungsartikeln beinhaltet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu politischen Systemen, die Entwicklung des E-Campaigning und die empirische Betrachtung konkreter Taktiken bei der US-Wahl 2016 und Bundestagswahl 2017.
Wichtige Begriffe sind E-Campaigning, Microtargeting, Negative Campaigning, Fake News, digitale Wahlkampfstrategien sowie der Vergleich der politischen Systeme der USA und Deutschlands.
Facebook wird als das soziale Netzwerk mit der größten Reichweite und einem breiten Nutzerquerschnitt in Deutschland identifiziert, auf das sich viele Parteien für ihre digitale Kommunikation konzentrieren.
Die Arbeit beleuchtet, wie Fake News in den USA gezielt in Kampagnen integriert wurden, während ihre Verbreitung in Deutschland durch strengere datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen sowie ein anderes politisches Selbstverständnis stärker eingeschränkt ist.
Sie kommt zu dem Ergebnis, dass das Internet zwar allein keine Wahlen gewinnt, aber unverzichtbar für die moderne Kommunikation geworden ist, wobei die deutschen Parteien noch stark von den US-Strategien lernen könnten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

