Bachelorarbeit, 2013
91 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Forschungsgegenstand
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Der Abschied des Homo oeconomicus – Schaffung eines neuen Forschungsgebietes
2.1 Die Neuroökonomie als neue wissenschaftliche Disziplin
2.2 Wandel der Zeit:
Die Abkehr vom Menschenbild des Homo oeconomicus
2.3 Neuromarketing als Teildisziplin der Neuroökonomie
3. Einführung in die Neuroanatomie
3.1 Die mikroskopische Betrachtung
3.2 Die makroskopische Betrachtung
3.3 Neurowissenschaftliche Untersuchungsmethoden - Ein Einblick in die bildgebenden Verfahren der Hirnforschung
4. Der Massenspeicher im Gehirn – Das menschliche Gedächtnis
4.1 Die Dreigliederung des Gedächtnissystems
4.2 Die bewusste und unbewusste Verarbeitung ökonomischer Entscheidungen im Langzeitgedächtnis
5. Unbewusst ist häufig besser – Der Einsatz von Heuristiken im Entscheidungsprozess
5.1 Die Qual oder Wahl der Entscheidung
5.2 Heuristiken im Alltag
5.2.1 Definition Heuristik
5.2.2 Rekognitionsheuristik
5.2.3 Take-The-Best Heuristik
5.2.4 Verfügbarkeitsheuristik
5.2.5 Repräsentativitätsheuristik
5.2.6 Ankerheuristik
6. „Driven by Emotions“: Die Bedeutung von Emotionen am Beispiel des emotionalen Autokaufs
6.1 Definition Emotion
6.2 „Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun“ – Umfrage zum Thema: Emotionaler Autokauf
6.3 Affekt oder Verstand? – Auswertung der Umfrage
7. Kritische Betrachtung neuroökonomischer Forschung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Emotionen sowie bewussten und unbewussten Prozessen auf ökonomische Entscheidungen, insbesondere beim Autokauf, um das traditionelle Modell des Homo oeconomicus kritisch zu hinterfragen.
1.1 Problemstellung und Forschungsgegenstand
Ein rational handelnder, stets auf die Vernunft gesinnter Mensch wird unter dem Namen des ökonomisch handelnden Individuums Homo oeconomicus geführt. Diese Auffassung galt als Modellvorstellung wirtschaftlichen Handelns und dominierte lange Zeit die Denkweise der wirtschaftswissenschaftlichen Untersuchungen.
Warum sehen wir dennoch beim Anblick der Tageszeitung Schlagzeilen, die von Finanz- und Wirtschaftskrisen sprechen? Sind diese täglich eintretenden Ereignisse tatsächlich konform, im Sinne eines stets rational handelnden Menschen?
„Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt.“
Viele Entscheidungen des Menschen sind im Sinne der Rationalität nicht zu erklären. Der Mensch trifft sie, obwohl sie weder vernünftig, noch verständlich erscheinen. Warum jedoch tut er dies? Handelt er aus Affekt oder Verstand? Welche Rolle spielt das Gefühl und die Emotionalität bei wirtschaftlichen Entscheidungen?
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und hinterfragt das rationale Menschenbild des Homo oeconomicus sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Der Abschied des Homo oeconomicus – Schaffung eines neuen Forschungsgebietes: Hier wird die Neuroökonomie als neue Disziplin vorgestellt und die Abkehr vom klassischen Menschenbild diskutiert.
3. Einführung in die Neuroanatomie: Das Kapitel bietet einen Überblick über den Aufbau des Gehirns und stellt bildgebende Verfahren der Hirnforschung vor.
4. Der Massenspeicher im Gehirn – Das menschliche Gedächtnis: Es wird die Struktur des Gedächtnisses beleuchtet und erläutert, wie unbewusste und bewusste Prozesse Entscheidungen prägen.
5. Unbewusst ist häufig besser – Der Einsatz von Heuristiken im Entscheidungsprozess: Das Kapitel analysiert den Einsatz von Heuristiken bei komplexen Entscheidungen und stellt verschiedene Urteilsheuristiken vor.
6. „Driven by Emotions“: Die Bedeutung von Emotionen am Beispiel des emotionalen Autokaufs: Dieser Teil befasst sich mit der Definition von Emotionen und präsentiert eine empirische Umfrage zum Autokaufverhalten.
7. Kritische Betrachtung neuroökonomischer Forschung: Hier werden die Entwicklung der Disziplin sowie ethische Aspekte und Risiken neuroökonomischer Untersuchungen reflektiert.
8. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert die Bedeutung emotionaler und unbewusster Faktoren für wirtschaftliche Entscheidungen.
Neuroökonomie, Homo oeconomicus, Neuromarketing, Gehirn, Gedächtnis, Heuristiken, Entscheidungsprozess, Emotionen, Autokauf, Rationalität, Verhalten, Affekt, Hirnforschung, Umfrage, Konsumentenverhalten
Die Arbeit untersucht, wie Emotionen, bewusste und unbewusste Prozesse unser wirtschaftliches Entscheidungsverhalten beeinflussen, und ob das klassische Modell des rationalen Homo oeconomicus noch zeitgemäß ist.
Die zentralen Felder umfassen die Neuroökonomie, die menschliche Neuroanatomie, die Funktionsweise des Gedächtnisses, den Einsatz von Entscheidungsheuristiken sowie eine empirische Untersuchung zum Autokauf.
Das Ziel ist es, den Einfluss von emotionalen Faktoren auf Kaufentscheidungen zu analysieren und zu prüfen, inwieweit Menschen bei wirtschaftlichen Entscheidungen tatsächlich rational handeln.
Neben einer umfassenden theoretischen Aufarbeitung neuroökonomischer Grundlagen wird eine empirische Umfrage unter Autokäufern durchgeführt, um reale Präferenzen und Entscheidungsgründe zu ermitteln.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zur Hirnforschung und zum Gedächtnis, erläutert verschiedene heuristische Entscheidungsmuster und präsentiert eine detaillierte Auswertung der Umfrage zum emotionalen Autokauf.
Wichtige Begriffe sind Neuroökonomie, Emotionen, Entscheidungsfindung, Heuristiken, Autokauf und die Kritik am klassischen rationalen Menschenbild.
Obwohl die Umfrage emotional motivierte Aspekte untersuchte, reflektierten die Probanden ihre Entscheidungen im Nachhinein als überwiegend rational und durch Abwägung von Vor- und Nachteilen getroffen.
Es werden ethische Fragen zur neuroökonomischen Forschung aufgeworfen, insbesondere bezüglich der Strahlenbelastung, der Lärmbelastung und der Frage, wie mit klinischen Zufallsbefunden bei Probanden umzugehen ist.
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