Diplomarbeit, 2007
106 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Rolle der Mode in Marcel Prousts Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ mit dem Schwerpunkt auf der Figur der Albertine. Die Arbeit analysiert, wie Proust die vestimentäre Inszenierung der Figuren nutzt, um deren Charaktere, Beziehungen und die gesellschaftlichen Kontexte darzustellen.
Das erste Kapitel der Arbeit befasst sich mit der Begriffsabgrenzung der Begriffe „Kleidung“, „Tracht“ und „Mode“ sowie mit der Analyse ihrer Funktionen. Es wird gezeigt, dass die Mode sowohl als Differenzierungsmedium, als auch als Mittel zur Koketterie und zur Inszenierung der Persönlichkeit und Psyche fungiert. Das zweite Kapitel widmet sich der kostümhistorischen Einordnung der Recherche. Es bietet einen historischen Abriss der Mode im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert und beleuchtet die Entwicklung der Damen- und Herrenmode in diesem Zeitraum. Das dritte Kapitel behandelt Marcel Prousts Verhältnis zur Mode und die Umsetzung der Mode in der Recherche. Es wird untersucht, wie Proust die Mode als Mittel der Charakterisierung und der Inszenierung des sozialen Raumes, des geografischen Raumes und der Zeit nutzt. Das vierte Kapitel analysiert die Funktion der Modedarstellung in der Recherche am Beispiel ausgewählter Figuren. Dabei werden Odette, Charlus und Albertine in den Mittelpunkt gestellt.
Marcel Proust, „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, Mode, Kleidung, Kostümgeschichte, vestimentäre Inszenierung, soziale Differenzierung, Koketterie, Identität, Psyche, Albertine, Odette, Charlus, Belle Époque, Fortuny,
Mode dient bei Proust nicht nur der zeitgenössischen Darstellung, sondern macht tief verborgene Charakterzüge und die Psyche seiner Figuren sichtbar.
Ihre Entwicklung wird vestimentär nachgezeichnet – vom sportlichen Mädchen in Balbec („jeune cycliste“) zur eleganten Dame in Paris, oft verbunden mit Farbsymbolik.
Kleidung markiert die Zugehörigkeit zu sozialen Klassen oder den Aufstieg innerhalb der mondänen Gesellschaft, wie etwa bei der Kokotte Odette.
Die Kleider von Fortuny symbolisieren im Roman die Sehnsucht nach Venedig und verbinden die Mode eng mit den schönen Künsten.
Privat interessierte sich Proust kaum für Mode, nutzte sie aber in seinem literarischen Schaffen als präzises Werkzeug zur Charakterisierung seiner Figuren.
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