Masterarbeit, 2020
80 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Funktionen und Geschäftsfelder von mittelständischen Banken
2.1 Charakteristika mittelständischer Banken
2.2 Die Vermittlungsrolle mittelständischer Banken
2.3 Abwicklung des Zahlungsverkehrs als Basis der Kundenbeziehung
2.4 Anlage- und Vermögensberatung für Privat- und Firmenkunden
2.5 Kreditvergabe als Kerngeschäft einer mittelständischen Bank
3. Wesentliche Änderungen im Marktumfeld von mittelständischen Banken
3.1 Verstärkte regulatorische Anforderungen
3.2 Makro- und sozioökonomische Entwicklungen
3.3 Technologie und Digitalisierung
3.4 Verändertes Kundenverhalten und damit verbundene Nachfrage nach Finanzdienstleistungen
4. Empirische Untersuchung: Gestaltung der Befragung und Charakterisierung des Datenpools
5. Empirische Untersuchung: Wahrgenommene Auswirkungen der veränderten Marktbedingungen auf mittelständische Banken
5.1 Beurteilung des derzeitigen Marktumfelds
5.2 Auswirkungen auf ausgewählte Geschäftsfelder mittelständischer Banken und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Profitabilität
5.2.1 Zahlungsverkehr
5.2.2 Anlage- und Vermögensberatung
5.2.3 Kreditgeschäft
5.3 Maßnahmenpakete mittelständischer Kreditinstitute
5.4 Bewertung der Zukunftsaussichten
6. Fazit
Die Masterarbeit untersucht die Auswirkungen veränderter Marktbedingungen auf die Geschäftsmodelle mittelständischer Banken in Deutschland. Ziel ist es, unter Berücksichtigung regulatorischer Herausforderungen, des Niedrigzinsumfelds und des technologischen Wandels, Handlungsoptionen für diese Institute abzuleiten, um ihre Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
2.2 Die Vermittlungsrolle mittelständischer Banken
Um die Bedeutung der Bankenlandschaft für den gesamten Wirtschaftskreislauf nachvollziehen zu können, muss dargestellt werden, welche Hauptfunktionen die Finanzinstitute in ihrer Rolle erfüllen. Mittelständische Kreditinstitute, auf die in dieser Arbeit der Fokus gerichtet ist, zeichnen sich wie in Kapitel 2.1 erläutert, insbesondere durch die Verankerung in der Region und der Nähe zu ihren Kunden aus. In der Regel wird diesen Kunden das gesamte Produktportfolio mit standardisierten Leistungen angeboten, da sich die Kundenbedürfnisse der Hauptzielgruppe vorwiegend auch auf die grundlegenden Finanzdienstleistungen konzentrieren. Darüber hinaus reicht das Geschäftsmodell von mittelständischen Banken von der reinen Vermögensverwaltung über das Privat- und Unternehmenskundengeschäft bis zum Verbundgeschäft und Investmentbanking. Sie repräsentieren damit auch die Vielfalt des deutschen Bankenmarktes und stellen eine entscheidende Säule unserer Bankenlandschaft dar.
Das klassische Bankgeschäft, wie wir es von mittelständischen Kredithäusern kennen, besteht darin, dass Banken als Finanzintermediäre eine Vermittlerrolle einnehmen. Über viele Jahrzehnte hinweg haben sie sich erfolgreich als Bindeglied zwischen Sparern und Kreditnehmern positioniert, indem sie Gelder der Kapitalgeber entgegennehmen und diese an Kapitalnehmer weitergeben. Im Gegensatz zum frei zugänglichen Kapitalmarkt schaffen sie „nicht nur einen Platz, wo sich Angebot und Nachfrage treffen können, sondern treten selbst als Marktteilnehmer auf.“ Um zu verstehen, weshalb sich mittelständische Kreditinstitute besonders gut als Vermittler eignen, hilft es, sich in die Lage von Sparern und Kreditnehmern hineinzuversetzen: Sparer auf der einen Seite möchten ihr Geld in ganz unterschiedlichen Stückelungen möglichst kurzfristig verfügbar und mündelsicher anlegen, während Kreditnehmer auf der anderen Seite einen gleichbleibenden und häufig größeren Geldbetrag für einen festgelegten Zeitraum aufnehmen möchten, bei dem zudem die Rückzahlung nicht uneingeschränkt gesichert ist.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die herausfordernde Situation deutscher mittelständischer Banken durch regulatorische Anforderungen, Niedrigzinsen und technologischen Wandel und definiert das Ziel der Arbeit.
2. Funktionen und Geschäftsfelder von mittelständischen Banken: Dieses Kapitel erläutert die Charakteristika und die zentrale Vermittlungsrolle der Banken sowie deren Kernbereiche Zahlungsverkehr, Anlageberatung und Kreditgeschäft.
3. Wesentliche Änderungen im Marktumfeld von mittelständischen Banken: Hier werden die vier entscheidenden Faktoren – Regulatorik, makroökonomische Entwicklungen, Digitalisierung und verändertes Kundenverhalten – als Treiber des Strukturwandels analysiert.
4. Empirische Untersuchung: Gestaltung der Befragung und Charakterisierung des Datenpools: Das Kapitel beschreibt das explorative methodische Vorgehen und die Durchführung der standardisierten Befragung unter Bankvorständen zur Datengewinnung.
5. Empirische Untersuchung: Wahrgenommene Auswirkungen der veränderten Marktbedingungen auf mittelständische Banken: Die Ergebnisse der Befragung zur Marktumfeldbewertung, zu den Auswirkungen auf einzelne Geschäftsfelder und zu ergriffenen Maßnahmen werden detailliert präsentiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und schließt mit einer Einschätzung zur zukünftigen Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle mittelständischer Institute ab.
Mittelständische Banken, Finanzintermediäre, Niedrigzinsumfeld, Bankenregulierung, Digitalisierung, Zahlungsverkehr, Anlageberatung, Kreditgeschäft, Kundennähe, Profitabilität, FinTechs, Bankenaufsicht, Strukturwandel, Geschäftsmodell, Finanzdienstleistungen.
Die Arbeit analysiert, wie mittelständische Banken in Deutschland auf die massiven Veränderungen ihres Marktumfeldes reagieren und welche Auswirkungen diese auf ihre klassischen Geschäftsmodelle haben.
Die zentralen Themen sind regulatorische Anforderungen, das anhaltende Niedrigzinsniveau, der technologische Wandel durch Digitalisierung sowie die Auswirkungen dieser Faktoren auf die Kundenbeziehung und das Kundenverhalten.
Ziel ist es, aus der Perspektive von Vorständen mittelständischer Kreditinstitute herauszuarbeiten, welche Herausforderungen bestehen und welche konkreten Maßnahmen diese Banken ergreifen, um ihre Profitabilität und Marktposition langfristig zu sichern.
Die Arbeit nutzt einen explorativen Forschungsansatz, der eine quantitative Befragung unter Vorständen mittelständischer Kreditinstitute einschließt, um ein breites Bild der aktuellen strategischen Anpassungen zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Bankfunktionen, eine detaillierte Marktumfeldanalyse sowie die Präsentation und Diskussion der empirischen Studienergebnisse zu den Geschäftsfeldern Zahlungsverkehr, Anlageberatung und Kreditgeschäft.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie mittelständische Banken, Digitalisierung, Regulatorik, Niedrigzinsumfeld, Kundenorientierung und Geschäftsmodell-Transformation charakterisiert.
Der Zahlungsverkehr ist ein unverzichtbarer Kernprozess, der den Banken laufenden Kontakt zum Kunden ermöglicht, wertvolle Verhaltensdaten liefert und bei hoher Zufriedenheit die Grundlage für Cross-Selling-Potenziale bildet.
FinTechs fungieren als ernstzunehmende neue Wettbewerber, die durch spezialisierte, oft digitale Lösungen in Teilbereiche der Wertschöpfungskette vordringen und somit den Druck auf klassische Banken in den Feldern Zahlungsverkehr, Kreditvermittlung und Anlageberatung erhöhen.
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