Bachelorarbeit, 2020
51 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Die Beach-Chair-Lagerung
1.2 Lagerungsbedingte Schäden und präventive Maßnahmen
1.3 Die Physiologie der Hämodynamik
1.4 Die intraoperative Hypotension und die Bedeutung des arteriellen Drucks für die Organperfusion
1.5 Die Therapie der Hypotension
1.6 Effizienz und Notwendigkeit der Mitarbeiterschulung
2 Ziel der Arbeit
3 Methoden
3.1 Erhebungsmethode: Quantitative Forschung
3.2 Zielgruppe
3.3 Aufbau und Erstellung des Fragebogens
3.4 Inhaltliche Schwerpunkte des Fragebogens
4 Ergebnisse
4.1 Allgemeine Daten zu Charakteristika der Studienteilnehmer
4.2 Abfrage spezieller Meinungen und Einstellungen
4.3 (De)motivation und Überforderung in der Anästhesie
4.4 Wissenserwerb in der Anästhesie
4.5 Symptome einer Hypotension
4.6 Begünstigende Risikofaktoren einer Hypotension
4.7 Kenntnisse über die prophylaktischen Maßnahmen einer Hypotension
4.8 Kenntnisse über die Folgen einer Hypotension
4.9 Fortbildungen in der Anästhesie
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.3 Limitierung der Untersuchung
5.4 Implikation für weitere Forschung
5.5 Handlungsempfehlungen an anästhesiologische Abteilungen
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Fachkenntnisstand von Anästhesiepersonal bezüglich intraoperativer Hypotensionen während der Beach-Chair-Lagerung. Das Ziel ist es, Wissenslücken zu identifizieren und die Notwendigkeit sowie Effizienz gezielter Schulungen zu evaluieren, um das postoperative Patientenoutcome durch ein besseres Blutdruckmanagement zu verbessern.
Die intraoperative Hypotension und die Bedeutung des arteriellen Drucks für die Organperfusion
Die Autoren Book et al. (2017) erklären, dass die physiologische Reaktion beim Wechsel vom Liegen in die aufrechte Position durch die Aktivierung des Sympathikotonus vermittelt wird. Dies hat zur Folge, dass der systemische Widerstand um 30-40%, der Blutdruck um 10-15% und das HZV um 15-20% abnehmen. Die Berücksichtigung der hydrostatischen Effekte auf die Hämodynamik sind essentiell, da die Beach-Chair-Lagerung ein besonders hohes Risiko einer Hypotension darstellt. „Die Inzidenz einer intraoperativen Hypotension ist hoch. Es existiert jedoch bis heute keine allgemein anerkannte Definition einer intraoperativen Hypotension.“ (Weyland & Grüne, 2013, S. 381). Zwingende Voraussetzung eines adäquaten Blutflusses ist hierbei der ausreichende arterio-venöser Druckgradient (Book et al., 2017). Um das Sauerstoffangebot zu gewährleisten, sorgen organspezifische Autoregulationsmechanismen innerhalb bestimmter Grenzen für einen blutdruckunabhängigen Perfusionsdruck. Sinkt dieser Blutdruck jedoch unter die genannte Regulationsgrenze, resultiert eine Unterversorgung mit konsekutivem Ischämie/Reperfusions- und Organschaden.
Eintretende Komplikationen bis hin zu Endorganschäden des Gehirns, der Nieren und des Herzens bilden somit ein hohes Risiko für den Patienten in Beach-Chair-Lagerung (Frank et al., 2017). Das hydrostatische Gefälle bewirkt, dass die am Oberarm erfolgende Blutdruckmessung den faktischen Blutdruck auf zerebraler Ebene überschätzt. Akute intraoperative Hypotensionen mit zerebraler Entsättigung äußern sich in einem Abfall der regionalen O2-Sättigung. Anhand Neuromonitoring wie der NIRS-Messung („Nahinfrarotspektroskopie“) kann diese sichtbar gemacht werden (Palmaers, 2015). Somit folgt, dass je steiler die Patienten aufrecht sitzen, das Risiko von Entsättigungsereignissen höher ist (Palmaers, 2015). Aufgrund des sehr hohen O2-Bedarf und des nötigen effektiven CPP („Zerebraler Perfusionsdruck“) weist das Gehirn eine geringe ischämische Toleranz auf. Bei einem MAP: <50mmHg kann es zu einer reduzierten Hirndurchblutung und somit Kapillarschädigungen mit funktionellen neurologischen Ausfällen und/ oder konsekutiver Ausbildung eines Hirnödems kommen (Book et al., 2017). Ein Unterschreiten der Autoregulationsgrenze führt trotz konstant hohem HZV zu einer Abnahme des zerebralen Blutflusses (Brady et al., 2010).
1 Einleitung: Beschreibt die klinische Relevanz der Beach-Chair-Lagerung, die Physiologie der Hämodynamik und die Problematik intraoperativer Hypotensionen sowie die Notwendigkeit von Schulungen.
2 Ziel der Arbeit: Definiert das Ziel der Arbeit, den Fachkenntnisstand des anästhesiologischen Personals zu erfassen und Wissenslücken im Umgang mit Hypotensionen bei Beach-Chair-Lagerung zu identifizieren.
3 Methoden: Erläutert das gewählte Forschungsdesign der quantitativen Online-Umfrage, die Zielgruppe und den Aufbau des Fragebogens.
4 Ergebnisse: Präsentiert die empirisch erhobenen Daten der Befragung, inklusive demografischer Angaben und der Wissensverteilung zu Hypotension, Risikofaktoren und Fortbildungen.
5 Diskussion: Interpretiert die Studienergebnisse vor dem Hintergrund der Literatur und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die anästhesiologische Praxis ab.
6 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Essenz geschulten Fachwissens für die Patientenqualität.
Beach-Chair-Lagerung, intraoperative Hypotension, Anästhesie, Patientenoutcome, Fachkenntnisse, Schulungsbedarf, Blutdruckmanagement, Hämodynamik, Risikofaktoren, Fortbildungskultur, Organschäden, Patientensicherheit, Medizinpädagogik, quantitative Forschung, klinische Praxis.
Die Arbeit untersucht, wie gut das anästhesiologische Fachpersonal mit dem Risiko einer intraoperativen Hypotension bei Patienten in der sogenannten Beach-Chair-Lagerung vertraut ist und inwiefern gezielte Schulungen zur Verbesserung des Patientenoutcomes beitragen können.
Die zentralen Felder umfassen die physiologischen Grundlagen der Hämodynamik, die Risiken der Beach-Chair-Lagerung, die Pathophysiologie der Hypotension sowie die aktuelle Qualität der Fortbildungsangebote innerhalb der Anästhesie.
Das Ziel ist die Erfassung des Fachkenntnisstandes des anästhesiologischen Personals, um Wissenslücken oder Fehlerquellen zu identifizieren und die Notwendigkeit systematischer Fortbildungen zu begründen.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign in Form einer Online-Mitarbeiterbefragung gewählt, bei der 107 Probanden aus dem anästhesiologischen Bereich teilnahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über die medizinischen Grundlagen (Lagerung, Physiologie, Therapie) und einen empirischen Ergebnisteil, in dem die Daten der Befragung ausgewertet und diskutiert werden.
Die Arbeit fokussiert sich insbesondere auf die Beach-Chair-Lagerung, Hypotension, das Patientenoutcome, Schulungsbedarf und die Fortbildungskultur in der Anästhesie.
Die Ergebnisse zeigen eine Diskrepanz: Während viele Teilnehmer Interesse an weiteren Schulungen bekunden, stufen etwa ein Drittel der Befragten die aktuelle Fortbildungskultur in ihrer Institution als ungenügend ein.
Sie stellt ein erhöhtes Risiko für Hypotensionen dar, da die aufrechte Position zu hydrostatischen Effekten führt, die den zerebralen Blutdruck senken und somit das Risiko für Organschäden erhöhen können, sofern das Personal nicht entsprechend geschult ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

